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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Schreibprozesse im Zwischenraum. Zur Ästhetik nicht-fiktionaler Texte (Hildesheim, 2. - 4. Juni 2016)"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelSchreibprozesse im Zwischenraum. Zur Ästhetik nicht-fiktionaler Texte (Hildesheim, 2. - 4. Juni 2016)
Beschreibung----------------------------------------------------------------------------------
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Schreibprozesse im Zwischenraum. Zur Ästhetik nicht-fiktionaler Texte. Tagung an der Universität Hildesheim, 2.-4. Juni 2016

Das literaturwissenschaftliche Interesse an Prozessen und Formen des Schreibens ist in den letzten Jahren stets gestiegen, auch vermittelt durch die neueren und neuesten Studien der Schreibforschung. Zugleich entwickelten sich in der Literaturwissenschaft Ansätze, Literatur bzw. Schreiben als ästhetisch-kulturelle Praxis zu begreifen, die traditionelle Dichotomien wie Werk und Leben, Fiktion und Wirklichkeit, Subjekt und Objekt relativiert.

Ansatzpunkt der Tagung ist, die ergiebigen Erkenntnisse der Schreibforschung auf den bislang eher vernachlässigten Bereich nicht-fiktionaler Texte im epochalen Kontext der Moderne auszuweiten. Damit sollen nicht-fiktionale Texte aus einer literaturwissenschaftlich fundierten Perspektive hinsichtlich ihrer Relevanz für die Theoriebildung von Texten und Literatur im Allgemeinen untersucht werden. Tagebücher, Notizbücher, Briefe, Essays, autobiographische Texte, Programmschriften oder Reiseberichte werden somit als Texte erster Ordnung verstanden. Vorrangiges Ziel ihrer Analyse ist eine Revision des Ästhetischen, die das intrikate Verhältnis von Schreiben und Leben berücksichtigt, ohne beide Bereiche dichotomisch abzugrenzen oder in einer Synthese aufzulösen. Hierzu wird der Begriff ‚Zwischenraum‘ für den Schreibprozess erprobt, mit der Intention, den gelebten Raum im Zusammenhang unterschiedlicher Schreibpraktiken zu erfassen. Auf der Folie eines solchermaßen erweiterten Ästhetik-Begriffs, der Praktiken der Wahrneh­mung und des Handelns umfasst, sollen Beschreibungs- und Erfassungsverfahren für Schreib­prozesse an nicht-fiktionalen Texten erkundet werden.

Die Tagung geht auf eine seit 2014 bestehende Forschungskooperation zwischen den Universitäten Hildesheim, Braunschweig und Graz zu Schreibprozessen in der Moderne zurück.

Das Forschungskooperation wird geleitet von Prof. Dr. Susanne Knaller (Zentrum für Kulturwissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz), Prof. Dr. Renate Stauf (Institut für Germanistik, TU Braunschweig) und Prof. Dr. Toni Tholen (Institut für deutsche Sprache und Literatur, Universität Hildesheim). Kooperierende Wissenschaftler/innen sind: MA Sonja Brandes (Braunschweig), Dr. Jennifer Clare (Hildesheim), Dr. Andrea Hübener (Braunschweig), Prof. Dr. Roman Lach (Daegu), PD Dr. Jörg Paulus (Braunschweig), Dr. Rita Rieger (Graz), PD Dr. Jörg Schuster (Marburg).

Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung finanziell unterstützt.



Programm

Donnerstag, 2. Juni 2016

17.00 Uhr Uwe Wirth (Gießen): Textuelle und paratextuelle Zwischenräumlichkeit

17.50 Uhr Martin Stingelin (Dortmund): Friedrich Dürrenmatts Porträts

18.40 Uhr Abendessen


Freitag, 3. Juni 2016

ab 8.30 Uhr Kaffee/Tee

09.00 Uhr Toni Tholen (Hildesheim): Ästhetische Praxis im Zwischenraum von Schreiben und Sorge

09.50 Uhr Roman Lach (Daegu): Arbeit am Ich – Schreibpraktiken der Sorge um sich bei Stifter und Raabe

10.40 Uhr Pause

11.10 Uhr Jörg Paulus (Braunschweig/Würzburg): „Ausgeheckte Chimären“: Schreibordnungen der Intimität und Schreibwege des Ressentiments bei Richard Wagner

12.00 Uhr Susanne Knaller (Graz): Reisen in medialen Zwischenräumen: die Landschaften Alexander von Humboldts, André Bretons und Louis Aragons im Vergleich

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Christian Schärf (Hildesheim): Werk und Welt. Schreiben als Sinn­geschichtsschreibung

14.50 Uhr Andrea Hübener (Braunschweig): Epistolardramaturgien. Der Brief als Bühne medialer Praktiken

15.40 Uhr Pause

16.10 Uhr Sonja Brandes (Braunschweig): Zur sprachlichen Codierung von Emo­tion in Briefen

17.00 Uhr Renate Stauf (Braunschweig): Im Zwischenraum von Welt und Schrift – Der Liebesbrief als Kunstform

ab 18.00 Uhr Abendessen



Samstag, 4. Juni 2016

ab 8.30 Uhr Kaffee/Tee

09.00 Uhr Annette Simonis (Gießen): Der Essay als grenzüberschreitendes Genre: Paratextualität und Transmedialität

09.50 Uhr Jennifer Clare (Hildesheim): Zusammen schreiben, zusammen leben? Zwischenräume von Schreiben und Leben in kollektiven Schreib­prozessen

10.40 Uhr Pause

11.10 Uhr Jörg Schuster (Braunschweig): „Rhythmus“ in Briefen und Tagebüchern um 1900

12.00 Uhr Rita Rieger (Graz): Paul Valérys tänzerische Schreibpraktiken. Zu einer Ästhetik der Bewegtheit in den „Cahiers“

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Cornelia Ortlieb (Erlangen): Ludwig Wittgensteins Skizze einer Theorie des Traums

14.50 Uhr Pause

15.20 Uhr Abschlussdiskussion

ab 16.30 Uhr Abreise



Tagungsort:

Stiftung Universität Hildesheim

Domäne Marienburg

Hohes Haus (Raum Hs 50/202)

Domänenstr. 50

31141 Hildesheim

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Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://networks.h-net.org/node/79435/discussions/124413/konf-schreibp...
VeranstaltungsortHildesheim
Beginn02.06.2016
Ende04.06.2016
PersonName: Tholen, Toni [Prof. Dr.] 
Funktion: Tagungsorganisation 
E-Mail: tholen@uni-hildesheim.de 
Name: Clare, Jennifer [Dr.] 
Funktion: Tagungsorganisation 
E-Mail: jennifer.clare@uni-hildesheim.de 
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Zusätzliches SuchwortBrief; Schreibpraktik; nicht-fiktionaler Text
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik
Ediert von  UB-Frankfurt
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