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  1. Natur-Bildung nach der Romantik? Ideengeschichte einer schützbaren und schützenswerten Natur
    Erschienen: 2025

    Die Arbeit widmet sich der Frage, ob und inwieweit die Ideengeschichte des deutschen Naturschutzes im 19. Jahrhundert von der Romantik beeinflusst ist. Auf breiter Quellenbasis insbesondere populärwissenschaftlicher Literatur kommt sie zu folgenden... mehr

     

    Die Arbeit widmet sich der Frage, ob und inwieweit die Ideengeschichte des deutschen Naturschutzes im 19. Jahrhundert von der Romantik beeinflusst ist. Auf breiter Quellenbasis insbesondere populärwissenschaftlicher Literatur kommt sie zu folgenden Ergebnissen: Ästhetische Äußerungen der Natur kann der Mensch wissenschaftlich deuten. Die künstlerische Beschäftigung mit Natur wird damit zum Propädeutikum der Naturwissenschaft. Natürliche Wechselbeziehungen und Gesetze erhalten dabei selbst eine ästhetische Qualität, die so weit reichen kann, dass nur für hässlich gehalten wird, was in seiner Stellung und Bedeutung für das Ganze noch nicht erfasst ist. Gerade in der Beschäftigung mit der ästhetischen Dimension der Natur aktualisieren die Autoren häufig Bezüge zum „Romantischen“ – entweder, indem sie sich affirmativ darauf berufen und um 1800 entstandene, für „romantisch“ erklärte Anregungen aufnehmen bzw. in rezensierten Texten für vollendet erklären, oder indem sie in immunisierender Weise die antizipierte topische Kritik an „romantischem“ Überschwang und „Empfindelei“ von ihren blumigen Texten weisen. Die wissenschaftlich zumindest umstrittene Perspektive, sich nicht mit empirischen Einzelheiten zufrieden zu geben und eine Ganzheit ästhetischer Qualität zu postulieren, die auf naturgesetzliche Harmoniezustände verweist, ist die Voraussetzung, einen Naturschutz zu denken, der sich nicht auf einzelne Naturdenkmäler, besondere Arten oder bemerkenswerte Landschaftselemente beschränkt. Es entsteht die Utopie der perfekten Kulturlandschaft, in der sich Mensch und Natur gegenseitig auf politischer, kultureller, industrieller, ästhetischer und protoökologischer Ebene vollenden. Der Anspruch, alles in der Natur zu verstehen und daraus schützenswerte Einzelheiten abzuleiten, bleibt unerfüllbar. Schutzgut bleibt das Ganze in seiner Form von Wechselwirkungen in all seinen wissenschaftlichen Dimensionen, emotionalen Indikationen und ästhetischen Vermittlungen. Nach der gescheiterten Revolution rettet sich der liberale ...

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt Germanistik
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Dissertation
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Biowissenschaften; Biologie (570); Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830); Geschichte Mitteleuropas; Deutschlands (943); 57
    Schlagworte: Romantik; Liberalismus; Ideengeschichte; Naturschutz; Ökologie; Bürgertum; Natur; Biedermeier; Revolution; Ästhetik
    Lizenz:

    info:eu-repo/semantics/openAccess