VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Herman Grimm (1828-1901) zwischen Nachmärz und Gründerzeit"
RessourcentypCall for Papers
TitelHerman Grimm (1828-1901) zwischen Nachmärz und Gründerzeit
BeschreibungTagung und Akademiegespräch 2009
Herman Grimm (1828-1901)zwischen Nachmärz und Gründerzeit

Ort: Hessisches Staatsarchiv Marburg
9. und 10. Oktober 2009


Herman Grimm war nicht nur Erbe einer großen Familientradition und Epigone der klassisch-romantischen Epoche. Es gelang ihm, sich nach mäßig erfolgreichen literarischen Anfängen als Kunst- und Kulturkritiker wie als akademischer Lehrer einen Namen zu machen. Dabei gehörte seine besondere Neigung Italien; sein Werk über Michelangelo war kunsthistorisch umstritten, aber beim Publikum erfolgreich. Besser erging es seiner 1872 erscheinen Studie über Raphael, die auch aus heutiger Sicht von einiger Bedeutung war. Seine legendäre Goethevorlesung prägte das Goethe-Verständnis von Generationen von Lesern und Studenten.

Immer wieder versuchte Herman Grimm, die Genies der Vergangenheit gegen den positivistischen und utilitaristischen Zeitgeist aufzubieten. Trotzdem paßte er nicht in die gängigen Muster des wissenschaftlichen Diskurses und blieb zeitlebens eine Gestalt, die Widerspruch provozierte. Heutigen Beobachtern sollte auch auffallen, daß er sich hartnäckig der nationalen Verengung des Blicks verweigerte, die nach der Reichsgründung das Klima an den Universitäten wie in der Kulturkritik bestimmte. Insofern ist er ein interessanter, obwohl stets widersprüchlicher Repräsentant des liberalen kulturellen Denkens der Gründerzeit – und als solcher allemal der Wiederentdeckung wert, einen Beitrag leisten soll.

Die Tagung der Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. und des Hessischen Staatsarchivs Marburg, das den größten Teil seines Nachlasses verwaltet, soll einen Beitrag zu seiner Wiederentdeckung leisten.

Folgende Fragestellungen sind erwuenscht, wobei grundsätzliche Offenheit für andere Themen besteht:

- Die Last der familiären Tradition - Herman Grimm und Gisela von Arnim-Grimm als Erben zweier Literaten- und Gelehrtendynastien

- Der Literat - Herman Grimms Dramen und Novellen Vormärz und Nachmärz in den Schriften von Herman Grimm

- Herman Grimm - ein „typischer“ Professor der Berliner Gründerzeit?

- Immer wieder Goethe – eine Vorlesung, die viele studentische Generationen prägte

- Mythenkonstruktion - Herman Grimm, Goethe und Michelangelo und die anderen

- Herman Grimm als Kunsthistoriker

- Herman Grimms Geniebegriff

- Herman Grimm in Italien

- Der schöne Greis – Herman Grimm und die jungen Leute um 1900

- Nachleben


Wissenschaftliche Organisatoren:

Rotraut Fischer (Darmstadt)
Joseph Imorde (Münster)
Bernhard Lauer (Kassel)
Christina Ujma (Berlin)

Themenvorschläge im Umfang von ein bis zwei Seiten werden bis spätestens 30.5.2009 erbeten an:

Brüder Grimm-Gesellschaft e.V., Brüder Grimm-Platz 4A, 34117 Kassel, Tel.: 0561-103235, Fax: 0561-713299
grimm-museum@t-online.de



Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMarburg
Bewerbungsschluss30.05.2009
Beginn09.10.2009
Ende10.10.2009
KontaktdatenName/Institution: Brüder Grimm-Gesellschaft e.V.,  
Strasse/Postfach: Brüder Grimm-Platz 4A 
Postleitzahl: 34117  
Stadt: Kassel 
Telefon: 0561-103235 
Fax: 0561-713299  
E-Mail: grimm-museum@t-online.de  
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGeschichte der Germanistik; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.08.00 Zu einzelnen Germanisten, Literaturtheoretikern und Essayisten; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.15.00 Zu einzelnen Autoren; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.15.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/8164

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 27.03.2009 | Impressum | Intern