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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Den Körper im Blick. Grenzgänge zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDen Körper im Blick. Grenzgänge zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft
BeschreibungDen Körper im Blick. Grenzgänge zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft

19./20. Oktober 2006

Robert-Schumann-Saal, Stiftung museum kunst palast, Düsseldorf

Leitung: Prof. Beat Wyss in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an unter http://www.quadriennale-duesseldorf.de/index.php?f_categoryId=256&id_1=0&id_2=4&p=1&id_1=0&id_2=2&p=1&art=1043&id_1=0&id_2=3&p=1

In diesem Jahr richtet die Stadt Düsseldorf erstmalig eine Quadriennale aus, bei der die großen Düsseldorfer Kunstmuseen ein umfangreiches Ausstellungsangebot zum Thema Körper präsentieren. Der Körper: gebunden ans Biologische, verletzlich und vergänglich, Medium von Rausch und Lust und nicht zuletzt Kreuzungspunkt der unterschiedlichen diskursiven Deutungs- und Inszenierungsstrategien. Die künstlerische Verarbeitung der Körperthematik verbindet die vielfältigen Museums- und Ausstellungsprojekte, u.a. zu Caravaggio, Francis Bacon, Bruce Nauman, Juan Munoz, Teresa Margolles, Berlinde De Bruyckere, Martin Honert und Bruno Goller. Zum offiziellen Veranstaltungsprogramm der Quadriennale 06 gehört das Symposium „Den Körper im Blick. Grenzgänge zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft“, das sich als wissenschaftlicher Beitrag zu den Ausstellungen versteht.

Das Symposium geht von der These aus, dass der Körper immer dann zum Thema wird, wenn kulturelle Kontexte zur Disposition stehen. Wenn alles fraglich wird, scheint eine Gewissheit bestehen zu bleiben, die uns alle verbindet: dass wir einen Körper haben. Doch von welchem Körper, von welcher und wessen Körperlichkeit kann in diesem Zusammenhang überhaupt die Rede sein? Welche kulturellen Handlungen vollziehen wir eigentlich, wenn wir den Körper in den Blick nehmen, zur Sprache bringen oder ins Bild rücken? Und welche Bedeutung ist den vielfältigen Bildtechniken beizumessen, derer wir uns dabei bedienen, ohne dass wir immer wüssten, was wir tun?

Ein besonderes Augenmerk richtet das Symposium auf die Frage, ob nicht gerade Bildhaftes für das Wissen über den menschlichen Körper prägend ist. Am Beispiel von Abdrücken, Skulpturen, Gemälden, Druckgrafiken, Fotografien und Filmen, aber auch von Rüstungen und Biomaterial wird dargelegt, inwiefern wir uns immer wieder aufs Neue Bilder vom Körper machen. Dabei wird dem Spannungsverhältnis zwischen Körperbildern und Bildkörpern ebenso Rechnung getragen wie dem Umstand, dass Bildhaushalt und Körperwahrnehmung ihrerseits historischen und kulturspezifischen Variationen unterliegen: in den Künsten, den Wissenschaften, der Alltagskultur.

Kunst- und Kulturwissenschaftler, Philosophen und Medientheoretiker sind dazu eingeladen, das vielschichtige und mannigfaltige Phänomen Körper aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Die Grenzgänge zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft, auf die sie sich dabei begeben, werden vom umfangreichen Ausstellungsprogramm der Düsseldorfer Museen zur Quadriennale 06 umrahmt.


Programm

Donnerstag, 19. Oktober 2006
19:00 Uhr
Begrüßung
Joachim Erwin, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf

19:15 Uhr
Verkörperungen der Nacht: Nyx und ihre kulturellen Nachbilder
Prof. Dr. Elisabeth Bronfen, Professorin am Englischen Seminar, Universität Zürich

20:15 Uhr
Abendempfang


Freitag, 20. Oktober 2006

9:30 Uhr
Begrüßung
Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf

9:45 Uhr
Einführung
Prof. Dr. Beat Wyss, Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie, Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe

10:00 Uhr
Der Schatten der Gesten
Prof. Dr. Georges Didi-Huberman, Philosoph und Kunsthistoriker, L´ École des hautes études en sciences sociales (EHESS), Paris
[Beitrag in englischer Sprache]

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:15 Uhr
Politische Ungestalt
Prof. Dr. Joseph Vogl, Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Rüstung als Körperbild und Bildkörper
Prof. Dr. Andreas Beyer, Professor für Kunstgeschichte, Universität Basel

12:45 Uhr
Mittagspause

14:00 Uhr
Koloniale Körper/postkoloniale Blicke
Prof. Dr. Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Professorin für Kunstgeschichte, Universität Trier
Die Science Fiction und ihre Kinder – Bilder vom neuen Menschen
Stefan Iglhaut, Kurator/Kulturmanager, Iglhaut+Partner, Berlin

15:30 Uhr
Kaffeepause

16:00 Uhr
Der unsterbliche Körper – Kino und Todesangst
Prof. Dr. Gertrud Koch, Professorin für Filmwissenschaft, Freie Universität, Berlin

Körper der Zukunft. Vom Vor- und Nachleben der Bilder
Prof. Dr. Thomas Macho, Direktor des Instituts für Kultur- und Kunstwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

17:30 Uhr
Pause

18:00 Uhr
Biotechnologische Kunstkörper – ein Laborbericht zur Ästhetik organischer Konstruktion
Jens Hauser, freier Kurator/Autor, Paris

Ceci est mon corps… ceci est mon logiciel/
Das ist mein Leib… das ist meine Software
Orlan, Künstlerin, Paris
[Beitrag in französischer Sprache mit Übersetzung]

Im Anschluss an den Vortrag schenkt der Kunstverein A 3 art aus Paris dem museum kunst palast ein Werk von Orlan.


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.quadriennale-duesseldorf.de/index.php?f_categoryId=256&id_1...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortDüsseldorf
Beginn19.10.2006
Ende20.10.2006
PersonName: Wyss, Beat [Prof. Dr.] 
Funktion: Leitung 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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