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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Anfangen zu schreiben. Über ein kardinales Moment im Verhältnis von Textgenese und Schreibprozess"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelAnfangen zu schreiben. Über ein kardinales Moment im Verhältnis von Textgenese und Schreibprozess
BeschreibungAnfangen zu schreiben
Über ein kardinales Moment im Verhältnis von Textgenese und Schreibprozess

Eine literaturwissenschaftliche Tagung am Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) in Bern

16.-18. November 2006


Wenn ein Text entstehen soll, so muss dafür geschrieben werden. Aber nicht immer, wenn geschrieben wird, entsteht ein Text im Sinn eines abgeschlossenen Prozesses und fertigen Produkts. Besonders interessant gestaltet sich das Spannungsverhältnis zwischen der Entstehung eines Textes und den konkreten Schreibpraktiken in der Literatur. Denn einerseits streben literarische Texte wie ehedem nach ästhetischer Geschlossenheit, andererseits ist aber ein solches Ideal in der Moderne zunehmend brüchig geworden.

Mit der Frage nach dem Schreibenanfangen und den Textanfängen fokussiert die Tagung das Verhältnis von Textgeneseund Schreibprozess auf eine spezifische Problematik: Wo oder wann beginnt das Schreiben? Wo oder wann der Text? Wie verhält sich das jeweils singuläre und praktische Schreibenanfangen zur Topik des Textanfangs? Welche Rolle spielt der sogenannte Einfall in diesem Verhältnis? Wie lassen sich Textanfänge und Schreibanfänge und ihr Verhältnis überhaupt verallgemeinern und klassifizieren?

Solche theoretischen Fragen müssen sich immer an den praktischen Aspekten orientieren: Was geschieht und was entsteht, wenn man anfängt zu schreiben? Welche materiellen, instrumentellen (schrift-)sprachlichen, (schreib-)handwerklichen, stofflichen, persönlichen, situativen usw. Voraussetzungen sind beim Schreibenanfangen gegeben? Welche spezifischen Prozeduren kommen nur beim Anfangen zum Zug und welche Umstände werden hier besonders wirksam? Zu welchem Zeitpunkt und wie kommen die Vorstellungen eines Textganzen, des Handlungsverlaufs, des Aufbaus, der Motivik, des Stils, des Endes usw. ins Spiel? Wie verhält sich das Schreibenanfangen zu sich selber, mit welchen Bildern und Szenen thematisiert es sich?


Programm

Donnerstag, 16. November 2006

Moderation: Almuth Grésillon (Paris)
14.00-14.10

Irmgard Wirtz, Leiterin Schweizerisches
Literaturarchiv (Bern)
Begrüssung

14.10-14.30
Hubert Thüring, Michael Schläfli (Bern)
Einleitung

14.30-15.15
Wolfram Groddeck (Zürich/Basel)
"Ich schreibe hier ...". Textgenese im Text bei Robert Walser

15.15-16.00
Barbara von Reibnitz (Basel)
"Komma überschreibt Punkt." Anfangen und Nicht-Aufhörenkönnen in Robert Walsers Romanerstling ,Geschwister Tanner'

16.00-16.30
Pause

16.30-17.15
Alexander Honold (Basel)
Initiationen und Initialen. Franz Kafka in seinen Oktavheften

17.15-18.00
Daniel Berner (Basel)
Inspiration - Respiration - Transpiration versus Information - Reformation - Transformation. Zwei komplementäre poietische Verfahren und ihre Kombination in Otto Nebels Neun-Runen-Fuge ,UNFEIG'

18.00-18.45
Andreas Mauz (Zürich)
Federführung. Über ein göttliches Moment des Verhältnisses von Textgenese und Schreibprozess (Bibel, Swedenborg, Nebel)

20.00
Abendessen

Freitag, 17. November 2006
Moderation: N.N.

09.30-10.15
Hubert Thüring (Bern/Basel) " ... es ist zum ersten Mal, dass ich versuche zuerst einen Plan zusammenzuleimen, bevor ich mit der Arbeit beginne ..." Der späte Anfänger Friedrich Glauser

10.15-11.00
Thomas Feitknecht (Bern)
"Um meine Geschichte zu erzählen, muss ich weit vorn anfangen." Vom ,Demian' zum ,Glasperlenspiel' Hesses Schreiben im Zirkel von Krise und Therapie

11.00-11.30
Pause

11.30-12.15
Peter Rusterholz (Bern) Der Auftrag - Der Autor als Subjekt und Objekt des Schreibprozesses 12.15-13.00

Martin Stingelin (Dortmund)
Minotaurus, Midas ... Mythische ,Anfänge' im Spätwerk von Friedrich Dürrenmatt

13.00-14.30
Mittagspause

Moderation: Almuth Grésillon (Paris)

14.30-15.15
Irmgard Wirtz (Bern)
Elias Canettis nachgelassene Papiere: Jede Aufzeichnung ein Anfang

15.15-16.00
Bernhild Boie (Paris)
Von den Anfängen des poetischen Schreibens (Georg Heym, Günter Eich, Peter Rühmkorf)

16.00-16.30
Pause

16.30-17.15
Sandro Zanetti (Basel)
Wo beginnt der Anfang? Lektüreexzerpte - erste Gedichtentwürfe bei Paul Celan

17.15-18.00
Axel Gellhaus (Aachen)
Frühe Fixierungsstadien komplexer poetischer Texte. Am Beispiel der Lyrik Paul Celans und Ernst Meisters

20.00
Abendessen

Samstag, 18. November 2006
Moderation: N.N.

09.30-10.15
Stephan Kammer (Frankfurt am Main) Zettelkasten und Druckbild. Anfänge dies- und jenseits des Schreibens

10.15-11.00
Corinna Jäger-Trees (Bern)
Otto F. Walters Manuskriptbücher und Loseblätter: Von ,Der Stumme' zu ,Zeit des Fasans'

11.00-11.30
Pause

11.30-12.15
Rudolf Probst (Bern)
,Schweben' - Anfangen. Zum Abschluss von Hans Boeschs Simon-Mittler-Romanfolge

12.15-13.00
Silvia Henke (Luzern/Basel)
Hermann Burger

13.00-13.45
Michael Schläfli (Bern)
"Der Text kommt aus der Dunkelheit ..." Christoph Geiser schreibt ,Im Freigehege'

Schlussdiskussion


Veranstalter

Die Tagung findet statt im Rahmen des SNF-Projekts Textgenese und Schreibprozess des Schweizerischen Literaturarchivs. Sie wird ebenfalls vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Verantwortlich:
Dr. Hubert Thüring, Lic. phil. Michael Schläfli
(Mitarbeitende Nationalfondsprojekt)
Dr. Corinna Jäger-Trees, Dr. Thomas Feitknecht,
Dr. Rudolf Probst (SLA)

Tagungsort:
Schweizerisches Literaturarchiv in der
Schweizerischen Landesbibliothek,
Hallwylstraße 15, CH-3005 Bern

Auskünfte:
Hubert Thüring: +41 (0)31 325 05 13
+41 (0)79 483 60 16 (nur während der Tagung)
hubert.thuering@unibas.ch
hubert.thuering@slb.admin.ch
Corinna Jäger-Trees: +41 (0)31 322 92 60
corinna.jaeger-trees@slb.admin.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Beginn16.11.2006
Ende18.11.2006
PersonName: Thüring, Hubert [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: hubert.thuering@unibas.ch 
KontaktdatenName/Institution: Schweizerisches Literaturarchiv 
Strasse/Postfach: Hallwylstrasse 15 
Postleitzahl: 3003  
Stadt: Bern 
Telefon: +41 (0)31 322 92 58 
Fax: +41 (0)31 322 84 63 
E-Mail: arch.lit@slb.admin.ch 
Internetadresse: http://www.snl.admin.ch/slb/sammlungen/literaturarchiv/index.html?lang=de 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
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