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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Das Verhältnis von Theorie, Empirie und Methode in der Interkulturellen Linguistik"
RessourcentypCall for Papers
TitelDas Verhältnis von Theorie, Empirie und Methode in der Interkulturellen Linguistik
BeschreibungTagungsexposé
IFNIG-Tagung 2010
(www.germanistik.uni-pannon.hu/kompetenzzentrum)

Das Verhältnis von Theorie, Empirie und Methode
in der Interkulturellen Linguistik

‚Interkulturell‘ und ‚Interkulturalität‘ gelten heute als Modeworte, die auch die Linguistik nicht unberührt ließen. Das bedeutete jedoch keineswegs, dass dadurch in jedem Fall auch etwas Neues an Gegenstandsfindung, Methode oder Theorie entstand, sondern, dass sich bestimmte traditionelle linguistische Teilbereiche (wie z.B. die Kontrastive Linguistik) eines Tages damit konfrontiert sahen, dass sie gleichsam ‚Interkulturelle Linguistik‘ (IL) betreiben.

Die Unsicherheiten in der Frage, was nun IL will, was sie erforscht, lassen darauf schließen, dass das Verhältnis von Theorie, Empirie und Methode in der IL weitgehend ungeklärt ist. Für jede Wissenschaft, so auch für die Linguistik ist jedoch die Beantwortung der Frage unumgänglich, welches Verhältnis innerhalb dieser Triade besteht. Zudem lässt sich die Reife einer Wissenschaft wohl daran ablesen, inwieweit sie das Wechselverhältnis von Theorie, Empirie und Methode bewusst reflektiert. Während die bewusste Reflexion dieses Verhältnisses für die Naturwissenschaften eine Selbstverständlichkeit ist, ist sie für bestimmte Bereiche der Geisteswissenschaften, so auch für manche Teildisziplinen der Linguistik, eben noch keine. Es erscheint uns deshalb sinnvoll, auch die IL einer solchen ‚Reifeprüfung‘ zu unterziehen, unabhängig davon, ob man sie als eine Teildisziplin, einen Forschungsbereich oder gar als ein Paradigma der Linguistik ansieht.

Eine Lesart der IL, die sie als ein Ensemble von Forschungskonzepten und -orientierungen versteht, die wiederum nicht bloße Unterschiede zwischen (zwei) Sprachen thematisiert, sondern das Besondere in interkulturellen Kontexten (mit mindestens zwei Sprachen) untersucht; d.h., das, was weder in der einen noch in der anderen Sprachkultur alleine existiert, sondern nur durch eine Interaktion zweier oder mehrerer Sprach- bzw. Kommunikationskulturen entsteht, könnte in der heute herrschenden großen Definitionsvielfalt Klarheit schaffen. Darüber hinaus zwingt dieses Verständnis von IL auch zum Nachdenken darüber, an welchem Gegenstand, welcher Methode und welcher Theorie, die aus diesen beiden resultiert, spezifisch interkulturelle und nicht bloß zwischenkulturelle Sprachkonstellationen untersucht werden können.

Wir möchten alle Interessenten zu einer gemeinsamen Diskussion einladen und erwarten Vorträge, die sich folgenden Themen widmen:

– Lesarten der Interkulturalität in der zeitgenössischen Linguistik
– Interkulturalität in der Sprache: empirische Fallbeispiele für interkulturelle Sprachprodukte
– Interkulturalität in der Methode linguistischer Zugänge an verschiedene Forschungsgegenstände.

Organisatorisches

Beginn der Tagung: Freitag, d. 19. Februar 2010, 9 Uhr
Ende der Tagung: Samstag, d. 20. Februar 2010, 18 Uhr

Anmeldung: Wir bitten Sie um Zusendung Ihres Abstracts mit Arbeitstitel (Maximalumfang: 30 Zeilen) spätestens bis zum 1. September 2009 an folgende Adresse: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu. Bitte geben Sie im Abstract auch Ihren Namen (Name, Vorname), Ihre Universität, Ihr Institut (evtl. Lehrstuhl), Ihre Dienststellung, Postanschrift und E-Mail-Adresse an. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung bis zum 30. September 2009.

Vortragsdauer: Für die Referate, außer für die Plenarvorträge, ist eine Redezeit von 30 Minuten mit jeweils 10 Minuten Diskussion vorgesehen.

Tagungsgebühren: Es werden keine Tagungsgebühren erhoben, es entstehen nur die Reise- und Übernachtungskosten.

Publikation: Die schriftlichen Fassungen von Tagungsbeiträgen werden begutachtet. Beiträge mit positivem Gutachten sollen in der Schriftenreihe Beiträge zur Interkulturellen Germanistik veröffentlicht werden.



Veranstaltungsort:
Pannonische Universität Veszprém
Germanistisches Institut
Füredi u. 2, Pf. 158, H-8201 Veszprém, Ungarn

Veranstalter: Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. Csaba Földes
E-Mail-Adresse: foldes@btk.uni-pannon.hu

Ansprechpartner: Herr Attila Németh
E-Mail-Adresse: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu

Ansprechpartnerin: Frau Bianka Burka
E-Mail-Adresse: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.germanistik.uni-pannon.hu/kompetenzzentrum/Tagungsexpose.pd...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortVeszprém
Bewerbungsschluss01.09.2009
Anmeldeschluss01.09.2009
Beginn19.02.2010
Ende20.02.2010
PersonName: Földes, Csaba [Prof. Dr. Dr.] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: foldes@btk.uni-pannon.hu 
Name: Németh, Attila 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu 
Name: Burka, Bianka 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu 
KontaktdatenName/Institution: Germanistisches Institut der Pannonischen Universität Veszprém 
Strasse/Postfach: Füredi u. 2/Pf. 158 
Postleitzahl: H-8201 
Stadt: Veszprém 
Telefon:  (+36 88) 624 791/ (+36 88) 624 792 
Fax: (+36 88) 624 791 
E-Mail: kompetenzzentrum@btk.uni-pannon.hu 
Internetadresse: http://www.germanistik.uni-pannon.hu/ 
LandUngarn
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKontaktlinguistik (Sprachkontakt, Interferenzforschung, Interkulturelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit); Methodologie / Wissenschaftsgeschichte; Soziolinguistik (Varietätenlinguistik, div. Lekte, Register, Code); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen)
Ediert von  H-Germanistik
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