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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG-Sektion 57: Autofiktion. Neue Verfahren literarischer Selbstdarstellung"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG-Sektion 57: Autofiktion. Neue Verfahren literarischer Selbstdarstellung
BeschreibungCall for Papers

XII. Kongress der IVG,
Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit
30. Juli – 07. August 2010, Warschau

Sektion 57:
Autofiktion. Neue Verfahren literarischer Selbstdarstellung

Leitung:
Wagner-Egelhaaf, Martina (Münster, Deutschland)
Ko-Leitung:
Gray, Richard (Washington, Seattle, USA); Czajka-Cunico, Anna (Genua, Italien)

Autofiktion. Neue Verfahren literarischer Selbstdarstellung
Dass die ‚Wahrheit’ eines Lebens am besten durch ‚Dichtung’ zur Darstellung gebracht werden kann, wissen wir bereits seit Goethes Dichtung und Wahrheit (1811-1833), dem Referenztext der germanistischen Autobiographiediskussion. Auch hat die neuere Forschung gesehen, dass das Moment der Fiktion in jeder Selbstdarstellung am Werk ist, sei es in Gestalt von Idealisierungen, von Auslassungen, aber auch bereits in der Textkonstruktion als solcher, die Zusammenhänge herstellt und Deutungen vornimmt. Gleichwohl konnte sie davon ausgehen, dass ein autobiographischer Text anderen Spielregeln folgt als ein fiktionaler Text und Autobiographinnen und Autobiographen zumindest um ‚Wahrscheinlichkeit’ bemüht sind. Nun tauchen aber zunehmend Texte auf, die sich nicht mehr an den Unterschied von Autobiographie und Fiktion halten. So findet sich in autobiographischen Texten Phantastisches, offensichtlich Erfundenes und literarisch Ausgestaltetes wie umgekehrt in Romanen ganz ungebrochen Autobiographisches eingebaut wird, etwa in Form von realen Personen oder der Verwendung von Namen realer Personen. Auch sind gänzlich neue Formen autobiographischen Schreibens zu verzeichnen, die etwa auf Vermischung von Textgenres setzen. Lassen sich die neueren Entwicklungen mit dem von Serge Doubrovsky in die Diskussion gebrachten, aber in der Forschung weitergedachten Begriff der ‚Autofiktion’ fassen? Oder gilt es nicht vielmehr das Diktum von Paul de Man, entweder sei jeder Text autobiographisch oder keiner, neu zu bedenken? In der Sektion sollen ebenso Beispiele für neue autobiographische bzw. autofiktionale Verfahrensweisen diskutiert wie die Theoriedebatte über das Autobiographische weitergeführt werden. Im inter- und transnationalen Austausch sollen Kompatibilität und Differenz theoretisch-methodischer Zugänge zum Thema ‚Autobiographie’/’Autofiktion’ kritisch reflektiert werden.

Deadline ist der 30.11.2008. Vorschläge bitte unter Verwendung des Anmeldebogens (www.ivg.edu.pl/Anmeldung.doc) zugleich an egelhaa@uni-muenster.de
und das Sekretariat der IVG (ivg@uw.edu.pl).
Weitere Informationen unter: http://www.ivg.uw.edu.pl/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWarschau
Bewerbungsschluss30.11.2008
Beginn30.07.2010
Ende07.08.2010
PersonName: Wagner-Egelhaaf, Martina [Prof. Dr.] 
Funktion: Leiterin der IVG-Sektion 
E-Mail: egelhaa@uni-muenster.de 
KontaktdatenName/Institution: WWU Münster, Germanistisches Institut 
Strasse/Postfach: Hindenburgplatz 34 
Postleitzahl: 48143 
Stadt: Münster 
Telefon: (0 251) 83 24430 oder 83 24431 
E-Mail: ndlmwe@uni-muenster.de 
Internetadresse: http://www.uni-muenster.de/Germanistik/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeErzähltheorie; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.05 Weitere Formen
Ediert von  H-Germanistik
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