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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Nach dem Historismus"
RessourcentypCall for Papers
TitelNach dem Historismus
BeschreibungCall for Papers

Nach dem Historismus: Wahrnehmung und Deutung der Geschichte in der
literarischen und wissenschaftlichen Publizistik des deutschsprachigen
Katholizismus von 1919 bis 1949

Tagung in Dresden vom 11.-13. Mai 2007

“Der Christ hat, überspitzt gesagt, keine geschichtliche Neugier mehr. Nach
der Stunde auf Golgotha kann nichts mehr geschehen, was die Welt noch
wesentlich verändern könnte.” Dem prägnanten Abschlusscharakter des Diktums,
das Stefan Andres 1957 formulierte, widerspricht die Fülle der Zeugnisse, in
denen Literaten, Philosophen, Theologen, Fachhistoriker und Essayisten der
katholischen Milieus auf die epochalen Krisenerfahrungen der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts reagierten. In der Konkurrenz unterschiedlicher
Geschichtsmodelle und -ansichten zwischen ideenpolitischer
Funktionalisierung und metaphysischer Überhöhung der Geschichte, zwischen
römischem Triumphalismus und christlichem Tragizismus versuchten sie, dem
Krisen-, Unheils- und Katastrophencharakter gegenwärtig erfahrener
Geschichte doch noch so etwas wie eine sinnhafte Deutung abzugewinnen. Den
daraus entstandenen oder aus überkommenen Beständen aktualisierten
Legitimationsmustern und Argumentationsfiguren, den literarästhetischen
Verfahrensweisen und poetischen Inszenierungen in Lyrik, Epik und Theater,
den Einbruchstellen und Bewältigungsversuchen in essayistischer wie
systematisch- philosophischer Reflexion, schließlich den persönlichen
Niederschriften im Medium von Brief, Tagebuch und anderen autobiographischen
Aufzeichnungen gilt das besondere Augenmerk der Tagung, die Eigenart,
Bedeutung, Leistungen und Defizite katholischer Geschichtswahrnehmung in der
ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ausleuchten und neu zur
Diskussion stellen möchte.

Adressaten der Tagung sind Literaturwissenschaftler, Historiker und
Theologen, aber auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen, die im
Spannungsfeld von Intellektuellen-, Wissenschafts- und Literaturgeschichte
des 20. Jahrhunderts forscherlich tätig sind. Auch wenn die Konzentration
auf den katholischen Orientierungsrahmen für unsere Thematik bestimmend ist,
wollen wir doch in einzelnen Beiträgen zugunsten einer vergleichenden
Analyse konfessioneller Kultur den Blick auf Alternativentwürfe,
konfessionsübergreifende Affinitäten und ausländische Einflüsse nicht
aussparen; ebenso ist in besonders aufschlussreichen Einzelfällen denkbar,
dass vor den im Zentrum stehenden Zeitrahmen zurück- oder über ihn
hinausgegriffen wird. Mit dieser Maßgabe erbitten wir bis zum 31. August
Ihre Themenvorschläge und kurzgefassten Abstracts im Umfang von etwa zehn
bis 15 Zeilen an die email-Adresse eines der beiden Organisatoren:

Prof. Dr. Walter Schmitz
marina.patzig@mailbox.tu-dresen

Prof. Dr. Thomas Pittrof
thomas.pittrof@ku-eichstaett.de


Katholische Universität Eichstätt
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Universitätsallee 1
D-85072 Eichstätt
Tel: 08421/93-1540
Fax: 08421/93-1797


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortDresden
Bewerbungsschluss31.08.2006
Beginn11.05.2007
Ende13.05.2007
PersonName: Prof. Dr. Thomas Pitroff 
Funktion: Organisation 
E-Mail: thomas.pittrof@ku-eichstaett.de 
KontaktdatenName/Institution: Katholische Universität Eichstätt, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Universitätsallee 1 
Postleitzahl: 85072 
Stadt: Eichstätt 
Telefon: 08421 (0)93 1540 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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