Schriftgut aus dem Umkreis der Universität Wien von 1365 bis 1500 in den Handschriften des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg (ÖAW)
"Das vom FWF geförderte Projekt stellt den ersten Schritt zu einer geordneten Erfassung der einschlägigen Texte in österreichischen Bibliotheken dar, die mittel- bis langfristig neues Licht auf die Geschichte der mittelalterlichen Universität Wien werfen soll. Begonnen wurde dabei mit den Handschriften aus dem Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg. Dafür sprachen nicht nur die traditionell engen Verbindungen von Angehörigen des Stifts zur Wiener Universität, die schon aufgrund der räumlichen Nähe gegeben waren, sondern auch der Umstand, dass − als Ergebnis des an der Kommission angesiedelten Projektes Wasserzeichen des Mittelalters − der weitaus überwiegende Teil aller Klosterneuburger Papierhandschriften auf wenige Jahre genau datiert werden kann. Durch die Erfassung von Parallelüberlieferungen in anderen Bibliotheken Österreichs (etwa der Österreichischen Nationalbibliothek, der Bibliothek des Schottenstifts in Wien oder des Augustiner-Chorherrenstifts in St. Florian) konnten in einigen Fällen in Klosterneuburg nur anonym überlieferte erstmals einem Autor zugewiesen werden. Ausgehend von diesem Bestand erwies sich in der Folge vor allem eine Gruppe von etwa 50 Handschriften in der Bibliothek des Benediktinerstifts Seitenstetten (NÖ) als äußerst aufschlußreich, die Mitte des 18. Jahrhunderts aus der ehemaligen Universitätsbibliothek in das Stift gelangt war."
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