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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Projekt Wertewelten - Szene und Tribunal: Orte der "Wertschöpfung"?"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelProjekt Wertewelten - Szene und Tribunal: Orte der "Wertschöpfung"?
BeschreibungInternationaler Austausch über Wertesysteme

Vorträge von Marlene Streeruwitz und Seyran Ateş im Rahmen des Projekts "Wertewelten"

Vom 10. - 14. Juli treffen sich in Tübingen im Anschluss an den gelungenen Auftakt des Projekts „Wertewelten“ im vergangenen Herbst erneut Philologen, Künstler und Juristen aus verschiedensten Ländern. Das Thema der internationalen Diskussionsrunde ist diesmal "Szene und Tribunal" als zwei Orte, an denen immer schon – spätestens aber seit Schiller – Werte verhandelt und vermittelt wurden.
Hiermit möchten wir Sie herzlich zu den beiden öffentlichen Veranstaltungen der Tagung einladen:
Am Freitag, 10. Juli, wird die Anwältin und Autorin Seyran Ateş über „Wertekonflikte in der multikulturellen Gesellschaft – Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Zerreißprobe“ sprechen.
Am Samstag, 11. Juli, stellt die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin Marlene Streeruwitz ihre Überlegungen zum Thema „Bei uns hat der größte Wert den kleinsten Preis“ vor.
Beide Vorträge finden in Tübingen im Kupferbau, Hörsaal 21, ab 20 Uhr statt.

Szene und Tribunal: Orte der „Wertschöpfung“?
Das 2. Forum des Projekts „Wertewelten“ will den mentalen Topographien dieser zwei Spielorte und Institutionen nachgehen: insbesondere den Momenten des Umschlags, Momente, in denen die Szene zum Tribunal oder das Tribunal zur Szene wird und nicht nur ideelle Werte kommuniziert, sondern auch Emotionen freigesetzt werden.
Denn bei genauer gemeinsamer Betrachtung stehen beide Orte, wenn auch nicht in unmittelbarer, so doch in indirekter Verbindung zueinander. Im Gefüge der sozialen Wirklichkeit, in die immer auch die Vorstellungswelt von moralischen Standards einmündet, regulieren und reflektieren beide Institutionen/ Einrichtungen, Gericht und Bühne, durch das Medium der Sprache den Übergang von Moralempfindungen zu gesetzten Werten, von Emotionen zu Argumentationen.
An den Einzelfällen und ihrer sprachlichen Ausformung vor Gericht und in der Literatur möchten wir die beiden gegensätzlichen Positionen, einer Zweckmäßigkeit der Verfahrenbindung der Rechtssprechung und eines ästhetisch-zweckfreien Sprechens der Literatur, diskutieren und relativieren.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den verschiedensten Ländern und Wissenskulturen sind die Anwältin Seyran Ateş, der Philologe Anil Bhatti, der Regisseur Gerd Heinz, der Komparatist Chetana Nagavajara, der Autor Moritz Rinke und die Autorin Marlene Streeruwitz.

PROGRAMM

Freitag, 10. Juli 2009

bis Abends Anreise
19:00 Uhr Begrüßung

20:00 Uhr
Öffentlicher Vortrag
Seyran Ateş (Berlin)
Kupferbau HS 21
„Wertekonflikte in der multikulturellen Gesellschaft – Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Zerreißprobe“

22:00 Uhr
Abendessen


Samstag, 11. Juli 2009

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: Prämissen
Hölderlinturm

09:30 Uhr Jürgen Wertheimer (Tübingen): Inszenierte Wahrheit, oder: Die Gerechtigkeit als Illusion

10:15 Uhr
Chetana Nagavajara (Nakorn Pathom, Thailand): Die Schaubühne als moralische Anstalt oder das Scheitern des Tribunals

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr
Carlotta von Maltzan (Stellenbosch, Südafrika): Begebenheit und Zeugenaussage: Überlegungen zum narrativen Prozess

13:00 Uhr
Mittagessen

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: Systeme
Hölderlinturm

14:30 Uhr
Anil Bhatti (Neu Delhi, Indien): Rechtssysteme, Wertsystem und Konfliktzonen im postkolonialen Indien

15:15 Uhr
Heinz-Dieter Assmann (Tübingen): Die Tribunalisierung des Weltverständnisses: zur rechtlich vermittelten Konstruktion von Weltwissen und Weltvorstellung

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Roger Greatrex (Lund, Schweden): Trials and Justice in Eighteenth Century China: the Imperial Household Tribunal

16:30 Uhr
Roger Greatrex (Lund, Schweden): Trials and Justice in Eighteenth Century China: the Imperial Household Tribunal

20:00 Uhr
Öffentlicher Vortrag
Marlene Streeruwitz (Wien)
Kupferbau HS 21
„Bei uns hat der größte Wert den kleinsten Preis“

22:00 Uhr
Abendessen


Sonntag, 12. Juli 2009

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: Methoden der Gerechtigkeit
Hölderlinturm

09:30 Uhr
Amadou Ba & Mamadou Diop (Dakar, Senegal): Tribunal am Scheidepunkt zwischen altem und modernem Afrika am Beispiel des Werkes le process du Pilon (1948) von Ousman Goundiam

10:15 Uhr
Elmar, Weitekamp & Hans-Jürgen Kerner (Tübingen): Truth and Reconciliation Commissions as a Form of Transitional Justice: The Example of South Africa

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr
Fortsetzung des Vortrags von Elmar, Weitekamp & Hans-Jürgen Kerner

13:00 Uhr
Mittagessen

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: Theatralisierung
Hölderlinturm

14:30 Uhr
Mun-Yeong Ahn (Daejeon, Südkorea) : Die Klage und Anklage einer geprügelten Frau

15:15 Uhr
Kittisak Prokati (Bangkok, Thailand): Perspektiven auf Bühnen der Gerechtigkeit in Thailand

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Gerd Heinz (Freiburg): Der Umschlag von Bühne (Szene) in Tribunal in Kleists „Zerbrochenem Krug“ - die Umkehrung von Tribunal in Bühne in Büchners „Dantons Tod“

17:15 Uhr
Gespräch - Moritz Rinke und Jürgen Wertheimer: Das Theater als Verhandlungsraum?


Montag, 13. Juli 2009

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: „Gerechtigkeit“ als Medienereignis
Hölderlinturm

09:30 Uhr
Özkan Ezli (Konstanz): Religion zwischen Inszenierung und Problematisierung im deutsch- türkischen Film

10:15 Uhr
Teruaki Takahashi (Tokio, Japan): Wiederherstellung der Gerechtigkeit: Fantastische Wunschbilder in den japanischen Fernsehserien „Mito- komon“, „Der wilde Shogun“ und „Der zuverlässige Auftragsmörder“

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr
Ihmku Kim (Seoul, Südkorea): Ein NS-Prozeß als Prüfstein aufklärerischer Werte zu Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“

13:00 Uhr
Mittagessen

Impulsreferate und Diskussion mit dem Schwerpunkt: Ästhetiken des Widerstands
Hölderlinturm

14:30 Uhr
Anne Lorenz (Tübingen) & Alexander Baur (Tübingen): Auf Abweichungskurs: Prozesse in der Literatur und im Recht

15.15 Uhr
Mohamed Benmoussa (Rabat, Marroko): Die politische Szene als Welttheater

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Arata Takeda (Tübingen): Ansichten eines Dilemmas. Zum Wert des Lebens vor Gericht

18:00 Uhr
Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Chetana Nagavajara
Hölderlinturm, Bursagasse 6

20:00 Uhr
Öffentlicher Vortrag
Jürgen Wertheimer, Arata Takeda: Recht, Unrecht, Terror in Schillers „Die Räuber“
Kupferbau, HS 21



Dienstag, 14. Juli 2009

10:00 Uhr
Gemeinsames Frühstück
Zusammenfassung und Ausblick





Weitere Informationen im Internet:
http://www.wertewelten.net


Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Deutsches Seminar
Wilhelmstraße 50, 72074 Tübingen
Tel.: (0 70 71) 29 - 7 29 07
E-Mail: juergen.wertheimer@uni-tuebingen.de, info@wertewelten.net

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.wertewelten.net/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTübingen
Beginn10.07.2009
Ende14.07.2009
PersonName: Wertheimer, Jürgen [Prof. Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: juergen.wertheimer@uni-tuebingen.de 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Internationale Literaturen, Deutsches Seminar, Eberhard Karls Universität Tübingen 
Strasse/Postfach: Wilhelmstraße 50 
Postleitzahl: 72074  
Stadt: Tübingen 
Telefon: (0 70 71) 29 - 7 29 07 
Fax: (0 70 71) 29 - 50 99 
Internetadresse: http://www.germ.uni-tuebingen.de/abteilungen/komparatistik/index.html 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGenderforschung; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literarische Wertung/Literaturkritik
Zusätzliches SuchwortWerte, Wertekonflikt, Dialog, Kulturen, Szene, Theater, Recht, Gerechtigkeit, Emotionen
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.04.00 Weltliteratur; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.08.00 Gattungen und Formen; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.08.00 Gattungen und Formen > 18.08.02 Drama. Theater; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.08.00 Gattungen und Formen > 19.08.02 Drama. Theater; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.10.00 Bundesrepublik Deutschland; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.10.00 Bundesrepublik Deutschland > 19.10.03 Geistes- und Kulturgeschichte; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/9540

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