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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Aufklärung und Esoterik. Wege in die Moderne"
RessourcentypCall for Papers
TitelAufklärung und Esoterik. Wege in die Moderne
BeschreibungCall for papers (English version below)

Aufklärung und Esoterik – Wege in die Moderne

Internationale Konferenz der DFG-Forschergruppe
Die Aufklärung im Bezugsfeld neuzeitlicher Esoterik

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)
Halle, 09. bis 12. März 2010


Nach den beiden Konferenzen Aufklärung und Esoterik 1997 an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Esoterik in der Aufklärung 2006 am IZEA soll nun mit einer dritten Veranstaltung zu dieser Thematik die Frage gestellt werden, inwiefern das vielschichtige Verhältnis von Aufklärung und Esoterik im 18. Jahrhundert als konstitutiv für die Moderne begriffen werden kann.

Der Einfluss der Aufklärung auf die Moderne wurde vielfach postuliert und ist integraler Bestandteil moderner Selbstvergewisserung. Zugleich ist offensichtlich, dass auch Esoterik bis in die Gegenwart hinein eine wichtige Rolle spielt. Bislang kaum bekannt ist jedoch, welchen Stellenwert dabei die wechselseitige Beeinflussung von Aufklärung und Esoterik im 18. Jahrhundert und die daraus resultierenden Transformationen haben.

Esoterik als Konglomerat ideengeschichtlicher Strömungen wird mit der Rezeption von Hermetismus, Neuplatonismus und Kabbalah und durch die Aufnahme der sogenannten alten Wissenschaften Alchemie, Magie und Astrologie seit der Renaissance erkennbar. Im Laufe der Frühen Neuzeit entwickelten sich daraus Filiationen wie Paracelsismus, Rosenkreuzertum, Theosophie und Freimaurerei. Wie die beiden ersten Konferenzen gezeigt haben, wirkten diese Strömungen auch in der Aufklärung weiter, ob sie nun negiert, integriert oder transformiert wurden.

Welche Bedeutung hat die Aufklärung also für die Entstehung „moderner“ Esoterik? Und wie steht es mit der Aufklärung selbst, die ihr Profil nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit esoterischen Strömungen entwickelte? Auf welchen Wegen – ob nun im Sinne kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Überlieferung – gelangten die aus der Begegnung von Aufklärung und Esoterik hervorgehenden künstlerisch-literarischen, philosophischen, theologischen, naturwissenschaftlichen und historisch-politischen Formationen in die spätere Neuzeit? Wie sehen diese Formationen überhaupt aus? Was begründet ihre Affinität zur Moderne?

Diesen Fragen möchte sich die geplante Veranstaltung Aufklärung und Esoterik – Wege in die Moderne widmen. Erwünscht sind Beiträge aus allen historisch arbeitenden Disziplinen, die übergeordneten Fragen nachgehen, methodische Ansätze zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragestellungen reflektieren oder konkrete Fallbeispiele zur Diskussion stellen können. Dabei soll der Schwerpunkt auf dem „langen 18. Jahrhundert“ liegen, d.h. auf Themen des Zeitalters der Aufklärung selbst und auf Themen des Übergangs in die ersten Jahrzehnte nach 1800. Es sind jedoch auch Beiträge willkommen, die sich ausschließlich mit dem 19. und/oder 20. Jahrhundert beschäftigen und dabei das Rahmenthema der Konferenz berücksichtigen.

Wir erbitten Ihre Vorschläge mit Vortragstitel, kurzem Abstract (von einer halben bis ganzen Seite) und akademischem Werdegang bis zum 31. März 2009 an die Adresse des IZEA:

 Franckeplatz 1, Haus 54
 06110 Halle

oder über e-mail an: izea@izea.uni-halle.de

Web: www.izea.uni-halle.de


Call for Papers

Enlightenment and Esotericism – Ways into Modernity


International Conference of the DFG Research Group
The Enlightenment in the referential Context of modern Esotericism (Die Aufklärung im Bezugsfeld neuzeitlicher Esoterik)

Interdisciplinary Center for European Enlightenment Studies
Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)
Halle, Germany, March 9-12, 2010


Following the conferences “Enlightenment and Esotericism” (Aufklärung und Esoterik) in 1997 at the Herzog-August Library in Wolfenbüttel and “Esotericism in the Enlightenment” (Esoterik in der Aufklärung) in 2006 at the IZEA, now a third conference on this subject will pose the question: To what extent can the multi-faceted relationship between Enlightenment and Esotericism in the eighteenth century be considered as constitutive for Modernity?

The influence of the Enlightenment on Modernity has been much postulated and is an intrinsic constituent in the self-validation of Modernity. At the same time it is clear that Esotericism has also played an important role, right up to the present day. Yet what has been little known up to now is just what significance the mutual reciprocity between Enlightenment and Esotericism in the eighteenth century (and the resulting transformations from this relationship) have had.

Esotericism, as an aggregate of different historical streams of thought, can be identified through the reception of Hermeticism, Neo-Platonism and Cabbala, as well as through the assimilation of the so-called old sciences of Alchemy, Magic and Astrology from the Renaissance on. During the course of the Early Modern period, related movements such as Paracelsianism, Rosicrucianism, Theosophy and Freemasonry developed out of these streams of thought. As the first two conferences have shown, these various esoteric currents continued to have an impact during the Enlightenment, whether they were negated, integrated or transformed.

What role then did the Enlightenment play in the rise of “modern” Esotericism? What about the Enlightenment itself, which developed its profile not least by engaging with esoteric streams of thought? Through which paths – whether through continual or interrupted transmission – did the resulting manifestations of the encounter between the Enlightenment and Esotericism arrive at the later Modern period? What accounts for the affinity between Modernity and the artistic-literary, philosophical, theological, scientific or historical-political expressions of the exchange between Enlightenment and Esotericism?

The conference Enlightenment and Esotericism – Ways into Modernity would like to dedicate itself to these questions. Contributions are encouraged from all history-oriented disciplines which investigate the major issues, which reflect on methodical approaches to answering the questions posed or which offer concrete case studies for discussion. The main focus will be on the “long eighteenth century,” that is, on topics dealing with the age of the Enlightenment itself as well as on topics addressing the transition into the first decades after 1800. Nonetheless contributions which treat the nineteenth or twentieth centuries exclusively are also welcome if they take the main theme of the conference into consideration.

Proposals are requested by March 31, 2009 and should include a lecture title, a short abstract of one-half to a full page and a brief vita. Please address all submissions to:

IZEA
Franckeplatz 1/54
D – 06110 Halle

or, by e-mail, to: izea@izea.uni-halle.de

Web: www.izea.uni-halle.de


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHalle
Bewerbungsschluss31.03.2009
Beginn09.03.2010
Ende12.03.2010
PersonName: Neugebauer-Wölk [Prof. Dr.] 
Funktion: Sprecherin der DFG-Forschergruppe 529 "Die Aufklärung im Bezugsfeld neuzeitlicher Esoterik"  
E-Mail: izea@izea.uni-halle.de 
KontaktdatenName/Institution: IZEA 
Strasse/Postfach: Franckeplatz 1, Haus 54 
Postleitzahl: D-06110 
Stadt: Halle (Saale) 
Telefon: 0345 / 5521771 
E-Mail: izea@izea.uni-halle.de 
Internetadresse: www.izea.uni-halle.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830
Klassifikation11.00.00 17. Jahrhundert > 11.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.01.00 Forschung; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.08.00 Aufklärung; 14.00.00 Romantik > 14.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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