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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Beyond the Words - Über die Worte hinaus"
RessourcentypCall for Papers
TitelBeyond the Words - Über die Worte hinaus
BeschreibungCFP

Beyond the Words - Über die Worte hinaus


Bewerbungsschluss, 15.11.2009

Leipzig, 13.05.-15.05.2010


Was heißt es, etwas zu sagen?
Was ist Teil der wörtlichen Bedeutung einer Äußerung?
Welche pragmatischen Schlussprozesse werden auf den verschiedenen Ebenen der Äußerungsinterpretation relevant?
Wie wird pragmatische Information verarbeitet?
Brauchen wir default-Inferenzen, um die Bedeutung einer Äußerung über die Worte hinaus zu entschlüsseln?
Sind grammatische Relationen pragmatisch fundiert?
Hinter diesen Fragen steht eine Reihe sprachtheoretischer Grundsatzprobleme, die seit mehr als einer Dekade in verschiedenen Forschungsansätzen intensiv diskutiert werden und den Gegenstand der Pragmatik nachhaltig verändert haben. Im Zentrum der Überlegungen steht dabei die Frage, ob Äußerungen in ihrer wörtlichen Bedeutung rein semantisch interpretiert werden können, ohne dass Informationen über den Äußerungskontext genutzt werden, oder ob pragmatische Inferenzen schon auf dieser Ebene der Äußerungsinterpretation erforderlich sind.
Die erstgenannte Auffassung wird der minimalistischen Position zugeordnet, die zweite der kontextualistischen Position.Im Rahmen der Kontextualismus / Minimalismus-Debatte steht die Unterscheidung zwischen Semantik und Pragmatik, also die Unterscheidung zwischen der Analyse kontextunabhängiger sprachlicher Bedeutung und kontextabhängiger Sprecherbedeutung, erneut zur Diskussion.
Dabei kommen auch neue Untersuchungsbereiche in den Blick, die traditionell nicht im Rahmen pragmatischer Analysen berücksichtigt wurden. Lexikalisches Wissen wird zum Teil als pragmatisches Wissen aufgefasst, und auch grammatische Relationen gelten zunehmend als pragmatisch fundiert.
Im Rahmen dieser Ausweitung der Gegenstandsbereiche geht es auch um die Frage nach dem spezifischen Charakter der erforderlichen pragmatischen Inferenzen. Brauchen wir Default-Inferenzen, um Bedeutungsaspekte von Äußerungen ‚über die Worte hinaus‘ beschreiben zu können? Hier stellt sich die Frage nach der optimalen pragmatischen Verarbeitungsstrategie für Sprecher / Hörer, wobei das Verhältnis von prozeduralem Aufwand und intendiertem kommunikativen Effekt zu beachten ist.
Kommunikatives Verstehen setzt voraus, dass man andere Personen als intentional Handelnde wahrnimmt. Diese Fähigkeit wird in der frühen Kindheit erworben, wobei in einer Reihe neuerer Studien die Strategien des Pragmatik-Erwerbs als eine Form kulturellen Lernens erforscht werden.
Auf methodologischer Ebene stellt sich die Frage, ob pragmatische Intuitionen auf der Basis einer intuitiven Strategie des Forschers erfasst werden können, oder ob experimentelle Evidenz im Rahmen der Untersuchung von Kindern und Erwachsenen unverzichtbar ist.
Die geplante internationale Tagung soll einerseits Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme pragmatischer Theorien im Lichte der gegenwärtigen Grundsatzdebatte geben sowie andererseits Entwicklungspotenziale für zukünftige pragmatische Forschungsstrategien aufzeigen.

Call for Papers:

Wir laden Sie herzlich dazu ein, Ihre Arbeit zu einem der oben genannten Themen zu präsentieren. Die Abstracts sollen einen Umfang von 500 Wörtern (exklusive der Tabellen und Referenzen) nicht übersteigen; sie sollten in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Die Abstracts sind bitte bis als pdf-Datei bis zum 15. November 2009 per email an cschulze at rz.uni-leipzig.de einzureichen. Das Dokument sollte den Titel der Präsentation, das Abstract und Ihre Präferenz für die Art der Präsentation (Talk oder Poster) enthalten. Talks werden 20 Minuten (plus 10 Minuten Diskussion) dauern. Die Poster werden an einem Tag der Konferenz gezeigt, wobei eine Extra-Session von etwa einer Stunde für die Präsentation der Poster geplant ist.
Informationen die den Autor des Abstracts identifizieren, sollen bitte ausschließlich im Text der email, nicht im pdf-Anhang enthalten sein.

Wir informieren Sie über die Annahme Ihres Abstracts sowie über die Form der Präsentation am 15. Januar 2010.

Bitte besuchen Sie auch unsere (regelmäßig um Informationen ergänzte) Internetpräsenz:
http://beyondthewordsconference.wordpress.com/

Die Konferenz wird von Prof. Frank Liedtke und Cornelia Schulze, Universität Leipzig, Institut für Germanistik, Pragmalinguistik organisiert.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://beyondthewordsconference.wordpress.com/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLeipzig
Bewerbungsschluss15.11.2009
Beginn13.05.2010
Ende15.05.2010
PersonName: Cornelia Schulze 
Funktion: Wissenschaftliche Hilfskraft für Prof. Frank Liedtke 
E-Mail: cschulze at rz.uni-leipzig.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch; Englisch
SchlüsselbegriffeKognitive Linguistik (Metapherntheorie, Prototypentheorie, Konzeptualisierung); Lexikologie / Lexikographie (Wortschatz/ Lexikon, Semantik); Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen); Sprachphilosophie / Kommunikationstheorie (Sprachtheorie, Sprachbegriffe)
Klassifikation02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.02.00 Studien
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/9965

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