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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IKKM Lectures 2009"
RessourcentypVortragsreihen
TitelIKKM Lectures 2009
BeschreibungIKKM Lectures 2009

In den IKKM Lectures stellen die Fellows des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie der Bauhaus-Universität Weimar Teile aus den Projekten vor, die sie während ihres Aufenthaltes am IKKM in Weimar bearbeiten. Die Vorträge sind öffentlich. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Vorträge finden im Salon des Sitzes des IKKM im ehemaligen Palais Dürckheim in der Cranachstraße 47 in 99423 Weimar statt. Die Vorträge beginnen um 19 Uhr. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website http://www.ikkm-weimar.de. Fragen beantwortet Laura Frahm, laura.frahm@uni-weimar.de.

http://ikkm-weimar.de/frontend/index.php?ek=9&page_id=73&dly=3&tss=

Programm

06. Mai 2009 – Bernhard Siegert (Weimar)
Peiron und Apeiron. Das Schiff als objet ambigu

13. Mai 2009 – Richard Dyer (London)
The Wind in Fellini

20. Mai 2009 – Manfred Schneider (Bochum)
Das paranoische Ding
Der Vortrag thematisiert einen Seitenaspekt meiner Forschungen zum Attentat und zur Paranoia. Das paranoische Ding ist eher ein Unding im Sinne Vilém Flussers. Es ist unsichtbar. Aber der Paranoiker bemerkt immer eine Art von Flimmern an diesem Ding. Flimmern können für das Paranoiker-Auge Sonnen, Bilder, Texte, Blicke. Beispiele, die für dieses Flimmern des paranoischen Dings stehen, bieten u. a. Samuel Morse, Ludwig II., Friedrich Nietzsche, Daniel Paul Schreber sowie Dokumentarfilme zum 22. November 1963 und zum 11. September 2001.

27. Mai 2009 – Lorenz Engell (Weimar)
Rosebud. Das berühmteste Objekt des Films
Der Schlitten mit dem seltsamen Namen »Rosebud«, zentraler und doch entrinnender Gegenstand in Orson Welles’ Citizen Kane (1941), ist das vermutlich am besten erforschte kinematographische Objekt überhaupt. Dabei sind vor allem allerlei metaphorische und symbolische Lesarten abgetragen worden: »Rosebud« steht für die verlorene Kindheit, die unmögliche Identität, die vergebliche Suche. Gerade weil alle diese Deutungen bereits reichlich abgetragen sind, soll »Rosebud« hier noch einmal ganz anders betrachtet werden, und zwar als Objekt des Films; und das unter zwei Gesichtspunkten. Erstens geht es um das Auftauchen des Gegenstands als Komplikation im filmischen Raum, und zwar genauer als Selbstbeobachtung. Und zweitens geht es um »Rosebud« als das, was in der Terminologie Charles Sanders Peirces das »Dynamische Objekt“ ist: ein Objekt, das, wie konstruiert auch immer, nur erschließbar ist, wenn es als vorgängig und ursächlich gesetzt wird. Eine Abschlußüberlegung wird sich dann mit dem Ruhm »Rosebuds« befassen.

03. Juni 2009 – Joachim Krausse (Dessau)
Das Auge des Architekten
Die Amerika-Bilder von den Architekten Knut Lönberg-Holm und Erich Mendelsohn entwerfen nicht nur ein spezifisches Amerikabild, das das Land so nicht von sich hat, sondern sie transformieren auch das Verhältnis von Fotografie und Architektur.

10. Juni 2009 – Frank Kessler (Utrecht)
Die Materialität der Technologie im kinematographischen Dispositiv
In der Dispositiv- oder Apparatustheorie, deren Grundlage der französische Theoretiker Jean-Louis Baudry in den 1970er Jahren in zwei Aufsätzen dargestellt hat, wird die Kinoerfahrung im Spannungsfeld zwischen Zuschauer, Technologie und Text angesiedelt. Der Vortrag wird sich mit dem Pol der Technologie auseinendersetzen und deren Rolle im Dispositiv analysieren und vor allem deren Materialität – oder »Dinglichkeit« – zu fassen suchen.

17. Juni 2009 – Josef Früchtl (Amsterdam)
Ein Kampf mit sich selbst. Kino als Affekt-Technologie des Subjekts
Vor dem Hintergrund des viel diskutierten Zusammenhangs von Medien und Gewalt begreife ich das Kino als einen Schauplatz für den Kampf des modernen Ich mit sich selbst. Hegels Darstellung der Subjektkonstitutiton gibt dazu den philosophischen und modernitätstheoretischen Ausgangspunkt vor. ›Bewegung‹ ist das große tertium comparationis, der Film die der modernen Subjektivität angemessene Technologie, die primär im Dienst des Sehens steht, den akustischen und haptischen Sinn aber ebenso einschließt.

24. Juni 2009 – Almira Ousmanova (Vilnius)
Love and Idea in Soviet Cinema of the 1960s
The seeming eternal fictional love stories always represent historically grounded discourses of love and articulate various social and cultural contradictions, concerning issues of intimacy and sexuality, through peculiar aesthetic forms. The topic of love in the world’s classics has always been surrounded by the aura of transgression, but what is being transgressed is current legal, social, religious, and cultural norms and power relationships (including gender and class constraints). For Soviet culture ‘love’ has been a particularly vulnerable social issue, because it was charged with the possibility of transgressing into the private life, which might have caused the dropping out of the collectivist project of social reconstruction; love was considered to be a class-based feeling, that should be controlled by the state and submitted to the political duty; and since love and sex were almost entirely separated from each other in the public discourse it was incredibly difficult to find proper words to speak of this. Not surprisingly then, that Soviet cinema tells us very unusual ‘love stories”, encoding the cultural constraints in very peculiar visual narratives.
In my presentation, dedicated to representation of love and sexuality in Soviet cinema of the 1960s, I am going to discuss a set of interrelated questions: what is peculiar about the concept of Love inherent to the communist ideals of social order; how the conflict between the utopian ideologemes of Soviet power and the private life of individuals was articulated in the Thaw cinema, which was deeply saturated with the ‘utopian impulse’ and yet repudiated the incorporeal nobleness of Idea; how the ‘unspeakable’ senses, the "structures of feelings" were rendered in visual form and how Soviet cinema of the 1960s participated in the process of ‘l’éducation sentimentale’ of its audience. For a ‘close reading’ I will be using mostly films produced between 1956 and 1967, which explicitly dealt with the reinterpretation of the history of Revolution and Civil War. I hope also to discuss some conceptual and methodological issues concerning cinema as a source for the history of emotions.

01. Juli 2009 – Georges Didi-Huberman (Paris)
Pasolini: À la recherche des peuples perdus
On s'interrogera sur la nature tout à la fois poétique, politique et anthropologique du projet de Pasolini. A travers la question, déjà convoquée dans une première conférence, de la représentation des peuples, nous analyserons les liens que le cinéma de Pasolini entretient avec une anthropologie de type warburgien, à travers sa proximité avec les travaux du grand ethnologue italien Ernesto De Martino.

08. Juli 2009 – Wolfgang Beilenhoff (Bochum)
Bett und Sofa: Möblierte Verhältnisse
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://ikkm-weimar.de/frontend/index.php?ek=9&page_id=73&dly=3&tss=
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWeimar
Beginn06.05.2009
Ende08.07.2009
PersonName: Frahm, Laura  
Funktion: wiss. Mitarbeiterin 
E-Mail: laura.frahm@uni-weimar.de 
KontaktdatenName/Institution: Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie Weimar 
Strasse/Postfach: Cranachstraße 47 
Postleitzahl: 99423 
Stadt: Weimar 
Telefon: 03643 – 58 40 00 
Fax: 03643 – 58 40 01 
E-Mail: laura.frahm@uni-weimar.de 
Internetadresse: http://www.ikkm-weimar.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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