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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Der Deutschunterricht. Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung"
RessourcentypInhalte von Fachzeitschriften
TitelDer Deutschunterricht. Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung
BeschreibungDU 2/16
ADOLESZENZROMANE
Hg. von Joachim Pfeiffer und Hans-Peter Schwander

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, der Begriff „Adoleszenzroman“ hat sich seit den 1990er-Jahren für Romane etabliert, die den Akzent auf die Zeitspanne von der Pubertät bis zum Erwachsenenalter legen. Dabei geht es vor allem um Konflikte dieser jugendlichen Entwicklungsphase. Oft steht am Ende ein Scheitern des „Helden“, der sich weder in das Zwangssystem der Schule noch in das gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern vermag und dessen Liebesbegehren keine Erfüllung findet.
Diese traditionellen Konfliktfelder verlieren in den neueren Adoleszenzromanen an Bedeutung, die äußeren Widerstände, die den eigenen Individualisierungsbestrebungen entgegen stehen, erscheinen weniger ausgeprägt. An die Stelle der Generationenkonflikte (insbesondere des Vater-Sohn-Konflikts) treten häufig Konflikte der Jugendlichen mit sich selbst und anderen Jugendlichen sowie eine generelle Orientierungslosigkeit. Die fehlende Grenzziehung durch Erwachsene stürzt die Protagonisten in neue Identitätsprobleme. Die Fixierung auf männliche Adoleszente ist meist überwunden, viele Texte der Gattungen stellen Protagonistinnen ins Zentrum der Handlung.
Die Relevanz dieser Texte für die Schule ist unmittelbar einsichtig: Krisenhaft erlebte Adoleszenz ist für Jungen wie Mädchen als Identifizierungs- und Abgrenzungsangebot von besonderem Interesse. Literarische Versuchsanordnungen hierzu sind ein wichtiges Mittel existenzieller Auseinandersetzung, in der eine identitätsorientierte Literaturdidaktik ihr Erprobungsfeld, aber auch ihre Grenzen findet. Ein bedeutendes Erfahrungsfeld bietet auch der historische Aspekt, unter dem Kontinuität und Wandel dieser Lebensphase in Abhängigkeit verschiedener Zeiten und Gesellschaftsformen vergleichend untersucht werden können.


INHALT
Carsten Gansel: Adoleszenz. Zu theoretischen Aspekten und aktuellen Entwicklungen

Hadassah Stichnothe: Liebe, Krieg und Sommerferien. Der weibliche Adoleszenzroman im historischen Überblick

Bettina Wild: Ich-Konstruktion in Lisa Bjärbos Alles, was ich sage, ist wahr

Svenja Blume: Macht über sich selbst gewinnen. Zur Ästhetik des Cross-Writings in Johanna Holmströms Roman Asphaltengel

Jennifer Pavlik: „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Identitäts- und Alteritätserfahrungen im Zuge der Adoleszenz. Zu Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick

Anne Steiner: „Unbemerkte“ Außenseiter und ihr literaturdidaktisches Potenzial. Überlegungen zu Nebenfiguren in klassischen, modernen und postmodernen/popliterarischen Adoleszenzromanen

Dirk Frank: Postadoleszenz im Poproman

FORUM
Martin Voigt: Voll hübsch Süße! ♥ – Danke mein Schatz du aber auch ♥. Zur emotionalisierten Sozialkompetenz in online
vernetzten Mädchencliquen

Gabriele Kniffka und Thorsten Roelcke: Integration von Sprach- und Fachlernen. Konzepte und Modelle

Meryem Ilknur Demir: Deutschunterricht und Migration. Tagungsbericht zum Symposium an der
Ruhr-Universität Bochum, 8./9. Mai 2015

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
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KontaktdatenName/Institution: Friedrich Verlag GmbH 
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Internetadresse: http://www.friedrich-verlag.de/sekundarstufe/deutsch/der-deutschunterricht/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Literaturwissenschaft
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 03.00.00 Literaturwissenschaft; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte
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