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Ergebnisanzeige "„sei du bei mir in meiner Sprache Tollheit“ – Friederike Mayröckers ‚ekstatisches‘ Spätwerk (Innsbruck, 9. – 10. Juni 2016)"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
Titel„sei du bei mir in meiner Sprache Tollheit“ – Friederike Mayröckers ‚ekstatisches‘ Spätwerk (Innsbruck, 9. – 10. Juni 2016)
Beschreibung----------------------------------------------------------------------------------
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Internationale Tagung: „sei du bei mir in meiner Sprache Tollheit“ – Friederike Mayröckers ‚ekstatisches‘ Spätwerk

09.–10. Juni 2016

Ort: Universität Innsbruck, Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Konzept und Organisation: Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tanzer und Dr. Eleonore De Felip

Mit freundlicher Unterstützung des Vizerektorat für Forschung der Universität Innsbruck, der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, des Forschungsinstituts Brenner-Archiv, des FWF Der Wissenschaftsfonds, der Sektion Kunst und Kultur des Bundeskanzleramtes Österreich

Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Friederike Mayröcker durch die Universität Innsbruck veranstaltet das Forschungsinstitut Brenner-Archiv am 9./10. Juni 2016 eine internationale Tagung, in deren Fokus das jüngere und jüngste Schaffen der großen österreichischen Autorin steht. „sei du bei mir in meiner Sprache Tollheit du hast / die Blumenkränzchen mir ins Haar gedrückt da ich 1 / Kind …“: mit diesen Versen beginnt ein Gedicht, das Mayröcker am 5. 8. 08 schrieb. Die Autorin war damals 83 Jahre alt; seit Ernst Jandls Tod waren 8 Jahre vergangen. Von der „Tollheit“ ihrer poetischen Sprache, ihren Eigenarten und ihrer lebenserhaltenden Funktion, soll auf der Tagung die Rede sein; ebenso von ihrem „ekstatischen“ Schreiben, mit welchem die Autorin („wie toll“) gegen den Verlustschmerz und die Einsamkeit, gegen das Vergehen der Zeit und die Hinfälligkeit des Körpers anschreibt („DIES DIES DIES DIESES ENTZÜCKEN ICH KLEBE AN DIESER ERDE …“ 4. 6. 00). Seit der Mitte der 1990er Jahre entstanden Lyrikbände, Prosawerke und Hörspiele, deren formale und thematische Komplexität erstaunen. Mehr denn je sperren sich Mayröckers Schriften gegen die Zuordnung zu gängigen Kategorien. Die Tagung möchte ein Forum bieten, auf welchem Aspekte dieses ungewöhnlichen Spätwerks vorgestellt und diskutiert werden sollen. Während in zeitlicher Hinsicht der Schwerpunkt auf Mayröckers späteren Schriften liegt, umfasst die Tagung in thematischer Hinsicht ein breites Spektrum. Präsentiert und diskutiert werden formale Aspekte ebenso wie poetologische und thematische Fragestellungen. Untersucht wird u.a. die ‚dialogische‘ Qualität der Mayröckerschen Texte (Intertextualität, Intermedialität) sowie ihre Positionierung im ‚literarischen Feld‘ der deutschsprachigen literarischen Avantgarde.



Programm:

Donnerstag, 09.06.2016

15.00-15.20 Uhr Eröffnung und Grußworte

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck

Univ.-Prof. Dr. Sebastian Donat, Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck

Begrüßung durch die Organisatorinnen:

Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tanzer und Dr. Eleonore De Felip


15.20-16.00 Uhr Rüdiger Görner (London): Scardanelli in Wien. Zu Friederike Mayröckers ‚poetischer Verfahrungsweise‘

16.00-16.40 Uhr Konstanze Fliedl (Wien): Verlesen. Zur Lektüre Friederike Mayröckers

16.40-17.20 Uhr Johann Holzner (Innsbruck): Das hermetische Licht. Friederike Mayröcker und Elke Erb

Moderation: Ulrike Tanzer

20.00 Uhr Lesung Peter Waterhouse. Einführung: Eleonore De Felip


Freitag, 10.06.2016

09.00-09.40 Uhr Klaus Kastberger (Graz): „1 häufchen blume 1 häufchen schuh“. Kohärenz bei Friederike Mayröcker

09.40-10.20 Uhr Inge Arteel (Brüssel): Die Ekstase des Realen. Das Hörstück „Landschaft mit Verstoßung“ (F. Mayröcker/B. Hell/M. Leitner 2014) als Antwort auf den Chandos-Brief

10.20-11.00 Uhr Luigi Reitani (Berlin): „Ich möchte / leben Hand in Hand mit Scardanelli“. Zu Friederike Mayröckers Dialog mit Friedrich Hölderlin

Moderation: Konstanze Fliedl

11.00-11.20 Uhr Kaffeepause

11.20-12.00 Uhr Barbara Thums (Mainz): Natur schreiben: Friederike Mayröckers „Ich sitze nur GRAUSAM da“

12.00-12.40 Uhr Françoise Lartillot (Metz): Friederike Mayröckers tropologischer Widerstand in „études“ – „cahiers“ – „fleurs“, ein französisches Erbe?

Moderation: Klaus Kastberger

12.40-14.15 Uhr Mittagspause

14.15-14.55 Uhr Erika Wimmer (Innsbruck): „Vom Herzzerreiszenden der Dinge“. Markus Vallazzas Radierzyklus zu Sätzen von Friederike Mayröcker. Mit einem Rundblick auf weitere Rezeptionsspuren in Südtirol

14.55-15.35 Uhr Siegfried Höllrigl (Meran): „Kassandra im Fenster“. Friederike Mayröcker und der Druck

15.35-16.15 Uhr Christine Riccabona (Innsbruck): Friederike Mayröckers Beziehungen zu Innsbruck. Eine biografische und poetische Spurenlese

Moderation: Luigi Reitani

16.15-16.35 Uhr Kaffeepause

16.35-17.15 Uhr Uta Degner (Salzburg): „Es ist schön, daß jemand weint, Hauptsache, ich bin es nicht“. Zur Konstellation Mayröcker – Jelinek

17.15-17.55 Uhr Eleonore De Felip (Innsbruck): „Lieblingssprache in meinem Leib meiner Seele“. Friederike Mayröckers ‚Liebesdialog‘ mit Jacques Derrida

Moderation: Johann Holzner

17.55-19.00 Uhr Pause

19.00 Uhr Orgelkonzert. Peter Planyavsky improvisiert über Gedichte von Friederike Mayröcker. Lesung: Veronika Schmidinger. Pfarrkirche Mariahilf, Dr. Sigismund-Epp-Weg 1, A-6020 Innsbruck. Eintritt frei
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Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://networks.h-net.org/node/79435/discussions/123866/konf-%E2%80%9...
VeranstaltungsortUniversität Innsbruck, Forschungsinstitut Brenner-Archiv
Beginn09.06.2016
Ende10.06.2016
PersonName: De Felip, Eleonore [Dr.] 
Funktion: Mitorganisatorin/Ansprechpartnerin 
E-Mail: eleonore.defelip@uibk.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: Universität Innsbruck, Forschungsinstitut Brenner-Archiv 
Strasse/Postfach: Josef-Hirn-Straße 5/10. Stock 
Postleitzahl: A-6020  
Stadt: Innsbruck 
Telefon: +43 512 507-45001 
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945
Zusätzliches SuchwortMayröcker, Friederike
Klassifikation18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich > 18.12.03 Geistes- und Kulturgeschichte; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.14.00 Zu einzelnen Autoren
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