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  1. Paradigma und Diskurs

    Die literaturwissenschaftliche Karriere von 'Paradigma' und 'Diskurs' - Ausdrücken, die einen begrifflichen Status schon lange vorher in der Rhetorik, der Philosophie oder der Sprachwissenschaft erlangt hatten - datiert erst von der Rezeption der... mehr

     

    Die literaturwissenschaftliche Karriere von 'Paradigma' und 'Diskurs' - Ausdrücken, die einen begrifflichen Status schon lange vorher in der Rhetorik, der Philosophie oder der Sprachwissenschaft erlangt hatten - datiert erst von der Rezeption der Arbeiten Thomas S. Kuhns und Michel Foucaults. Beide Ausdrücke sind mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch der Literaturwissenschaft eingegangen und finden sich oft in ein und demselben Text, obwohl die Konzeptualisierung, die sie bei Kuhn bzw. Foucault erfahren, auf ganz unterschiedliche Theorieansätze zurückgeht. Den Grund für ihren Erfolg kann man darin sehen, daß sie von den genannten Autoren zur Beschreibung bestimmter auch literaturwissenschaftlich relevanter Komplexe von kognitiven, kommunikativen und pragmatischen Vorgängen und Verhältnissen eingesetzt wurden, für die der Literaturwissenschaft, wenn sie sie überhaupt thematisiert hat, bislang die Begriffe fehlten. Hinzukommt, daß die viel besprochenen semantischen Unklarheiten und Bedeutungsverschiebungen im Gebrauch dieser Ausdrücke durch die Autoren selbst von den Rezipienten dazu genutzt werden konnten, die Begriffe von 'Paradigma' und 'Diskurs' dem je eigenen Erkenntnisinteresse entsprechend zu modellieren. In Anbetracht des demzufolge in der Literaturwissenschaft bestehenden unterschiedlichen Begriffsverständnisses ist hier darzulegen, in welchem Sinne ich von 'Paradigmen' und 'Diskursen' spreche und in welches Verhältnis zueinander diese Begriffe dabei gesetzt werden.

     

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    Quelle: GiNDok
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800); Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Sammlung: Passagen Verlag, Weimarer Beiträge
    Schlagworte: Diskurs; Paradigma; Literaturwissenschaft
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  2. Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft

    Das Erkenntnisinteresse der Literaturforschung kann, selbst wenn deren Materialbasis sich auf literarische Texte beschränkt, über die Texte hinausgehen. Aber auch in diesem Falle ist nicht davon abzusehen, daß sie in der Regel die wichtigste... mehr

     

    Das Erkenntnisinteresse der Literaturforschung kann, selbst wenn deren Materialbasis sich auf literarische Texte beschränkt, über die Texte hinausgehen. Aber auch in diesem Falle ist nicht davon abzusehen, daß sie in der Regel die wichtigste Erkenntnisquelle der Forschung bilden, und das heißt, daß die Texte erst einmal verstanden werden müssen. Man kann durch die Texte nicht hindurchgehen wie durch eine geöffnete Tür. Einem sozialgeschichtlich interessierten Literaturforscher wird eine passagere sachliche Kenntnisnahme allenfalls genügen können, wenn er zum Beispiel nur feststellen will, in welchen literarischen Texten Kaninchen eine Rolle spielen oder von Kaninchen die Rede ist. Hingegen wird er schon bei der Untersuchung, "wie" sie zur Erscheinung kommen, zunächst einmal die Texte selbst in der Weise zu seinem Erkenntnisgegenstand machen müssen, daß er sie analysiert und interpretiert. Er muß den Texten erst eine Bedeutung zuschreiben, ehe er die Kontexte bilden kann, auf die sich sein Erkenntnisinteresse richtet.

     

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    Quelle: GiNDok
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800); Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Sammlung: Passagen Verlag, Weimarer Beiträge
    Schlagworte: Literaturwissenschaft
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