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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "But who am I to kill your picture... Namibia und visuelle Politiken"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelBut who am I to kill your picture... Namibia und visuelle Politiken
BeschreibungWer beansprucht welche Bilder von Namibia? Postkarten, Bildbände und bundesdeutsches Fernsehen vermitteln den Eindruck, die Kolonialfotografie werde gegenwärtig neu formatiert. Immer wieder wird die namibische Bevölkerung als ‚unberührter Stamm’ erfunden – auch und gerade seit 2004, dem 100jährigen Gedenken an den Vernichtungskrieg der kaiserlichen Schutztruppe im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Vor diesem Hintergrund versammelt das Symposion disziplinenübergreifend Beiträge zu (post-)kolonialen Bildpolitiken im namibisch-deutschen Kontext. Es flankiert die Ausstellung STAGINGS MADE IN NAMIBIA. POSTKOLONIALE FOTOGRAFIE, eine kollektive Versuchsanordnung, die inszenierte Alltagsbilder von 124 Fotografinnen und Fotografen aus dem seit 1990 unabhängigen Namibia präsentiert.


Freitag, 27. März

16.00-18.00 Uhr
Keynotes
Begrüßung: Christoph Holzhey/Evelyn Annuß

Henning Melber (Uppsala, Politik)
(De-)Kolonisierung und patriotische Geschichte. Zum Stellenwert visueller Dokumente in Geschichte und Gegenwart Namibias

Gesine Krüger (Zürich, Geschichte)
Alltagswelten – Handlungsmacht. Zur Aneignung des visuellen Raums in Namibia

ab 19 Uhr
Ausstellungseröffnung:
STAGINGS MADE IN NAMIBIA. POSTKOLONIALE FOTOGRAFIE
Bethanien/Kapelle (Mariannenplatz 2, 10997 Berlin)


Samstag, 28. März

10.30-12.00 Uhr
Koloniale Darstellungen
Moderation: Michaela Wünsch (Berlin)

Joachim Zeller (Berlin, Geschichte)
Exotik daheim. Kolonialismus in der visuellen Trivialkultur

Felix Axster (Wien, Geschichte)
Evidenzen des Kolonialismus? Visualisierungsstrategien auf Bildpostkarten um 1900

12.30-14.00 Uhr
Visuelles Nachleben in der namibischen Alltagskultur
Moderation: Ina Kerner (Berlin)

Dag Henrichsen (Basel, Geschichte)
Historischer Alltag und afrikanische Bilderpraktiken im (früh-) kolonialen Namibia

Larissa Förster (Köln, Ethnologie)
Zur performativen Erinnerungskultur der ,Oturupa’

16.00-18.00 Uhr
Literatur und Bild
Moderation: Sibylle Benninghoff-Lühl (Berlin)

Medardus Brehl (Bochum, Literatur)
Auflösungserscheinungen. ,Grenzläufer’ und ‚Mischlinge’ in der deutschen Kolonialliteratur um 1900

Stefan Hermes (Hamburg, Literatur)
‚Landraub’ und ‚Schuldlüge’. Zur Ästhetik des literarischen Kolonialrevanchismus in der Weimarer Republik und im ‚Dritten Reich’

Bruno Arich-Gerz (Darmstadt, Literatur)
Blickverhältnisse. 120 Jahre koloniale Vergangenheit in der Gegenwartsliteratur aus und über Namibia

18.30-19.30 Uhr
Fotografie
Moderation: Akinbode Akinbiyi (Berlin)

Eva Leitolf (München, freie Fotografin)
Rostock Ritz, 2004


Sonntag, 29. März

10.30-12.30 Uhr
Ausstellungskonzepte
Moderation: Martin Saar (Frankfurt)

Astrid Kusser (Köln): Bilder verkehren. Bildpostkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus

Larissa Förster (Köln): Namibia – Deutschland. Eine geteilte Geschichte

Dag Henrichsen (Basel): Posters in Action

Anette Hoffmann (Capetown): What We see. Voice, image and versioning

14.30-15.30 Uhr
Theater
Moderation: Evelyn Annuß

Hans-Werner Kroesinger (Berlin, freier Regisseur)
Herero 100, Hebbeltheater am Ufer 2004

16.00-17.30 Uhr
(Post-)Kolonialer Heimatfilm
Moderation: Evelyn Annuß/Oshosheni Hiveluah (Windhoek)

Wolfgang Struck (Erfurt, Literatur)
Die Wiederkehr des Kolonialismus als Melodram. Koloniale Bilder im deutschen Fernsehen.

Gabriele Dietze (Klagenfurt, Gender/Medien)
Melancholie, Schuld und Geschlecht im Kolonialepos. Genealogie eines Filmgenres

20 Uhr
Filmtheater Hackesche Höfe
Reiter und Geister: Zur Herero-Deutschen Geschichte
Moderation: Reinhart Kößler (Münster)/Oshosheni Hiveluah (Wild Cinema, Windhoek)
mit Martin Baer (Berlin) und Israel Kaunatjike (Berlin)

In the Shadow of the Mountain (Andrew Botelle, Musik: Jackson Kaujeua, Namibia 2008)
Rider Without a Horse (Tim Hübschle, Namibia 2009)
„Weiße Geister“. Der Kolonialkrieg gegen die Herero (Martin Baer, Deutschland 2004)


Das Symposion wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und vom Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI) unterstützt.

Das Symposion flankiert die Ausstellung
stagings made in NAMIBIA
postkoloniale fotografie

Ort:
Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI), www.ici-berlin.org, Christinenstr. 18-19, Haus 8,
D-10119 Berlin

Ausstellung im Bethanien / Kapelle
28. März – 19. April 2009
Eröffnung: 27. März 2009, 19 Uhr

in Kooperation mit dem
Kunstraum Kreuzberg
Mariannenplatz 2, D – 10997 Berlin
Tel: 030 - 902 98 14 55
www.kunstraumkreuzberg.de
Öffnungszeiten Di – Fr 14 – 19 Uhr
Sa/So/Feiertags 12 – 19 Uhr

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn27.03.2009
Ende29.03.2009
PersonName: Annuß, Evelyn  
Funktion: Kuratorin/ Organisatorin 
E-Mail: stagings@googlemail.com 
KontaktdatenName/Institution: ICI Berlin  
Strasse/Postfach: Christinenstr. 18-19, Haus 8 
Postleitzahl: 10119  
Stadt: Berlin 
E-Mail: stagings@googlemail.com 
Internetadresse: www.ici-berlin.org Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI), www.ici-berlin.org, Christinenstr. 18-19, Haus 8,
D-10119 Berlin 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeSprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Theater (Aufführungspraxis)
Ediert von  H-Germanistik
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