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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Literaturwissenschaftliche Ideengeschichte. Konzepte und Kategorien (Heidelberg, 2.-3. Juni 2016)"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLiteraturwissenschaftliche Ideengeschichte. Konzepte und Kategorien (Heidelberg, 2.-3. Juni 2016)
Beschreibung---------------------------------------------------------------------------------
Repost von H-Germanistik (https://networks.h-net.org/h-germanistik)
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Wie und warum entstehen Ideen in der Literatur und in den Wissenschaften? Wie und warum werden sie tradiert, verbreitet, verändert? Das sind die Leitfragen einer historischen Disziplin, die Mitte des 20. Jahrhunderts als history of ideas begann und sich in der Zwischenzeit zu einer methodisch differenzierteren intellectual history weiterentwickelt hat. Im deutschsprachigen Raum hat die Ideengeschichte keinen fest etablierten institutionellen Ort, trotz der prominenten und visiblen Gründung der Zeitschrift für Ideengeschichte im Jahr 2007, in der die Geschichte von Ideen programmatisch mit der Medialität und Materialität von in Archiven überlieferten Dokumenten und Beständen verknüpft wird. Das ist eine sehr plausible konzeptionelle Entscheidung, begegnet sie doch einem notorischen Kritikpunkt an einer falsch verstandenen Ideengeschichte, nach der Ideen allzu luftige, rein geistige Konstrukte sind, deren Geschichte man nicht einfach so, abgelöst von ihrer Einbettung in soziale, institutionelle und andere Kontexte erzählen könne. Eine angemessene Konzeption von Ideengeschichte trägt dem Umstand Rechnung, dass Ideen in je spezifischen Darstellungsformen und in rekonstruierbaren epistemischen Situationen entstehen, verbreitet und transformiert werden. Insofern Ideen in historischer Perspektive vornehmlich in Gestalt von Texten greifbar werden, sind die Textwissenschaften, ist näherhin die Literaturwissenschaft das geeignete Umfeld für die Konzeption einer angemessenen Form ideengeschichtlicher Rekonstruktion.

Die Beiträge zu dem anlässlich von Lutz Dannebergs 65. Geburtstag ausgerichteten Workshop widmen sich der Vorstellung, Explikation und problemorientierten Diskussion von Konzepten ideengeschichtlicher Rekonstruktion wie ‚Wissensanspruch‘, ‚epistemische Situation‘, ‚kognitive Asymmetrie‘, ‚historische Epistemologie‘, ‚Auto-/Heterostereotyp‘, ‚Autorität‘, ‚Testimonium‘, ‚Darstellungsform‘, ‚kontrafaktische Imagination‘ mit Blick auf ihr jeweiliges historisches Potential.

Auf dem Workshop werden großenteils Vorlagen diskutiert, die nur nochmals kurz vorgestellt werden; der Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der Vorlagen. Interessierte Teilnehmer sind willkommen, werden aber ausdrücklich um vorherige Anmeldung gebeten (anne.leinberger@gs.uni-heidelberg.de); die Vorlagen werden vor dem Workshop an alle Teilnehmer verschickt. Für die beiden Keynote-Vorträge ist keine Anmeldung erforderlich.


PROGRAMM

Donnerstag, 2. Juni 2016


Moderation: Dirk Werle
9 Uhr Keynote 1
Wolfgang Proß: Die Wörter und die Ideen

10 Uhr Kaffeepause

10.30 Uhr Moderation: Andrea Albrecht
Jörg Schönert: Durchsetzungsformen für Wissensansprüche in der literaturwissenschaftlichen Praxis 1965-1985

Steffen Martus: „[...] die Philologen stehen unter den Gesetzen endlicher Beschränkung“. Zur Vielfalt und Moderation von Wissensansprüchen in literaturwissenschaftlichen Forschungsprozessen

12.00 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr
Moderation: Carlos Spoerhase
Ralf Klausnitzer: Übersehene Ideen? Konditionen und Konsequenzen ideengeschichtlicher Beobachtungsverfahren (als Beitrag zu den Konzepten „Wissensanspruch“ und „epistemische Situation“)

Benjamin Gittel: Historische Epistemologie

Claudia Löschner: Adel, Ahnenschaft und mediale Netzwerke – alte und neue Autoritätsressourcen um 1900

15.30 Kaffeepause

16.00 Uhr
Moderation: Jürg Niederhauser
Olav Krämer: Zum Verhältnis von Darstellungsformen und Begründungsnormen

Cornelis Menke: Was kümmert einen Wissenschaftsphilosophen die Darstellungsform?

Abendessen


Freitag, 3. Juni 2016

Moderation: Dirk Werle
9.30 Uhr Keynote 2
Wilhelm Kühlmann: Poesie und Mechanik als Weltmodell – Zu Nicodemus Frischlins Lehrepos über die Straßburger Münsteruhr

10.30 Kaffeepause

11.00 Uhr
Moderation: Simone Winko
Fotis Jannidis: Vom Reichtum der Belege. Herausforderungen der Ideengeschichte durch korpusbasierte Verfahren

Kommentar: Sandra Richter

12.00 Uhr Mittagspause

Ortswechsel: Germanistisches Seminar, Hauptstr. 207–209, Raum 123

13.30 Uhr
Moderation: Carlos Spoerhase
Toni Bernhart: ‚Artefakt‘, ‚makrophysikalisch‘

Franziska Bomski: Analyse und Synthese

15.00 Uhr
Abschlussdiskussion

15.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

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Repost von H-Germanistik (https://networks.h-net.org/h-germanistik)
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Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://networks.h-net.org/node/79435/discussions/124817/konf-literatu...
VeranstaltungsortHeidelberg
Beginn02.06.2016
Ende03.06.2016
PersonName: Leinberger, Anne 
Funktion: Ansprechpartnerin für Anmeldungen 
E-Mail: anne.leinberger@gs.uni-heidelberg.de 
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.04.00 Wissenschaftsgeschichte
Ediert von  UB-Frankfurt
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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