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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Nach-Wende-Narrationen –Das wiedervereinigte Deutschland im Spiegel von Literatur und Film"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelNach-Wende-Narrationen –Das wiedervereinigte Deutschland im Spiegel von Literatur und Film
BeschreibungKonferenz
Nach-Wende-Narrationen –Das wiedervereinigte Deutschland im Spiegel von Literatur und Film

15.-16. Mai 2009

Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 28199 Bremen


Der Mauerfall am 9. November 1989 markiert eine weltpolitische Zäsur in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und hat in Deutschland als nationales Thema neben ‚1945‘ Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden. In den narrativen Medien Literatur und Film wird seitdem versucht, die Ursachen und die Wirkungen dieses Ereignisses kognitiv und emotional zu ergründen und zu verarbeiten.
Die Zeit nach der Wende ist literatur- und filmwissenschaftlich bisher nicht systematisch erschlossen worden. Die Frage nach den Themen,die sich als zentral für die Nach-Wende-Zeit erwiesen haben, sowie die Frage nach den narrativen und medialen Spezifika sind bis heute ungeklärt. Das thematische Feld reicht von ideologischer oder existenzieller Verlusterfahrung und damit verbundener Erinnerung, dem Problemkomplex ost-, west- oder gesamtdeutscher
Identität, über sozial-politische Kritik bis hin zu Versuchen, den Mauerfall als Gründungsmythos im nationalen Bewusstsein zu etablieren oder zu dekonstruieren. Neben diesem inhaltlichen Umgang mit dem Topos ‚1989 und die Folgen‘ sind solche Rekonstruktionen und die Möglichkeiten ihrer Rezeption
immer auch durch ihre narrativen und medialen Spezifika bestimmt und auch begrenzt.
Die Tagung möchte einen Beitrag zur Analyse der narrativen Verarbeitung historischer Prozesse am Beispiel der Nach-Wende-Zeit des wiedervereinigten Deutschlands leisten. Der Schwerpunkt liegt dabei explizit auf deutschsprachiger Literatur und Filmen, die den Fokus auf die Zeit nach der Wende richten: Was sind die Themen der Nach-Wende-Zeit und wie werden diese literarisch und filmisch inszeniert?

Programm

Freitag, 15. Mai 2009
13.30 Uhr: Begrüßung durch Prof. Dr. Heinz-Peter Preußer
(Leiter des Instituts für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien, Universität Bremen)

SEKTION I: FORM-WANDEL
• 13.45 Uhr: Dr. Christian Sieg (Münster):
Briefe aus der Nachwendezeit – Zur Poetik der Erinnerung in Ingo Schulzes ‚Neue Leben‘
• 14.30 Uhr: Dr. des. Sven Grampp (Erlangen):
Nach-Wende-Narrateme in filmischen Wende-Narrationen
• 15.15 Uhr: Johann Reißer, M.A. (Frankfurt/Oder):
„Langsam kommen die Uhren auf Touren, jede geht anders“ – Das Auseinanderfallen der Zeitordnungen in Durs Grünbeins Nach-Wende-Lyrik

16.00 Uhr: Kaffeepause

SEKTION II: LEBENSLÄUFE
• 16.30 Uhr: Dr. Nikolas Immer (Jena):
Die unerträgliche Leichtigkeit der Freiheit. Zu Monika Marons Romandilogie ‚Endmoränen‘ und
‚Ach Glück‘
• 17.15 Uhr: Dominik Orth, M.A. (Bremen):
Eine neue Existenz. Lebens-Veränderungen nach der Wende in Jens Sparschuhs ‚Der Zimmerspringbrunnen‘ und Alexander Osangs ‚Die Nachrichten‘
• 18.00 Uhr: Gerhard Lüdeker, M.A. (Bremen):
Prekäre Leben – Sozialkritik und Unbehagen im Film der Nach-Wende-Zeit

20.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen
Samstag, 16. Mai 2009
SEKTION III: BERLIN
• 09.30 Uhr: Dr. Rayd Khouloki (Hamburg)
„Berlin is in Germany“ – Die Hauptstadt im Film der Nach-Wende-Zeit
• 10.15 Uhr: Nico Elste, M.A. (Halle):
Die Desillusionierung kultureller Idealismen. Yadé Karas ‚Selam Berlin‘
• 11.00 Uhr: Dr. Branka Schaller-Fornoff (Berlin)
Umschriften der Wende. Narrative Strategien in Michael Kleebergs ‚Ein Garten im Norden‘

11.45 Uhr: Mittagspause

SEKTION IV: IDENTITÄTEN
• 12.45 Uhr: Anett Krause, M.A. (Halle):
Auf der Suche nach der neuen Nation – nationale Identität und kulturelles Bewusstsein in Joachim Lottmanns Roman ‚Deutsche Einheit‘ (1999)
• 13.30 Uhr: Dr. des. Markus Kuhn (Hamburg):
Die DDR im Kopf. Marken, Mentalitäten und mentale Welten in Narrationen über die unmittelbare Nach-Wende-Zeit
• 14.15 Uhr: Katharina Grabbe, M.A. (Münster):
Landkarten, Panoramen und Allgemeinplätze. Eingrenzungs- und Verortungsbemühungen in Texten der Gegenwart

15.00 Uhr: Kaffeepause

• 15.30 Uhr: Jan-Noël Thon, M.A. (Hamburg):
„Ich würde ihnen von Deutschland erzählen…“ – Subjektivität, unzuverlässiges Erzählen und die Abwesenheit der ‚Wende‘ in Christian Krachts ‚Faserland‘ und Benjamin von Stuckrad-Barres ‚Soloalbum‘
• 16.15 Uhr: Benjamin Moldenhauer, M.A. (Bremen):
„Sie kamen als Freunde und wurden zu Wurst“. Die Wiedervereinigung in Christoph Schlingensiefs ‚Das deutsche Kettensägenmassaker‘

gegen 17.00 Uhr: Ende

Organisation: Dominik Orth und Gerhard Jens Lüdeker

Kontakt: Gerhard Jens Lüdeker, luedeker@uni-bremen.de




Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBremen
Anmeldeschluss15.05.2009
Beginn15.05.2009
Ende16.05.2009
PersonName: Gerhard Jens Lüdeker 
Funktion: Kontakt 
E-Mail: luedeker@uni-bremen.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien der Universität Bremen - ifkud 
Internetadresse: www.deutschlandstudien.uni-bremen.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945
Klassifikation19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.09.00 Stoffe. Motive. Themen
Ediert von  H-Germanistik
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