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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige ""Wenn einem die Natur kommt..." - Vorstellungen von menschlicher Natur in Büchners Werken, Marburg (10.09.2016)"
RessourcentypCall for Papers
Titel"Wenn einem die Natur kommt..." - Vorstellungen von menschlicher Natur in Büchners Werken, Marburg (10.09.2016)
Beschreibung---------------------------------------------------------------------------------
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Anlässlich ihrer Jahrestagung am 28. und 29.10.2016 in Marburg bittet die Georg Büchner Gesellschaft um Vortragsvorschläge zum Thema "Vorstellungen von menschlicher Natur in Büchners Werken".

Seit Platos Phaidon, in weiten Teilen der christlichen Tradition und dann dezidiert seit Descartes' Meditationes besteht der Mensch aus einem materiellen, vergänglichen, unfreien Körper einerseits, einer immateriellen, unvergänglichen, freien Seele andererseits. Woyzeck nimmt den Körper im Harndrang als die ihn überwältigende Natur wahr; dem Doctor zufolge ist der Mensch Herr dieser Natur, denn "in dem Menschen verklärt sich die Individualität zur Freiheit".

Das Folgende sei verstanden als eine hiervon ausgehende, aber nach vielen Seiten hin offene Liste thematischer Anregungen.

1. Wie nehmen die Personen in Büchners Werken ihren Körper und dessen Funktionen wahr? Eine Liste solcher Wahrnehmungen dürfte außergewöhnlich umfangreich ausfallen. Wie verhalten sich die lustvollen Wahrnehmungen zu den schmerzhaften? Welche Schlüsse lassen sich daraus in Hinblick auf Büchners Menschenbild ziehen?

2. Welche Modelle des Körper-Geist-Verhältnisses lassen sich in den Texten nachweisen? Welches Schema bildet die Grundlage für die eben zitierte Rede des Doctors von der Verklärung "der Individualität zur Freiheit"? In welchen Denktraditionen bewegt sich der "Atheist" Danton, wenn er an seiner Vernichtung zweifelnd sagt: "Der verfluchte Satz: etwas kann nicht zu nichts werden! und ich bin etwas".

3. Wie äußert sich der angehende Philosophiedozent, der vergleichende Anatom und Oken-Schüler Büchner zu diesen Fragen?

4. Im körperlichen Schmerz des Hungers sieht Büchner die treibende Kraft der Revolution. Gibt es für Büchner noch weitere - materielle oder geistige - revolutionäre Antriebskräfte? Gibt August Becker Büchner korrekt wieder mit dem Satz, Metternich habe den revolutionären Geist der österreichischen Bauern im "Fett", also in ausreichender Nahrung, "erstickt"?

Bitte schicken Sie uns baldmöglichst, spätestens aber bis zum 10. September eine Skizze Ihres Vortrags von etwa einer Seite und einige bio-bibliographische Angaben zu Ihrer Person.

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Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://networks.h-net.org/node/79435/discussions/132820/cfp-wenn-eine...
Verknüpfte Ressourcehttp://www.uni-marburg.de/hosting/gbg/aktuelles/news/cfpjt2016
Anmeldeschluss10.09.2016
PersonName: Vering, Eva-Maria 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: vering@buechnergesellschaft.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteratur 1830 - 1880
Zusätzliches SuchwortBüchner, Georg
Klassifikation15.00.00 19. Jahrhundert > 15.11.00 Vormärz und Revolution 1848; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.15.00 Zu einzelnen Autoren
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