Mari ist 15 und wohnt zusammen mit ihren Eltern in einem Polenviertel. Von ihren Mitschülern wird sie nur als "Polenhure" bezeichnet, in ihrem Viertel ist sie eine Außenseiterin und Gespött der polnischen Jugendlichen. Sie hasst die Polen, die in...
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Mari ist 15 und wohnt zusammen mit ihren Eltern in einem Polenviertel. Von ihren Mitschülern wird sie nur als "Polenhure" bezeichnet, in ihrem Viertel ist sie eine Außenseiterin und Gespött der polnischen Jugendlichen. Sie hasst die Polen, die in ihrer Gegend leben, den ganzen Tag herumlungern und kein richtiges Deutsch können. Als ein kleiner polnischer Junge sie anspuckt, rastet sie aus und schlägt ihn zusammen. Er ist lebensgefährlich verletzt. Sie kommt zunächst in ein Heim für schwer erziehbare Mädchen, ehe sie zusammen mit einer Betreuerin im Rahmen eines Pilotprojekts direkt nach Polen geht, um ihre Vorbehalte "vor Ort" abbauen zu können. Kann sie ihren Hass überwinden? In ihrem Buch beschäftigt sich die Autorin (zuletzt 11/05) mit rassistisch bedingter Gewalt und der Möglichkeit einer individualpädagogischen Auslandsbetreuung. Wenn auch nicht allzu spannend, ist die Geschichte dennoch sehr interessant, tief gehend und z.T. auch etwas heftig und dürfte v.a. Mädchen ab 14 Jahren ansprechen. Die Sprache ist sowohl auf die Altersgruppe der Leserinnen als auch auf die Thematik abgestimmt. Empfohlen.