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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Verbrechensgeschichten und Gesellschaft"
RessourcentypCall for Papers
TitelVerbrechensgeschichten und Gesellschaft
BeschreibungInternationales und interdisziplinäres Symposium

Verbrechensgeschichten und Gesellschaft

Université de Bourgogne – 3. und 4. April 2009

Call for Paper


Das am 3. und 4. April 2009 in Dijon (Frankreich) stattfindende wissenschaftliche Symposium wird von der Deutschabteilung der Université de Bourgogne und dem Centre Interlangues „Texte Image Langage“ (Text, Bild, Sprache) im Rahmen des Forschungsprojektes „Tradition“ organisiert. Diese wissenschaftliche Tagung, die von einem kulturellen Programm (Ausstellung, Lesungen, Filmprojektionen) umrahmt wird, versteht sich als interdisziplinär und richtet sich an Forscher aller Disziplinen. Infolge der interdisziplinären Richtung des Symposiums sind alle Themen, die mit den verschiedenen Darstellungsformen von Verbrechen im Zusammenhang stehen, sowie alle Beiträge, die das allgemeinere Thema der Zusammenhänge zwischen Verbrechen und Gesellschaft beleuchten, willkommen. Spezialisten aus den Bereichen Literatur, Film, Geschichte, Soziologie, Psychologie und Jura sollen ihre Standpunkte austauschen können. Am ersten Tag werden die Vorträge in französischer Sprache abgehalten; am zweiten Tag sind Sektionen für die verschiedenen Sprachen vorgesehen (deutsch, englisch, französisch, italienisch).

Die Bücher von E.A. Poe, A. Christie, A.C. Doyle und von zeitgenössischen Autoren wie F. Vargas, H. Mankell, Ian Rankin oder S. Larsson verkaufen sich millionenfach. In der ganzen Geschichte der Menschheit, so Schiller, sei kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrungen; an den Gedanken des Verbrechers liege uns weniger als an den Folgen seiner Taten; die Quelle seiner Gedanken interessiere uns weit mehr als die Folgen seiner Taten.
Nicht nur der Kriminalroman soll Gegenstand der Untersuchungen sein. Die Mythen enthalten Verbrechensgeschichten, ebenso Märchen; die Moritaten erzählten in dramatisch besungenen Bildern Verbrechen, die das staunende Publikum erzittern ließ. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Autoren oft mit Verbrechern beschäftigt und uns somit zahlreiche Geschichten hinterlassen, die wir mit großem Vergnügen „verschlingen“. In manchen Erzählungen steht das Verbrechen nicht im Mittelpunkt, zeigt aber, wie in der Gesellschaft damit umgegangen wird. Es können Produktionen der verschiedenen Kunstrichtungen aus allen Epochen untersucht werden, wobei davon ausgegangen wird, dass das Verbrechen viele Formen des Delikts umfasst : physische und psychische Gewalt, Mord, Völkermord, um nur einige Beispiele zu nennen.
Auch wenn die Leser eine gewisse Empathie mit dem Verbrecher entwickeln können, fühlen sie sich jedoch meist erleichtert, wenn er schließlich bestraft wird. Es können demnach die Psychologie der sogenannten Ordnungshüter und der Täter, die Rezeption durch den Leser des betreffenden Zeitalters, die Mischung von Fiktion und Realität oder die Strategien der Verlagshäuser untersucht werden. Interessant wären ebenfalls die mit Hilfe der Erzählung übermittelte Sozialkritik, sowie die Zusammenhänge zwischen Verbrechen und politischem Regime oder zwischen Verbrechen und gesellschaftlichen Normen.


Abstracts: bis zum 30. November 2008 erbeten an
veronique.liard@u-bourgogne.fr
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortDijon
Bewerbungsschluss30.11.2008
Beginn03.04.2009
Ende04.04.2009
PersonName: Liard, Véronique [Prof. Dr. ] 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: veronique.liard@u-bourgogne.fr  
KontaktdatenName/Institution: Université de Bourgogne, UFR Langues et Communication 
Strasse/Postfach: 2, Bd Gabriel 
Postleitzahl: 21000  
Stadt: Dijon 
LandFrankreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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