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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Strukturalismus, heute. Spuren, Brüche, Kontinuitäten"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelStrukturalismus, heute. Spuren, Brüche, Kontinuitäten
BeschreibungStrukturalismus, heute. Brüche, Spuren, Kontinuitäten
Hannover, Schloss Herrenhausen, 24.-27.2.2016

Konzept und Organisation: Martin Endres und Leonhard Herrmann (Universität Leipzig)
Finanzierung durch die VolkswagenStiftung

Der 1916 veröffentlichte „Cours de linguistique générale“ Ferdinand de Saussures gilt nicht allein als Grundstein einer neuen Sprachwissenschaft und Sprachtheorie, sondern veränderte durch seine strukturalistischen Grundannahmen auch den theoretischen wie interpretatorischen Umgang mit Literatur sowie das Selbstverständnis der Literaturwissenschaft nachhaltig. 100 Jahre später fragt die internationale Konferenz „Strukturalismus, heute. Brüche, Spuren, Kontinuitäten“ nach den Folgen und der Wirkmächtigkeit des Strukturalismus für die Literatur- und Kulturwissenschaften der Gegenwart und Zukunft.
Die Methodendiskussionen, die in dem genannten Fächerkanon seit dem Erscheinen von de Saussures „Cours“ und in der Auseinandersetzung mit den strukturalistischen Theorieansätzen geführt wurden, schreiben sich bis ins 21. Jahrhundert fort und zeigen sich als eine Gleichzeitigkeit von strukturalistisch beeinflussten Ansätzen und poststrukturalistisch fundierten Sprach- und Erkenntnistheorien. Entsprechend gibt die Konferenz einer interdisziplinären Diskussion Raum, in der die Aktualität und Geltung des Strukturalismus als historisch unabgeschlossen verstanden wird.
Ziel ist es, einen Diskurs zu stiften, der für alle beteiligten Fachdisziplinen und -bereiche ein Desiderat darstellt und für ihr methodologisches Selbstverständnis im 21. Jahrhundert von zentraler Bedeutung ist.

Programm:

MITTWOCH, 24. FEB 2016

14.30-15.00 Uhr
Martin Endres & Leonhard Herrmann — Begrüßung

15.00—16.00 UHR
Ludwig Jäger — Begründer oder Erfindung des Strukturalismus? Saussure und der »Cours de linguistique générale«

16.30—18.00 UHR
Christian Benne — Apologie des Buchstaben A. Indogermanistik und Moderne
Alexander Becker — Bemerkungen zur Bedeutung der Struktur in und für die Sprache aus sprachanalytischer Sicht

DONNERSTAG, 25. FEB 2016

9.30—11.00 Uhr
Eva Geulen — Unbekannte Strukturalisten: A. Jolles und G. Kubler
Carsten Dutt — Werkindividualität und geschichtliche Struktur: Die Resultate Mukarovskýs

11.15—12.00 Uhr
Michael Scheffel — Narratologie – eine aus dem Geist des Strukturalismus geborene Disziplin?

13.30—15.00 Uhr
Andreas Blödorn — Strukturalistische Ansätze in der Filmanalyse
Andreas Ohme — Beschreiben oder bewerten? Zur Relevanz des strukturalistischen Paradigmas

15.30—17.00 Uhr
Moritz Baßler — Realismus – Historische Aspekte eines Erzählverfahrens
Monika Schmitz-Emans — Poetiken des Sammelns in der neueren Literatur

17.15—18.00 Uhr
Karlheinz Stierle — Ist der Strukturalismus überholt? Zur Aktualität der strukturalen Erzählanalyse

FREITAG, 26. FEB 2016

9.30—11.00 UHR
Dieter Mersch — Strukturale Mathematik und Strukturale Ästhetik. Kurze Geschichte einer Mésentente
Axel Pichler — Vom Text zur Handschrift. Zum Verhältnis von (Post-)Strukturalismus und Textologie

11.15—12.00 UHR
Nicole Sütterlin — Untod des Autors. Poststrukturalistisches Erzählen nach der Wende
13.30—15.00 UHR
Benjamin Specht — Gleichnis, Allegorie, Parabolik, Vieldeutigkeit. Vier Strukturen literarischer Textbedeutung
Hannah Eldridge — Einsetzung metrischer Zeichen: Durs Grünbeins physiologische Metrik

15.30—17.00 Uhr
Daniel Carranza — Rilkes absolute Metapher und die Entarbitrarisierung des Zeichens
Jake Fraser — Irreversibel: Struktur und Prozess in Kafkas Schreiben

17.15—18.00 Uhr
Marianne Wünsch — Strukturalismus: Literaturwissenschaft – Medienwissenschaft – Kulturwissenschaft

SAMSTAG, 27. FEB 2016

9.30—11.00 UHR
Nacim Ghanbari — „Doing Culture“ und die Arbitrarität des Zeichens
Katrin Dennerlein — Strukturalistische Aspekte der computergestützten Dramenanalyse. Analytisches Potential und Nutzen für die Literaturgeschichtsschreibung

11.15—12.00 UHR
Jan-Oliver Decker — Strukturalistische Ansätze in der Mediensemiotik
12.15—13.45 UHR
Abschlussdiskussion: Strukturalismus, morgen?


KONTAKT und ANMELDUNG
martin.endres@uni-leipzig.de
lherrma@uni-leipzig.de

TAGUNGSORT
Schloss Herrenhausen
Herrenhäuser Straße 5
30419 Hannover

Hinweis: Aufgrund eines beschränkten Platzangebots kann ein Besuch der Konferenz nur nach vorheriger Anmeldung (bis 22.2.16) erfolgen.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.uni-leipzig.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHannover
Anmeldeschluss22.02.2016
Beginn24.02.2016
Ende27.02.2016
PersonName: Dr. Leonhard Herrmann 
Funktion: wiss. Mitarbeiter 
E-Mail: lherrma@uni-leipzig.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Leipzig, Institut für Germanistik 
Strasse/Postfach: Beethovenstraße 15 
Postleitzahl: 04107 
Stadt: Leipzig 
Telefon: +49.341.97.37.350 
E-Mail: lherrma@uni-leipzig.de 
Internetadresse: http://www.uni-leipzig.de/~germ/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Literaturwissenschaft; Erzähltheorie; Geschichte der Germanistik; Literaturtheorie: Themen
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik
Ediert von  H-Germanistik
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