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Ergebnisanzeige "'Sigenot'-Edition"
RessourcentypWeitere Forschungsvorhaben
Titel'Sigenot'-Edition
Beschreibung"Im August 2016 startete unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Elisabeth Lienert das DFG-Projekt „‘Sigenotʼ-Edition“, das sich mit einer überlieferungsnahen Neuedition des aventiurehaften Dietrichepos ‘Sigenotʼ beschäftigt. Beteiligt sind derzeit die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Elisa Pontini und Stephanie Baumgarten. Der ‘Sigenotʼ ist in acht Handschriften vom Anfang des 14. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts und in (mindestens) einundzwanzig Druckauflagen zwischen ca. 1487 und 1661 überliefert. Das Werk erfreute sich bis ins 17. Jahrhundert hinein großer Beliebtheit und gilt als „erfolgreichste[r] Vertreter […] [der aventiurehaften Dietrichepik] in der Spätphase der Überlieferung“ (Heinzle, Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, S. 133). Der ‘Sigenotʼ-Stoff ist auch in zahlreichen Bildzeugnissen repräsentiert.

Die Forschung unterscheidet zwischen einer Kurzversion des Textes, dem älteren ‘Sigenotʼ (44 Strophen) – nur in der ältesten Handschrift tradiert –, und einer längeren, dem jüngeren ‘Sigenotʼ (um 200 Strophen), die in den übrigen Textzeugen belegt ist.

Das Werk erzählt von Dietrichs Kampf gegen den Riesen Sigenot. Trotz Hildebrands Warnung will Dietrich gegen Sigenot kämpfen und macht sich auf den Weg in den Wald, wo er auf den schlafenden Riesen stößt. Sigenot erkennt an Dietrichs Helm und Schild den angeblichen Mörder seines Onkels Grim und will sich rächen. Ein heftiger Kampf bricht zwischen beiden aus: Dietrich wird von Sigenot gefangen genommen und in eine Schlangenhöhle geworfen. Sigenot will nach Bern reisen, trifft aber noch im Wald auf Hildebrand. Der Riese besiegt auch ihn und verschleppt Hildebrand ebenfalls in seine Höhle. Einmal allein gelassen, kann sich Hildebrand befreien, Dietrichs Rüstung anlegen und Sigenot erschlagen. Mithilfe des Zwergs Eggerich befreit Hildebrand Dietrich und die Helden kehren nach Bern zurück.

Der jüngere ‘Sigenotʼ weist gegenüber dem älteren ‘Sigenotʼ eine ausführlichere, detailliertere Erzählweise und zusätzliche Szenen auf. Beispiele dafür sind die Befreiung des Zwergs Baldung durch Dietrich, der sich in der Gefangenschaft eines wilden Mannes befindet, sowie die Erlegung der Hinde im Wald auf dem Weg zu Sigenot.

Beim älteren ‘Sigenotʼ handelt sich offenbar um die Kurzfassung eines älteren Textes, der auch die Grundlage des jüngeren ‘Sigenotʼ gewesen sein dürfte. Diese Kurzfassung scheint zudem im Zusammenhang mit dem ‘Eckenliedʼ zu stehen, auf das der letzte Vers verweist: sus hebt sich eggen liet."
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/fachgebiete/mediaevistik/pro...
Verknüpfte Ressourcehttp://gepris.dfg.de/gepris/projekt/313689180
Beginn01.08.2016
Ende01.08.2019
PersonName: Lienert, Elisabeth [Prof. Dr.] 
Funktion: Antragstellerin 
KontaktdatenName/Institution: Universität Bremen 
Strasse/Postfach: Bibliothekstraße 1 
Postleitzahl: 28359 
Stadt: Bremen 
Telefon: +49 421 21868240 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Zusätzliches SuchwortSigenot
Klassifikation06.00.00 Mittelalter > 06.01.00 Forschung und Edition
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/56141

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