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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "9. Jahrestagung des südosteuropäischen Germanistenverbandes (SOEGV)"
RessourcentypCall for Papers
Titel9. Jahrestagung des südosteuropäischen Germanistenverbandes (SOEGV)
BeschreibungSehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die 9. Jahrestagung des südosteuropäischen Germanistenverbandes (SOEGV) vom 09.11.-13.11. 2016 in Bar/Montenegro stattfinden wird.
In diesen Tagen möchten wir uns intensiv in den Sektionen Linguistik, Literaturwissenschaft, Methodik/Didaktik und Translationswissenschaften mit dem Thema Politik und Macht in Sprache, Literatur und Kultur auseinandersetzen.

Die wichtigsten Fristen für Sie:
bis 15.04.2016 Einreichung eines Themas/Vortragstitels
bis 15.06.2016 Einreichung des Abstracts
Ausführliche Informationen finden Sie im CfP im Anhang.
Fragen können Sie gerne jederzeit an uns richten.

Wir sind gespannt auf Ihre Einreichungen und verbleiben bis dahin mit freundlichen Grüßen
Das Organisationsteam

CALL FOR PAPERS

9. JAHRESTAGUNG DES SÜDOSTEUROPÄISCHEN GERMANISTENVERBANDES (SOEGV)
BAR, MONTENEGRO, 09.–13.11.2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu seiner neunten Jahrestagung plant der Südosteuropäische Germanistenverband eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema:
Politik und Macht in der deutschen Sprache, Literatur und Kultur

Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit der Philologischen Fakultät der Universität Montenegro und mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) organisiert. Erwartet werden Vorträge aus den Bereichen der germanistischen Sprach-, Literatur- und Translationswissenschaft sowie der DaF-Didaktik und Landeskunde.

Literatur und Kulturwissenschaft
Literatur ist nicht nur ein Produkt des menschlichen Geistes, sondern stellt auch einen mächtigen Faktor bei der Prägung geistiger Haltungen dar. Sie wählt nicht immer als Stimme der Öffentlichkeit oder der Politik engagiert zu sein, aber sie lenkt immer das Bewusstsein der RezipientInnen in eine bestimmte Richtung. Sonst wäre sie Ware und kein Kulturgut.
Seit langem wird immer wieder folgende Frage gestellt: Wie mächtig ist eigentlich Literatur? Hat sie in allen Epochen eine politische Rolle gespielt − eine Rolle bei der Entstehung und Durchführung unterschiedlicher Politiken? Und wozu eigentlich Literatur? Was leistet sie für AutorInnen und LeserInnen und welchen Stellenwert nimmt sie in kulturellen, sozialen und historischen Zusammenhängen ein? Von Unterhaltung und Vergnügen über emotionale Wirkung und ästhetische Erfahrungen bis hin zu Orientierung, Erkenntnis und Wissen ergibt sich ein breites Spektrum an Antworten. Die Frage nach der Funktion der Literatur ist die Frage nach einer Kulturpolitik, mit der Literatur konform geht oder gegen sie opponiert. Sie ist gleichzeitig eng verbunden mit der Frage nach ihrer Macht, unabhängig davon, ob es sich um die tatsächliche oder erwünschte und angenommene Macht der Literatur handelt.
In der Sektion Literatur und Kulturwissenschaft erwarten wir Beiträge, die das Rahmenthema unter folgenden Fragestellungen behandeln:
Was kann und was soll 'Macht' und 'Politik' in Hinblick auf literarische Texte oder Kunstwerke allgemein bedeuten?
Wie produktiv sind die poetischen Darstellungen von Macht und Politik in der deutschsprachigen Literatur aller Epochen – gesellschaftliche Reflexion und Selbstreflexion? Kann engagierte, provokative und beunruhigende Literatur gesellschaftliche Veränderungen in die Wege leiten? Wie sieht es mit Zensur und Autozensur sowie mit sebstbezüglichen literarischen Konzepten aus?
Welche Funktionen lassen sich der Literatur begründet zuweisen? Handelt es sich dabei beispielsweise um kognitive, emotionale, ästhetische oder andere Funktionen? Herrschen ethische Orientierung und Vermittlung von moralischen Werten vor? Oder geht es in erster Linie um Kritik und Subversion?
Welches Verständnis von der Macht literarischer Texte haben verschiedene Literaturtheorien oder kulturwissenschaftliche Ansätze, Ethical Criticism oder Postcolonial Studies?
Welche Rolle spielten Annahmen über die Macht von Literatur in der Geschichte der Literaturwissenschaften und welche Rolle nehmen sie heute in diesen Disziplinen ein?
Willkommen sind auch Aufsätze, die Ergebnisse empirischer Untersuchungen präsentieren, sowie Beiträge, in denen Interpretationen einzelner literarischer Texte oder Textkorpora vorgelegt werden, wenn ein systematisch-theoretisches Interesse leitend ist.

Sprachwissenschaft und Translatologie
In der linguistischen Sektion werden Arbeiten erwartet, die sich mit Macht und Politik in der Sprache bzw. von der Sprache beschäftigen. So sind Beiträge aus allen linguistischen Teilbereichen möglich, z.B. auch aus dem Gebiet der Systemlinguistik mit grammatischem Ansatz, wobei die grammatischen Phänomene als stilistisches Merkmal und Instrument in politischen Texten oder als Mittel zur Konstituierung von Macht in der Sprache bzw. Sprache der Macht untersucht werden können.
Wünschenswert sind auch kontrastive Untersuchungen oder die Rezeption und Reflexion der Sprachenpolitik im deutschsprachigen Raum.
Von besonderem Interesse sind ebenso Arbeiten aus den Forschungsdisziplinen wie Diskurslinguistik, Pragmatik, Text- und Soziolinguistik. Die Aufsätze sollten sich vor allem mit dem politischen Diskurs, politischen Metaphern sowie dem politischen und gesellschaftlichen Einfluss auf Sprache beschäftigen.
Auf dem Gebiet der Translatologie sind Beiträge erwünscht, die sich mit Fragen der Translationskultur/Translationskulturen sowie transkultueller Kommunikation auseinandersetzen, was auch immer mit Politik zu tun hat. Darüber hinaus sind auch wissenschaftliche Untersuchungen zu Problemen des Übersetzens politischer Texte sowie der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung translatorischen Handelns an sich von großem Interesse.

DaF-Didaktik und Landeskunde
Politik und Macht im Zusammenhang von Lehre und Unterricht zu reflektieren, eröffnet vielfältige Möglichkeiten. Zunächst kann die Einflussnahme der Politik auf das Unterrichtsgeschehen in Form von Rahmenplänen und Curricula thematisiert werden. Die Lehrenden sind dazu verpflichtet, sich an die bestehenden Lehrpläne zu halten. Welche Handlungsspielräume ergeben sich bei der Umsetzung der Pläne in konkretes Unterrichtsgeschehen? Wie viel Freiheit kann, darf oder muss sich die Lehrkraft nehmen?
Ein anderer Aspekt des Themas sind die vielfältigen Machtbeziehungen, die in jedem Klassenzimmer auffindbar sind. An erster Stelle wäre die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden zu nennen: Welche Auswirkungen haben hierarchische, egalitäre, partizipative, autoritäre und andere Strukturen auf das Unterrichtsgeschehen und den Lernerfolg? Und wie ist es um die Machtbeziehungen unter den Lernenden bestellt? Gibt es Druck in der Gruppe und/oder Konkurrenz oder ist das Klima eher solidarisch?
Schließlich können sich die Beiträge auch mit der Frage nach der Integration des Themas Politik in den Landeskunde-Unterricht beschäftigen. Wie können die Lernenden für politische Themen motiviert werden? Welche Unterrichtsformen und Materialien eignen sich dazu, die bloße Vermittlung von abfragbaren Fakten zu erweitern?
Im aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskurs weltweit, insbesondere in deutschsprachigen Ländern, kommt man an der Flüchtlingsthematik sowie Themen wie Migration und Integration nicht vorbei. Da es sich um ganz aktuelle gesellschaftliche Gegebenheiten handelt, stellen sie in der Regel keinen Bestandteil gängiger DaF-Lehrwerke dar. Es stellt sich daher die Frage, wie diese wichtigen Themen, welche die Lernenden unter anderem zur Reflexion und Auseinandersetzung mit interkulturellen Fragestellungen anregen, didaktisiert und mit Erfolg im DaF-Unterricht eingesetzt werden können.
In der Sektion Didaktik erwarten wir Beiträge, die sich entweder theoretisch oder im Rahmen einer empirischen Studie mit einem diser Themen auseinandersetzen. Willkommen sind auch Berichte über Projekte aus der Unterrichtspraxis.

Allgemeine Informationen
Die Tagung findet vom 09. bis 13. November 2016 in Bar, Montenegro, statt.
Die Tagungsgebühr für alle TeilnehmerInnen beträgt 35 Euro. Die OrganisatorInnen bemühen sich, die Finanzierung der Reise-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten der SOEGV-Mitglieder, die mit einem Vortrag zur Konferenz beitragen, sicherzustellen. Nähere Informationen hierzu folgen in den nächsten Rundbriefen.
Die Anmeldungen mit Arbeitstiteln können bis 15. April 2016 zugeschickt werden. Die ausformulierten Themen inkl. Abstracts (ca. 250 Wörter) werden bis 15. Juni 2016 erbeten. Die endgültigen Zusagen erhalten die TeilnehmerInnen nach einem anonymen Begutachtungsverfahren.
Der Vorträge sind auf 20 Minuten (bzw. maximal 5 Din A 4 Seiten) begrenzt. Darauf folgt eine zehnminütige Diskussion.
Die Veröffentlichung der Beiträge ist in der Sonderausgabe der internationalen Zeitschrift Folia linguistica et litteraria vorgesehen. Die Zeitschrift wird von der Philologischen Fakultät der Universität Montenegro herausgegeben und befindet sich zurzeit auf der Thomson Reuters Emerging Sources Citation List.
Wir bitten um Ihre Anmeldungen unter folgender E-Mail-Adresse: soegv.montenegro2016@gmail.com

Nikšić, 15.03.2016
Ihr Organisationsteam der 9. SOEGV-Jahrestagung

Wissenschaftlicher Konferenzausschuss

Prof. Dr. Slobodan Grubačić
Prof. Dr. Emilija Bojkovska
Prof. Dr. Slavija Kabić
Prof. Dr. Teuta Abrashi
Prof. Dr. Zorica Nikolovska
Prof. Dr. Milka Car
Prof. Dr. Annette Đurović
Prof. Dr. Vladimir Karabalić
Prof. Dr. Boris Dudaš
Prof. Dr. Sanja Radanović

Organisationsteam der Konferenz
UD Dr. Jelena Knežević
Dr. des. Simone Heine
Mag. Nataša Matijević
Mag. Ljubomir Ivanović

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBar, Montenegro
Bewerbungsschluss15.04.2016
Anmeldeschluss31.08.2016
Beginn09.11.2016
Ende13.11.2016
PersonName: Simone Heine 
Funktion: DAAD-Lektorin, Organisationsteam der Konferenz 
E-Mail: daad.montenegro@mail.de 
KontaktdatenName/Institution: Abteilung für deutsche Sprache und Literatur, Universität Montenegro 
Strasse/Postfach: Danila Bojovića bb 
Postleitzahl: 81402 
Stadt: Nikšić 
Telefon: +38267816874 
E-Mail: jelenak@ac.me 
Internetadresse: http://www.filoloski.ucg.ac.me/engleska_verzija/index_e.html 
LandSlowenien
SchlüsselbegriffeLinguistik; Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Übersetzungswissenschaft; Literaturwissenschaft
Zusätzliches SuchwortPolitik, Macht
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/54078

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