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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Codierung von Gewalt im medialen Wandel (GK 424 - Humboldt-Universität zu Berlin)"
RessourcentypGraduiertenkollegs
TitelCodierung von Gewalt im medialen Wandel (GK 424 - Humboldt-Universität zu Berlin)
Beschreibung"Codes gelten als kontingente und zugleich zwingende Regeln, die eine Darstellungs-, Wissens- und somit eine Machtdifferenz produzieren. Das Kolleg schließt an dieses Forschungsparadigma an, da der Begriff der Codierung eine historische Rekonstruktion symbolischer und repräsentativer Systeme gestattet, die diskursive Strukturen ebenso erfasst wie mediale Techniken und ästhetische Strategien. Technische, diskursive und ästhetische Codes sind kultur- und medienwissenschaftlich zu analysieren, ohne dabei auf Metaphorisierungen von Gewalt zurückzugreifen. Innerhalb eines historisch und diskursiv exakt zu bestimmenden Rahmens sind Codes des Rechts (z.B. Codierungen auf Rechtmäßigkeit/Rechtswidrigkeit) zu untersuchen, ebenso die Codes der Identifikation (z.B. Geschlechtercodes in der Anthropologie und ethnische Codes zur Bildung kultureller Differenz), epistemologisch wirksame Codes naturwissenschaftlicher Erkenntnis und die ästhetisch virulenten Codes (drucktechnisch bedingte Codierungen), Codes der Optik und Ikonographie, wie sie visuelle Strategien der bildenden Kunst strukturieren, zudem die neueren Codierungstechniken der Überwachung wie sie die Codes von Recht, Literatur, Kunst und Film prägen. Im Sinne des Kollegs gelten Medien methodisch als praktische und technische Möglichkeitsbedingungen, unter denen Codierungen von Gewalt historisch implementiert wurden und werden. In diesem Sinne erforscht das Kolleg den medialen Wandel, durch den sich eine 'Geschichte' der Medien allererst konstituiert. Der 'geschichtliche Sinn' und das 'kulturelle Gedächtnis' sind so gesehen 'Effekte' eines Archivs, dessen Grundoperationen sich mit den medialen Innovationen der Moderne ständig wandeln sollten. Die technischen Medien des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglichten neue Formen der Information: ihrer Übertragung, Speicherung und Verarbeitung mit Auswirkungen auf die Codierung des 'Realen' und 'Imaginären'."
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www2.hu-berlin.de/gewalt/
PersonName: Wagner, Elisabeth [Dr.] 
Funktion: Koordinatorin 
E-Mail: gewalt@hu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Graduiertenkolleg "Codierung von Gewalt" an der Humboldt-Universität zu Berlin 
Strasse/Postfach: Schützenstr. 21 
Postleitzahl: 10099 
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30 20939-777 
Fax: +49 (0)30 20939-607 
E-Mail: gewalt@hu-berlin.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch; Englisch
SchlüsselbegriffeSprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Genderforschung; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
Ediert von  UB-Frankfurt
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