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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Literatur im Abitur - Reifeprüfung mit Kompetenz?"
RessourcentypVortragsreihen
TitelLiteratur im Abitur - Reifeprüfung mit Kompetenz?
BeschreibungLITERATUR IM ABITUR - REIFEPRÜFUNG MIT KOMPETENZ?

Ringvorlesung im Sommersemester 2009
an der Leibniz Universität Hannover
Philosophische Fakultät
Deutsches Seminar
Königsworther Platz 1, Contihochhaus
Mo. 14 (c.t.) - 16 Uhr in Raum 003


Veranstaltet von:

Prof. Dr. Sigrid Thielking/LfbA Ulrike Buchmann
Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Literatur

Auch der Deutschunterricht in der Sekundarstufe II, und hier der Stellenwert und Umgang mit Literatur, erfahren deutliche Veränderungen und Neukonturierungen. Es geht unter anderem um die Diskussion des angemessenen Umgangs mit Kompetenzstufung und deren Überprüfung, dabei insbesondere um stufenspezifische Lesekompetenzförderung und Eigenarten des Literatur-Verstehens. Neben der Praxis kompetenzorientierten Unterricht(en)s in Lern- und Leistungssituationen der Oberstufe stehen auch die Entwicklung und Erprobung von relevanten Aufgabenformaten an. Im Zentrum des Interesses stehen deshalb Wege einer kompetenzorientierten Bewertung im Umgang mit den durch die KMK und die Länder vorgegebenen und als sinnvoll angesehenen Aufgabenformaten. Ein Blick auf die didaktische Fachdiskussion in der Schweiz und in Österreich soll die Perspektive erweitern helfen.


27.04.09 StD Detlef Quaas, Fachberater Deutsch beim MK, Hannover

Deutschunterricht im Wandel (Standards - Kompetenzen - Zentralabitur) - Erfahrungen in Niedersachsen.

Der seit 2004 eingeleitete Paradigmenwechsel im Deutschunterricht führte und führt zu vielfältigen Veränderungen in der Unterrichtspraxis hinsichtlich didaktischer und methodischer Fragestellungen. Aus der Perspektive eines Mitentwicklers von Kerncurricula für die Sekundarstufen I und II sowie von Aufgabenstellungen im Zentralabitur soll ein Aufriss der Chancen und Risiken der Neuorientierung mit besonderem Blick auf den Literaturunterricht geboten werden.


11.05.09 Prof. em. Dr. Karlheinz Fingerhut, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg/ Marbach a.N.

Überall das Gleiche, nur etwas anders - Zentralismus in der Leistungsfeststellung, Individualismus beim Kompetenzerwerb?

Was hat sich geändert im Deutschunterricht der Sekundarstufe II, seit es Standards gibt und Qualitätssicherungsmaßnahmen wie das Zentralabitur mit festgelegten Aufgabenprofilen, Erwartungshorizonten und qualitätsorientierten Kriterienrastern für die Bewertung?
In der Gemengelage zwischen zentralen Anweisungen der Lehrpläne der Länder einerseits und dem Postulat des selbstständig arbeitenden Schülers andererseits bieten Oberstufen-Lehrwerke ihre guten Dienste an. Sie setzen auf Methodentraining und operatives Wissen, das in regional verschiedenen Ausgaben unterschiedlich dosiert und an inhaltliche Vorgaben angepasst geboten wird. Dabei gerät der Bildungsauftrag des Faches (das was in den Lehrplanvorspännen beschworen wird) oftmals an den Rand. In der Vorlesung soll dieser Prozess analysiert werden.


18.05.09 Prof. Dr. Elisabeth Stuck, Pädagogische Hochschule Bern:

Literatur an der Matur – die Standard- und Kompetenzendiskus-sion im Fach Deutsch aus Schweizer Perspektive.

Im Schweizer Bildungssystem werden viele Entscheidungen im Bildungswesen nicht auf nationaler, sondern auf kantonaler Ebene gefällt. Dies hat zur Folge, dass die Diskussion um nationale Standards eine bildungspolitische Brisanz erhält. Besondere öffentliche Beachtung erhält die Matura im Fach Deutsch im Zusammenhang mit neueren Studien, die die Schnittstellen zwischen Gymnasium und Hochschule untersuchen und die Studierfähigkeit der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten kritisch hinterfragen.


25.05.09 Prof. Herbert Staud, Universität Wien:

Deutsch-Matura in Österreich.

Ausgehend von der aktuellen Situation soll dargelegt werden, welche Kompetenzen durch die derzeitige Aufgabenstellung bei der schriftlichen Reifeprüfung aus Deutsch abgebildet werden. Im Anschluss daran stellt sich die Frage, ob und wie eine zentrale Themenstellung zur Erweiterung, Vertiefung, Verengung und/oder Verschiebung der überprüften Kompetenzen führen soll und kann und welche Möglichkeiten für Aufgabenformate sich dabei ergeben. Abschließend sollen Rückwirkungen auf den Unterricht erörtert werden.


08.06.09 Prof. Dr. Juliane Köster, Universität Jena:

Was wird im Deutschabitur geprüft? Die Prüfungsleistung zwischen obligatorischen Voraussetzungen und Korrekturanleitung.

Aufgabenarten und Aufgabenstellungen für das Deutschabitur sind durch die EPA weitgehend definiert. Erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen demgegenüber im Bereich der obligatorischen Prüfungsvoraussetzungen und der Korrekturanweisungen. Vor diesem Hintergrund werden in der Vorlesung zwei unterschiedliche Konzepte zentraler Abiturprüfungen im Fach Deutsch vorgestellt und diskutiert.


15.06.09 Dr. Peggy Fiebich, Leibniz Universität Hannover:

Das Verschwinden des Textes hinter dem Kontext: Zu einem häufigen Typ aktueller niedersächsischer Abituraufgaben

Beim ersten Blick auf die Aufgaben fällt der oftmals große Umfang des dargebotenen Materials auf, auf das der zu interpretierende Text bezogen werden soll, wogegen dieser selbst meist nicht einmal auszugsweise präsentiert wird. Inwieweit hängt diese Umgewichtung von Text und Kontext mit der Kompetenzorientierung zusammen? Welche Wirkung wird dadurch erzielt? Und welches Verhältnis zwischen Text und Bezugsrahmen ist dem literarischen Verstehen angemessen?


22.06.09 Prof. Dr. Sigrid Thielking, Leibniz Universität Hannover:

Abi des Jahres x. „Zentrale“ Erfahrung am Übergang

Das Abitur ist eine gesellschaftlich akzeptierte Zäsur mit Distinktionsgewinn und Gratifikationserwartung - und in zahlreichen beruflichen Feldern mit noch immer lebenslangen laufbahnrechtlichen Konsequenzen. Es unterliegt sowohl die Schullaufbahn abschließenden, Ergebnisse markierenden Erwartungshaltungen als auch im Vortrag näher zu bestimmenden propädeutischen Anspruchslagen, die sich bei uns und in Nachbarstaaten (D_A_CH) im Wandel befinden. Die Zentralisierung forciert diesen Charakter des Einschnitts und die Erfahrung des Übergangs, belegt diese Schwelle in besonderer (und vielleicht paradoxer) Weise sogar mit Vorstellungen von mehr ‚Bildungsgerechtigkeit’.


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHannover
Beginn27.04.2009
Ende22.06.2009
PersonName: Ulrike Buchmann 
Funktion: Kontakt 
E-Mail: ulrike.buchmann@germanistik.uni-hannover.de 
KontaktdatenName/Institution: Leibniz Universität Hannover, Deutsches Seminar Abt. Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Königsworther Platz 1 
Postleitzahl: 30167 
Stadt: Hannover 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturdidaktik
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/8567

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