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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ambivalenzen des geistlichen Spiels. Revisionen von Texten und Methoden"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelAmbivalenzen des geistlichen Spiels. Revisionen von Texten und Methoden
BeschreibungAmbivalenzen des geistlichen Spiels. Revisionen von Texten und Methoden

Tagung in Bad Gandersheim, 16.-18. März 2016

Ambivalenzen bilden ein Leitparadigma der Analyse der geistlichen Spiele. Vom Beginn der Wissenschaftsgeschichte an orientieren sich die Forschungsbeiträge an begrifflichen Oppositionen: Aufführung und Schrift, Ritualität und Theatralität, Andacht und Unterhaltung, Sakralität und Profanität, Präsenz und Repräsentation. Wesentliche Impulse gingen von Rainer Warnings Studie ‚Funktion und Struktur‘ (1974) aus, die zu einer kulturwissenschaftlichen Wende in der Spieleforschung führte. Das Ambivalenzkonzept selbst blieb allerdings weitgehend ungeklärt.

Die Gandersheimer Tagung lädt zu einer Reflexion über das Phänomen und den Begriff der Ambivalenz ein. Dabei soll eine Forschungsbilanz gezogen und über Chancen und Gefahren des Paradigmas diskutiert werden. Ausgangspunkt ist die Frage, ob es sich bei Ambivalenz um eine literaturwissenschaftliche Metakategorie oder um ein historisches Gattungskriterium handelt. Kann man das Nebeneinander unterschiedlicher Forschungsperspektiven als Ausdruck jener Ambivalenzen begreifen, die den Spielen selbst eingeschrieben sind? Oder spiegeln sich hierin nur die Aporien der Metaebene? Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Ambivalenzparadigma ist angezeigt, um künftige Aufgaben der Forschung auszuloten.


Tagungsprogramm

Mittwoch, 16. März 2016

11.30 Uhr
Pressekonferenz der Organisatoren mit den Kooperationspartnern

13.15 Uhr
Grußworte der Bürgermeisterin von Bad Gandersheim Franziska Schwarz und des Präsidenten der TU Braunschweig Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach

13.30 Uhr
Jörn Bockmann (Kiel) und Regina Toepfer (Braunschweig): Einführung

14.00 Uhr
Christian Popp (Göttingen):
Hroswida Gandersemensis Canonissa – Das Frauenstift Gandersheim im 10. Jahrhundert

14.45 Uhr
Glenn Ehrstine (Iowa):
Von Ambivalenzen und Pseudokommunikation

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr
Cornelia Herberichs (Stuttgart):
Religiöse Einfalt, religiöse Ambivalenzen? Zu einem Kategorienproblem am Beispiel der mittelalterlichen Passionsspiele

17.30 Uhr
Führung durch die Stiftskirche
Thorsten Henke (Museumsleiter des Portals zur Geschichte, Bad Gandersheim)

19.00 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag im Kaisersaal (Gandersheimer Abtei, Stiftsfreiheit 12)
Fidel Rädle (Göttingen):
Hrotsvit von Gandersheim. Von der poetischen Salvierung einer unheiligen Welt


Donnerstag, 17. März 2016

9.00 Uhr
Jan-Dirk Müller (München):
Die Messe – ein Drama? Geistliches Spiel und Messauslegung

9.45 Uhr
Christoph Petersen (München):
Von ritueller zu literarischer Ästhetik. Funktionen des performativen Dreischritts im geistlichen Spiel

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr
Hans-Rudolf Velten (Siegen):
Kontrastmedium, Lachritual, Profanierung. Zur Bewertung der Komik im Krämerspiel

11.45 Uhr
Carla Dauven-van Knipenberg (Amsterdam):
Das Emotionspotenzial von Ambivalenzen im geistlichen Spiel

12.30 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr
Ulrich Barton (Tübingen):
Tragische Lust im Passionsspiel? Zur Ambivalenz des Mitleids als religiösen und literarischen Affekts

15.15 Uhr
Jutta Eming (Berlin):
Ambivalenz und Figur. Überlegungen am Beispiel der Maria Magdalena

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr
Klaus Vogelgsang (Augsburg):
Vox et actio. Zum vielfachen Sprech-, Sing- und Spielsinn im geistlichen Drama

17.15 Uhr
Werner Williams-Krapp (Augsburg):
‚Überlieferung und Gattung. Zur Gattung Spiel im Mittelalter’ – revisited

18.00 Uhr Abendessen

20.00 Uhr
Peter Hacks: Rosie träumt
Szenische Lesung mit Schauspielern der Domfestspiele (Klosterkirche Brunshausen)
Regie: Christian Doll (Intendant der Gandersheimer Domfestspiele)


Freitag, 18. März 2016

9.00 Uhr
Verena Linseis (Gießen):
Tod oder Taufe? – Variable Ambivalenz der Glaubensvermittlung im 15. und 16. Jahrhundert

9.45 Uhr
Elke Ukena-Best (Heidelberg):
Aspekte des Ambivalenten im ‚Sündenfall’ des Arnold Immessen

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr
Ursula Schulze (Berlin):
Divergierende Urteile über geistliche Spiele in der Reformation

11.45 Uhr
Julia Gold (Gießen):
Ambivalente Normativität? Die zwölf Apostel im Märtyrerdrama des 16. Jahrhunderts

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung im Kloster Brunshausen
Thorsten Henke (Museumsleiter des Portals zur Geschichte, Bad Gandersheim)

14.30 Uhr
Klaus Wolf (Augsburg) und Ulrich Müller (Berlin):
Katholischer Brauch bei frommen Protestanten: das neuentdeckte Königsberger Fastnachtspiel. Erstedition und Erläuterung der Gattungsambivalenzen

15.15 Uhr
Bilanz und Ausblick

16.00 Uhr Abreise


Die Tagung wird gefördert von der Braunschweigischen Stiftung, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Niedersachsen.

Kooperationspartner sind die Gandersheimer Domfestspiele, das Portal zur Geschichte e.V., das Roswitha-Gymnasium Bad Gandersheim und die Stadt Bad Gandersheim.


Tagungsort:
Klosterhof Brunshausen
Brunshausen 6
37581 Bad Gandersheim
http://www.klosterhof-brunshausen.de


Homepage:
https://www.tu-braunschweig.de/germanistik/abt/spr/ambivalenzen


Organisation und Kontakt:
PD Dr. Jörn Bockmann
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Germanistisches Seminar
Leibnizstr. 8
D-24118 Kiel
Mail: bockmann@germsem.uni-kiel.de

Prof. Dr. Regina Toepfer
Technische Universität Braunschweig
Institut für Germanistik
Bienroder Weg 80
D-38106 Braunschweig
Mail: r.toepfer@tu-braunschweig.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBad Gandersheim
Beginn16.03.2016
Ende18.03.2016
PersonName: Toepfer, Regina [Prof. Dr.] 
Funktion: Veranstalter, Ansprechpartner 
E-Mail: r.toepfer@tu-braunschweig.de 
Name: Bockmann, Jörn [PD Dr.] 
Funktion: Veranstalter, Ansprechpartner 
E-Mail: bockmann@germsem.uni-kiel.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistik der Technischen Universität Braunschweig 
Strasse/Postfach: Bienroder Weg 80 
Postleitzahl: 38106 
Stadt: Braunschweig 
Telefon: +49(0)531 391-8636 [Sekretariat] 
Fax: +49(0)531 391-8638 
E-Mail: r.toepfer@tu-braunschweig.de 
Internetadresse: https://www.tu-braunschweig.de/germanistik/abt/spr/mitarb/toepfer 
Name/Institution: Germanistisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
Strasse/Postfach: Leibnizstr. 8 
Postleitzahl: 24118 
Stadt: Kiel 
Telefon: +49(0)431 880-2321 [Sekretariat] 
Fax: +49(0)431 880-7302  
E-Mail: bockmann@germsem.uni-kiel.de 
Internetadresse: https://www.germanistik.uni-kiel.de/de/lehrbereiche/niederdeutsch/mitarbeiter/pd-dr.-joern-bockmann 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeDramentheorie; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur 1150 - 1300; Literatur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580; Literaturtheorie: Themen; Theater (Aufführungspraxis)
Zusätzliches SuchwortAmbivalenz; geistliches Spiel
Klassifikation06.00.00 Mittelalter > 06.07.00 Gattungen und Formen; 08.00.00 Hochmittelalter > 08.04.00 Gattungen und Formen > 08.04.02 Drama; 09.00.00 Spätmittelalter und Übergangszeit (14. und 15. Jahrhundert) > 09.08.00 Gattungen und Formen > 09.08.02 Drama; 10.00.00 16. Jahrhundert > 10.06.00 Reformation; 10.00.00 16. Jahrhundert > 10.11.00 Gattungen und Formen > 10.11.02 Drama
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