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Ergebnisanzeige "Aktuelle literarische und filmische Darstellungen von kultureller Hybridität und Mehrsprachigkeit im DaF-/DaZ-Unterricht"
RessourcentypCall for Papers
TitelAktuelle literarische und filmische Darstellungen von kultureller Hybridität und Mehrsprachigkeit im DaF-/DaZ-Unterricht
BeschreibungArtikel für das GFL-Journal (http://www.gfl-journal.de/) Internet-Ausgabe Dezember 2016:

"Aktuelle literarische und filmische Darstellungen von kultureller Hybridität und Mehrsprachigkeit im DaF-/DaZ-Unterricht"

Im Kontext aktueller Formen globaler Migration, insbesondere der nicht abreißenden Flüchtlingsströme nach Europa, möchte das GFL-Themenheft (www.gfl-journal.de, 3/2016) einen Beitrag leisten zur Didaktisierung von Darstellungen kultureller Hybridität und Mehrsprachigkeit in zeitgenössischen literarischen Texten und Filmen.

Kulturelle Hybridität und Mehrsprachigkeit stellen für Einwanderer und Deutsche mit Migrationshintergrund eine Herausforderung dar, die oftmals das Verhältnis zur Einwanderungs- und Herkunftskultur eindeutig im Sinne eines Bekenntnisses zur deutschen Sprache und Kultur zu bestimmen sucht. Ist dies nicht der Fall, so wird kulturelle Hybridität zu einer Begriffshülse für jegliche Art von als problematisch empfundenen Identitätsentwürfen degradiert.

Ein zentraler Aspekt kultureller Hybridität ist Mehrsprachigkeit. Die Sprachwissenschaftler Oppenrieder und Thurmair haben bereits 2003 überzeugend nachgewiesen, dass Einsprachigkeit in Deutschland für die Bildung und Aufrechterhaltung der nationalen Identität eine zentrale Rolle spielt, denn der gemeinsamen Sprache kommt eine identitätsstiftende Funktion zu. Die Mehrsprachigkeit von Menschen mit hybriden Identitäten hingegen erfährt schnell eine negative Bewertung als potentielle Bedrohung der auf Einsprachigkeit ausgerichteten Gruppenidentität. Ausprägungen dieser unterschiedlichen Einstellungen zu kultureller Hybridität sind in der deutschen Gesellschaft unübersehbar. Aktuelle Formen der Abwehr von Hybridität zeigen sich z.B. an Pegida-Demonstrationen und Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte.

Ganz im Gegensatz zu diesen negativen Einstellungen zum den Themen kulturelle Hybridität und Mehrsprachigkeit heben kulturwissenschaftliche und postkoloniale Diskurse, wie z.B. von Homi K. Bhabha, das kreative und erneuernde Potential von kultureller Hybridität hervor. Auch der Philosoph Wolfgang Welsch schließt an diese positive Bewertung von kultureller Hybridität an. Aufgrund verschiedenster Globalisierungstendenzen prognostiziert er sogar die Auflösung von Nationalkulturen dank neuer Formen von Transkulturalität, die seines Erachtens die gesamte Weltbevölkerung betreffen werden.

Auf welche Weise können Darstellungen von kultureller Hybridität und Mehrsprachigkeit in aktuellen literarischen und filmischen Diskursen didaktisiert und für den DaZ/DaF-Unterricht nutzbar gemacht werden?

Bitte senden Ihren Abstract (ca. 250-300 Wörter) und kurze biographische Angaben (entweder auf Deutsch oder Englisch) bis zum 30. April 2016 an Dr. Martina Moeller (lektorat.rabat.daad@gmail.com). Die fertigen Artikel (10 bis 15 Seiten) sind bis zum 15. August 2016 einzureichen.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss30.04.2016
Anmeldeschluss30.04.2016
PersonName: Dr. Martina Moeller 
Funktion: DAAD-Lektorin 
E-Mail: lektorat.rabat.daad@gmail.com 
KontaktdatenName/Institution: Université Mohammed V, Faculté des Lettres & Sciences Humaines, Département d'Allemand 
Strasse/Postfach: 3 Av. Ibn Batouta  
Postleitzahl: CP 1040 
Stadt: Rabat 
 
Telefon: 00 212 37 77 18 73  
E-Mail: lektorat.rabat.daad@gmail.com 
LandMarokko
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