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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kategorien des Wissens. Die Sammlung als epistemisches Objekt"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelKategorien des Wissens. Die Sammlung als epistemisches Objekt
BeschreibungKategorien des Wissens. Die Sammlung als epistemisches Objekt

Tagung, Zürich, 28.-29.5.2009


Veranstaltungsort:
Semper-Aula
ETH Zürich, Hauptgebäude, HG G 60
Rämistrasse 101, 8092 Zürich

Organisiert vom Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich, dem Collegium Helveticum und dem Innovationszentrum Wissensforschung der Technischen Universität Berlin.

Kontakt: david.fischer@arch.ethz.ch


Kategorien und Codices der Wissenschaften, die bis heute das Grundgerüst der Polytechnischen Schulen bilden, sind weitgehend
Festlegungen der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die deutschsprachigen Schulgründungen (Karlsruhe, Berlin, Zürich) orientierten sich an den
französischen Vorbildern und wiesen Übereinstimmungen mit Blick auf Methoden und «Fächer» auf. Zum Ende des 19. Jahrhunderts
differenzierten sich zwar die Felder; die heute bestehenden Fakultäten, Institute und Studiengänge repräsentieren aber noch immer
Ursprung und «wissenschaftliche Ontologie». Eine Wurzel dieser ersten systematischen Kategorienbildung liegt
im Sammeln als Praxis des Wissens institutionalisiert in den unterschiedlichen Sammlungen der Polytechnischen Schulen.
Das 20. Jahrhundert hat auch in der Schweiz den Kategorisierungseifer der Schul-Gründungszeiten wissenschaftlich kritisch revidiert: Die
Sammlungen wurden
als «antiquarisches Relikt» und bestenfalls museal wichtige Inszenierung gesehen, während ihre wissenschafts- und
wissensgeschichtliche Dimension weitgehend unbeachtet blieb. Erst im frühen 21. Jahrhundert hat die Forschung zu wissensgeschichtlichen
Grundlagen nicht nur die Bestände naturhistorischer Museen neu bewertet; auch begannen Universitäten und Technische
Hochschulen in verschiedenen Ländern Europas, die Geschichte ihrer Sammlungsbestände aufzuarbeiten.
Vor diesem Hintergrund fragt die Tagung nach dem Phänomen des Sammelns, seiner Bedeutung für die Fächer der polytechnischen
Wissenschaften und über diese hinaus. Sammeln als Wissen und Kategorisierung soll theoretisch hinterfragt und vor dem Hintergrund
aktueller Debatten neu bestimmt werden. Die Tagung bildet damit auch den Rahmen, um die vielfältigen Bestände der ETH Zürich aus
sammlungsgeschichtlicher Perspektive in den Blick zu nehmen und in ihren wissensgeschichtlichen Kontext zu stellen.




Donnerstag, 28.5.2009
Kategorien des Wissens

12.30–12.45 Uhr
Die Sammlung als Archiv paradigmatischer Fälle
Prof. Dr. Uta Hassler (ETH Zürich)

12.45–13.15 Uhr
Sammeln – Wissen – Kategorisierung
Prof. Dr. Günter Abel (TU Berlin)

13.30–14.00 Uhr
Sammeln und Experimentieren
Prof. Dr. Friedrich Steinle (Bergische Universität Wuppertal)

14.15–15.00 Uhr: Kaffeepause

15.00–15.30 Uhr
Phänomenologie des Sammelns
Prof. Dr. Justin Stagl (Universität Salzburg)

15.45–16.15 Uhr
Klassifizierung als «opération secondaire»
Der Beginn der Theoriebildung in der Denkmalinventarisation
PD Dr. Matthias Noell (ETH Zürich)

16.30–17.00 Uhr: Kaffeepause

17.00–17.30 Uhr
Büchersammlungen – Die Bibliothek
Prof. Dr. Werner Oechslin (ETHZ)


Freitag, 29.5.2009
Interpretation – Konstruktion – Projektion

9.00–9.30 Uhr
Die Technischen Hochschulen und die Konstruktion des Ingenieurs in Deutschland
Prof. Dr. Wolfgang König (TU Berlin)

9.45–10.15 Uhr
Interpretationen und Um-Interpretationen naturhistorischer Objekte
(«Die gesunde Schweizerkuh»)
Prof. Dr. Hans-Konrad Schmutz (Universität Zürich)

10.30–11.00 Uhr: Kaffeepause
Kategorienbildung der Wissenschaften

11.00–11.30 Uhr
Die Bedeutung von universitären Sammlungen
bei der Herausbildung wissenschaftlicher Disziplinen
Dr. Cornelia Weber (HU Berlin)

11.45–12.15 Uhr
Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Jochen Brüning (HU Berlin)

12.30–14.00 Uhr: Mittagspause

14.00–14.15 Uhr
Die Mineraliensammlung der Ecole des Mines
Dr. Lydie Touret (ENSMP Paris)

14.30–14.45 Uhr
VIAMUS – Die virtuelle Antikensammlung der Universität Göttingen
Dr. Daniel Graepler (Universität Göttingen)
Die polytechnische Tradition

15.00–16.30 Uhr
Kurzvorträge und Podiumsdiskussion
Teilnehmer: Prof. Dr. Matthias Baltisberger (Herbarium der ETH Zürich), PD Dr. Thomas Driesner
(Geologische Sammlungen der ETH Zürich), PD Dr. Elena Mango (Archäologische Sammlungen der
Universität Zürich), Bruno Maurer lic. phil. (gta-Archiv ETH Zürich), Dr. Rudolf Mumenthaler
(Spezialsammlungen der ETH Zürich), Paul Tanner lic. phil. (Graphische Sammlung der ETH Zürich)

16.30–17.00 Uhr: Kaffeepause
Die Zukunft des Sammelns und Wissens

17.00–17.20 Uhr
Treasure or trash - how universities view their biological collections
Prof. Dr. Peter J. Edwards (ETH Zürich)

17.30–17.50 Uhr
biobank-suisse: ein Netzwerk von humanen Biobanken
Dr. Daniel Simeon-Dubach (Stiftung biobank-suisse, Bern)

18.00–18.20 Uhr
Virtuelle epistemische Dinge
Prof. Dr. Gerd Folkers (Collegium Helveticum Zürich)

18.30–19.00 Uhr
Archivierung von Primärdaten?
Abschlussdiskussion

anschliessend: Apéro

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortZürich
Beginn28.05.2009
Ende29.05.2009
PersonName: David Fischer 
Funktion: kontakt 
E-Mail: david.fischer@arch.ethz.ch 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeBuchwissenschaft (Bibliotheks-, Verlagsgeschichte); Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/8972

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