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Ergebnisanzeige "Wissensästhetik. Wissen über die Antike in ästhetischer Vermittlung"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelWissensästhetik. Wissen über die Antike in ästhetischer Vermittlung
BeschreibungWissensästhetik

Wissen über die Antike in ästhetischer Vermittlung

Jahrestagung 2006 des SFB 644: „Transformationen der Antike“
7.-9. Dezember 2006
Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Zugang: Markgrafenstraße 38 (Gendarmenmarkt), 10117 Berlin


Stiftung, Tradierung und Erhalt jeglichen Wissens über die Antike sind von jeher Akte hoch-gradiger Mittelbarkeit gewesen; und dies in zweifacher Hinsicht: Einerseits konnte sich ein Wissen über die Antike als eines notwendig vergangenen und damit eo ipso absenten Gegens-tandes stets allein durch Mediation von Relikten, Texten, Zeugnissen und Traditionen konsti-tuieren. Und andererseits war die Weitergabe dieser Kenntnisse – sei es in akademisch-institutionalisierter oder populärer Form, in explizit didaktischer Absicht oder auf dem Wege eines impliziten Wissens – wiederum stets auf medien- und materialgestützte Vermittlung angewiesen.

Die Tagung will diesen doppelten Vermittlungsaspekt, der das Wissen über die Antike ebenso notwendig wie nachhaltig prägt, ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und dabei dezidiert nach den ästhetischen Dimensionen der Mediation fragen. Denn unverkennbar ist die Antike maßgeblich durch künstlerische Relikte und Quellen präsent geblieben – seien sie nun textli-cher, baukünstlerischer oder skulpturaler Provenienz –, so dass bereits der primäre Zugang zum Altertum in der Regel über eine ästhetische Vermittlung verlaufen ist. Nicht zuletzt auf-grund der in diversen Renaissancen erstarkenden antiken Formtradition – insbesondere auf den Feldern der Rhetorik, der bildenden Künste und des Theaters – schrieb sich diese ästheti-sche Dimension der vermittelten Antike dabei auch in die Gestalt des Wissens über sie ein. Und schließlich waren es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder die Künste, die das jeweils historisch greifbare Wissen über die Antike aufnahmen, transportierten, transformierten und nicht selten in epistemologische Konkurrenz zu ihm traten.
Programm
Donnerstag, 7.12.2006, 18.15 Uhr

Begrüßung
Hartmut Böhme (Humboldt-Universität zu Berlin, Sprecher des SFB 644)

Eröffnungsvortrag
Arnold Esch (Direktor a.D. des Deutschen Historischen Instituts in Rom)
Wahrnehmung antiker Überreste im Mittelalter


Freitag, 8.12.2006
Sektion I: Spätantike und Mittelalter: Die erste transformative Epoche von „Antike“
9.15-9.30 Uhr
Einführung und Moderation: Johannes Helmrath (Humboldt-Universität zu Berlin)

9.30-10.15 Uhr
Marco Formisano (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
„Eine andere Antike“: Für ein ästhetisches Paradigma der Spätantike

10.15-11.00 Uhr
Susanne Moraw (Deutsches Archäologisches Institut, Berlin)
Zweifelhafte Gestalt oder Inbegriff von virtus und sapientia: Odysseus in der lateinischen Spätantike

11.00-11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30-12.15 Uhr
Ursula Rombach (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
Von Kriegerinnen und Edelfräulein – Amazonen in der Alexanderdichtung des 12. Jahrhun-derts

12.15-13.00 Uhr
Thomas Haye (Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung, Universität Göttingen)
Die Ästhetisierung der Zeitgeschichte im Geiste des antiken Epos – Begründungen lateini-scher Panegyrik im frühen und hohen Mittelalter

13.00-13.15 Uhr
Gesamtdiskussion der Sektionsbeiträge

13.15-14.30 Uhr
Mittagspause


Sektion II: Barock: Rekonstruktion und Repräsentation
14.30-14.45 Uhr
Einführung und Moderation: Henning Wrede (Humboldt-Universität zu Berlin)

14.45-15.30 Uhr
Ingo Herklotz (Kunstgeschichtliches Institut, Universität Marburg)
Heidnisch oder christlich? Kontinuität und Ausgrenzung in der gegenreformatorischen Be-trachtung frühchristlicher Architektur

15.30-16.15 Uhr
Tatjana Bartsch (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
Transformierte Transformation. Zur fortuna der Antikenstudien Maarten van Heemskercks im 17. Jahrhundert

16.15-16.45 Uhr
Kaffeepause

16.45-17.30 Uhr
Ludwig Braun (Institut für Klassische Philologie, Universität Würzburg)
Fortia facta cano Lodoici – Über die Heroisierung der Gegenwart durch das transformierte Epos der Antike im 17. Jahrhundert

17.30-18.15 Uhr
Cornelia Wilde (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
Nathaniel Ingelos Bentivolio and Urania: Elemente antiker Philosophien als Episoden christ-lich-neuplatonischer Erbauungsliteratur im England des 17. Jahrhunderts

18.15-18.30 Uhr
Gesamtdiskussion der Sektionsbeiträge

19.00 Uhr
Filmvorführung: Alexander (Regie: Oliver Stone)

Samstag, 9.12.2006
Sektion III: Historismus: Ausdifferenzierung und Eklektizismus im „Jahrhundert der Archäologie“

9.15-9.30 Uhr
Einführung und Moderation: Ernst Osterkamp (Humboldt-Universität zu Berlin)

9.30-10.15 Uhr
Martin Dönike (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
„Belehrende Unterhaltung“: Altertumskundliches Wissen im antiquarisch-philologischen Roman

10.15-11.00 Uhr
Charlotte Schreiter (SFB 644, Humboldt-Universität zu Berlin)
Francesco Carradori: Istruzione Elementare per gli Studiosi della Scultura, 1802 – Das Kopie-ren der Antike zwischen technischer Fertigkeit und archäologischer Vermittlung

11.00-11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30-12.15 Uhr
Adolf Borbein (Institut für Klassische Archäologie, Freie Universität zu Berlin)
Von Aloys Hirt zu Gerhart Rodenwaldt: Die Kunst der Antike in wissenschaftlichen Mono-graphien für ein bürgerliches Publikum

12.15-13.00 Uhr
Achim Aurnhammer (Institut für Neuere Deutsche Literatur, Universität Freiburg)
Georg Ebers’ ,Kleopatra’: Kompromiß zwischen Gelehrsamkeit und Popularität

13.00-13.15 Uhr
Gesamtdiskussion der Sektionsbeiträge

13.15-14.30 Uhr
Mittagspause

Sektion IV: Neo-Historismus: Antike unter den Bedingungen moderner Massenmedien und Simulationstechniken
14.30-14.45 Uhr
Einführung und Moderation: Erika Fischer-Lichte (Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin)

14.45-15.30 Uhr
Monika Fleischmann (Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation, Bremen)
Simulation als Vermittlung und mediale Inszenierung von (digitalem) Kulturerbe

15.30-16.15 Uhr
Marcus Junkelmann (Elsendorf)
Parade und Triumphzug im römischen Monumentalfilm

16.15-16.45 Uhr
Kaffeepause

16.45-17.30 Uhr
Craig Williams (City University of New York)
Rom im Buch. Darstellungen der Antike in zwei Romanen der Gegenwart

17.30-18.15 Uhr
Matthias Dreyer (SFB 644, Freie Universität Berlin)
Der Chor als Protagonist: Einar Schleefs Antikenprojekt „Mütter“ (1986)

18.15-18.30 Uhr
Gesamtdiskussion der Sektionsbeiträge

Kontakt:
Dr. Georg Toepfer
Sitz: Invalidenstraße 110, Raum 424
10115 Berlin
Tel.: 030-20 93 7401
Mail: georg.toepfer@philosophie.hu-berlin.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn07.12.2006
Ende09.12.2006
PersonName: Toepfer, Georg [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: georg.toepfer@philosophie.hu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: SFB 644 Transformationen der Antike 
Strasse/Postfach: Invalidenstraße 110 
Postleitzahl: 10115 
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30 2093-7401 
Fax: +49 (0)30 2093-7396 
Internetadresse: http://www.sfb-antike.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.05.00 Antike und abendländische Literatur
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