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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Metricalizer - Datenbank deutscher Strophenformen"
RessourcentypAußer der Reihe
TitelMetricalizer - Datenbank deutscher Strophenformen
BeschreibungMetricalizer - Datenbank deutscher Strophenformen

Das Projekt Metricalizer erforscht seit vielen Jahren, ob und wie es möglich ist, die metrische Struktur von deutschsprachigen Gedichten vollautomatisch vom Computer berechnen zu lassen. Perfektion lässt sich hier noch nicht erreichen, aber die Qualität der Bewertung ist besser als die händische Beurteilung, das zeigen unsere direkten Vergleiche mit den Standardwerken „Fritz Schlawe: Die deutschen Strophenformen‟ und „Horst J. Frank: Handbuch der deutschen Strophenformen‟.

Mit der neusten Version kann der Metricalizer nicht nur einzelne Gedichte analysieren sondern auch große Korpora metrisch bewerten. Hierfür sind derzeit zwei Korpora im Metricalizer eingebunden. Das Korpus der „Freiburger Anthologie‟ umfasst nur ca. 1500 Belege, das Korpus von „Textgrid‟ ca. 50.000 Belege. Alle Belege sind im Volltext und mit Metadaten abfragbar.

Für jedes Korpus können Statistiken erzeugt werden, die die historische Verteilung der unterschiedlichen Formen zeigen. Über ein Referenzsystem in die Nummern der beiden Standardwerke von Frank und Schlawe kann der Metricalizer alle Gedichte einer bestimmten Form im jeweiligen Korpus filtern. Zudem ist es möglich, sich eine bestimmte Form zusammenzustellen und sich alle entsprechenden Belege anzeigen zu lassen. Die häufigste Strophenform im Deutschen ist nach unseren Auswertungen das Distichon, wer hätte das gedacht?

Metricalizer kann für ein Korpus auch die Reime berechnen und die häufigsten Reime eines Korpus ausgeben. „Lust und Brust‟ ist demnach der häufigste Substantiv-Reim der deutschen Sprache, „ein und sein/seyn‟ der häufigste Reim überhaupt. „Herz und Schmerz‟ landen auf Platz 18, „Sonne und Wonne‟ erst auf Platz 99.

Aufgrund der kalkulierten „metrischen Komplexität‟ können wir mit dem Metricalizer historische Prosodie kalkulieren. Damit ist es erstmals möglich, die historische Aussprache eines Wortes in den letzten 500 Jahren zu untersuchen. Die Suche nach „lebendig‟ zeigt z.B., dass es im 17. Jahrhundert Belege gibt, in denen das Wort metrisch auf +-+ gesetzt wird. Geschieht das in signifikanter Zahl, so lässt das den Rückschluss zu, dass die historisches Aussprache eines Wortes anders ist als die rezente.


Informationen und Daten zum Projekt unter: www.metricalizer.de
Kontakt: redaktion@metricalizer.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
SchlüsselbegriffeLyriktheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.09.00 Metrik
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