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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Workshop: Objekte des Krieges: Präsenz & Repräsentation"
RessourcentypCall for Papers
TitelWorkshop: Objekte des Krieges: Präsenz & Repräsentation
BeschreibungObjekte des Krieges: Präsenz & Repräsentation

(12.-13. Dezember 2016, IBZ München)
Seit der Antike und bis zur Frühen Neuzeit bilden militärische Objekte wie Helme und Harnische, Schwerter und Schilde einen beträchtlichen Teil des europäischen Kunsthandwerks und sind über diesen zeitlichen Rahmen hinaus zugleich äußerst beliebte Gegenstände in Literatur und bildender Kunst. Diese literarische wie künstlerische Auseinandersetzung ist dabei keinesfalls als eine einfache Spiegelung realer Objekte, ihrer Materialitäten und Handhabungen zu verstehen, im Gegenteil: Die historischen Verbindungen zwischen Präsenz und Repräsentation solcher Objekte stellen sich als komplexe Verhältnisse dar. So werden den Artefakten durch vielfältige Prozesse der Rekontextualisierung, Idealisierung oder Verfremdung neue, teils unerwartete Gebrauchszusammenhänge und Bedeutungsebenen innerhalb des bildlichen oder textlichen Narrativs zugeordnet.

Derartige Repräsentationsprozesse sollen im Rahmen des Workshops in einer Doppelperspektive erschlossen werden. Zum einen gilt es, die Rezeption und Transformation von militärischen Objekten in der Literatur zu untersuchen, wobei besonders auf die jeweilige Eigengesetzlichkeit der Texte, ihre bedeutungsgenerierenden Mittel und kreativen Spielräume zu achten ist. Zum anderen sind literarische Darstellungen und Imaginationen in ihrer Vorbildlichkeit für und Abwandlung durch die bildende Kunst und die von ihr handelnde Kunstliteratur zu hinterfragen. Die verschiedenen Wissenschaftszweige, die bisher ein gesteigertes Interesse für Militaria gezeigt haben – ob als Realia oder schriftlich wie bildlich evozierte Objekte –, können auf diese Weise in einen produktiven Dialog miteinander treten. Insbesondere die Geschichtswissenschaft, die Germanistik und die Kunstgeschichte sollen im Rahmens des Workshops daher die Berührungspunkte und Abgrenzungen innerhalb der Überlieferungstraditionen vormoderner militärischer Artefakte ausloten.

Wissenschaftler_innen der genannten oder verwandter Disziplinen sind eingeladen, Vorschläge zu Beiträgen in deutscher oder englischer Sprache zu der skizzierten Fragestellung einzubringen. Diese sollen bei dem Workshop nicht in Form von Vorträgen, sondern als Textmanuskripte präsentiert und diskutiert werden. Eine zeitnahe Publikation der Beiträge ist angefacht.

Abstracts im Umfang von max. 500 Wörtern und ein kurzer Lebenslauf sind bis 31. März 2016 an romana.kaske@kunstgeschichte.uni-muenchen.de und julia.saviello@kunstgeschichte.uni-muenchen.de zu schicken. Die Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen.

Organisation:
Romana Kaske M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. des. Julia Saviello, Ludwig-Maximilians-Universität München




Objects of Warfare: Presence & Representation

(12.-13. december 2016, IBZ Munich)
Helmets and suits of armour, swords and shields form a considerable component of European craftwork since Antiquity and until Early Modern Times. Furthermore, they are popular subjects in literature and the fine arts. Their literary and artistic treatment is not to be seen as a simple reflection of real objects or their materialities and handlings, however. On the contrary: The historical connections between presence and representation of such objects present themselves as complex relationships. Thus the artifacts are assigned new and partly unexpected application contexts and dimensions of meaning in the pictorial or textual narrative through diverse processes of recontextualisation, idealization or alienation.

The workshop will develop these processes of representation in a double perspective. On the one hand it is necessary to examine the reception and transformation of military objects in literature, whilst paying attention to the respective inherent laws of the narratives including their potential as creative spaces and their means to generate significance. On the other hand, literary object depictions and imaginations shall be questioned regarding their status as exemplary models for and modifications by the fine arts and the associated art theoretical writings. The different disciplines of arts and humanities that have so far shown an increased interest in military objects (either as realia or as textually and visually evoked objects) can thus enter a productive dialogue. In particular the research fields of history, german studies and art history can sound out the points of contact and demarcation in the traditions of premodern military artifacts.

Reserchers of the mentioned and related disciplines are invited to propose contributions in German or English covering the outlined questions. These will be presented and discussed as pre-circulated manuscripts during the workshop, not in the form of talks. A publication of the papers is planned.

Please direct your submissions (500 word abstract) along with a short biography until 31. march 2016 to romana.kaske@kunstgeschichte.uni-muenchen.de and julia.saviello@kunstgeschichte.uni-muenchen.de. Travel and accomodation expenses will be covered.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMünchen
Bewerbungsschluss31.03.2016
Beginn12.12.2016
Ende13.12.2016
PersonName: Romana Kaske M.A.; Dr. des. Julia Saviello 
E-Mail: romana.kaske@kunstgeschichte.uni-muenchen.de; julia.saviello@kunstgeschichte.uni-muenchen.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Kunstgeschichte, LMU München 
Strasse/Postfach: Zentnerstrasse 31 
Postleitzahl: 80798 
Stadt: München 
Telefon: +49 (0)89 / 2180 - 6866 
Internetadresse: http://www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/forschung/objekte2/index.html 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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