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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Konstruktionsgrammatik: Neue Perspektiven zur Untersuchung des Deutschen"
RessourcentypCall for Papers
TitelKonstruktionsgrammatik: Neue Perspektiven zur Untersuchung des Deutschen
BeschreibungANKÜNDIGUNG
Konstruktionsgrammatik: Neue Perspektiven zur Untersuchung des Deutschen

Im englischsprachigen Raum hat sich die Konstruktionsgrammatik (construction grammar) in den letzten zwei Jahrzehnten insbesondere mit den Publikationen von Charles Fillmore (1988), William Croft (2001), Adele Goldberg (1995, 2006) und Michael Tomasello (2003) als eine Alternative zu generativen Grammatiktheorien entwickelt. Die allen Ansätzen gemeinsame Auffassung, dass grammatische Phänomene zuvorderst mit Blick auf ihre semantische Relevanz zu untersuchen seien und allein in dieser Einheit von Form und Bedeutung hinreichend bestimmt werden könnten, stieß auch in der deutschsprachigen Forschung auf Resonanz. Allerdings sind hier trotz einflussreicher Publikationen (etwa Fischer/Stefanowitsch 2006, 2008, Wildgen 2008) die Bestrebungen, ein alternatives grammatisches Beschreibungsmodell einer breiteren Fachöffentlichkeit bekannt zu machen, noch in den Anfängen. Dies betrifft sowohl die Verständigung über die theoretische Basis und die methodischen Zugänge, die die Konstruktionsgrammatik offeriert, als auch den Gegenstand, den es konstruktionsgrammatisch zu beschreiben gilt. Bislang liegt der Forschungsschwerpunkt in der germanistischen Linguistik im Bereich der gesprochenen Sprache (Deppermann 2007, Imo 2007, Günther/Imo 2006), Untersuchungen im Spracherwerb, zu syntaktischen Problemstellungen oder Aspekten der Grammatikalisierung spielen dagegen eine nur untergeordnete Rolle.

Die internationale Tagung ist deshalb auf die Gegenstandssprache Deutsch ausgerichtet. Sie verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll die Tragweite verschiedener konstruktionsgrammatischer Ansätze in Bezug auf die deutsche Standardsprache erkundet werden. Zum anderen sollen konstruktionsgrammatisch motivierte Fragen auf den Gebieten des Spracherwerbs sowie der Syntax- und Grammatikalisierungsforschung am Beispiel des Deutschen Anwendung finden. Die Tagung wird unterschiedlichste Formen und Möglichkeiten für den fachlichen und informellen Austausch bieten. Im Mittelpunkt stehen halbstündige Vorträge mit Diskussion, die sich mit den zentralen Fragen der Tagung auseinandersetzen. Daneben werden Workshops zu den Themen "Korpuslinguistik und Konstruktionsgrammatik" und "Konstruktionen im Wandel" angeboten. Eine Publikation der Beiträge ist geplant.


CFP

Wir möchten Sie einladen, auf der Tagung einen Vortrag zu folgenden Themen zu halten:
* korpuslinguistische Fragen (Korpusbildung, Einsatz von Analysesoftware),
* methodische Gesichtspunkte und Modellvergleiche (construction grammar vs. radical construction grammar vs. embodied construction grammar vs. fluid construction grammar vs. Cognitive Grammar),
* diachroner Wandel und Grammatikalisierung von Konstruktionen,
* Frequenzeffekte und kognitive Verfestigungen von Konstruktionen,
* Erwerb von Konstruktionen,
* typologische Aspekte.

Bitte verstehen Sie die thematische Auswahl als Richtlinie bei der Wahl eines Vortragsthemas.

Zur raschen Erstellung eines Tagungsprogramms (auch im Hinblick auf die Beantragung von Drittmitteln) wäre die Vormeldung eines Vortragstitels noch vor Einsendung des Abstracts wünschenswert. Die Abstracts selbst sollen einen Umfang von 500 Wörtern nicht übersteigen; sie sollten in deutscher, können aber auch in englischer Sprache verfasst sein.
Die Abstracts sind bitte bis zum 1. Juli 2009 bei den Organisatoren einzureichen.

Über die Annahme wird in der ersten Augustwoche 2009 informiert.


Dr. Alexander Lasch
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Germanistisches Seminar
Leibnizstraße 8
24118 Kiel
Email: laschgermsem.uni-kiel.de

Dr. Alexander Ziem
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Germanistische Sprachwissenschaft
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Email: ziemphil-fak.uni-duesseldorf.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://sn.im/konstruktionsgrammatik
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortKiel
Bewerbungsschluss01.07.2009
Beginn18.02.2010
Ende20.02.2010
PersonName: Lasch, Alexander [Dr.] 
Funktion: Organisator 
E-Mail: lasch@germsem.uni-kiel.de 
KontaktdatenName/Institution: CAU zu Kiel | Germanistisches Seminar 
Strasse/Postfach: Leibnizstraße 8 
Postleitzahl: 24118 
Stadt: Kiel 
Telefon: +49 (0)431 880-3832 
Fax: +49 (0)431 880-4880 
Internetadresse: http://germa.germsem.uni-kiel.de/hundt/konstruktionsgrammatik.shtml 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGesprächsanalyse / gesprochene Sprache; Grammatik (Wortarten, Flexion, Syntax, Grammatiktheorien, Grammatikographie); Kognitive Linguistik (Metapherntheorie, Prototypentheorie, Konzeptualisierung); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen)
Klassifikation02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.05.00 Grammatik
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/8216

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