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Ergebnisanzeige "Die Paranoia in Zeiten „postpsychologischer Neurophysiologie“: Das literarische Werk von Clemens J. Setz (Bamberg, 14-16.7.2016) "
RessourcentypCall for Papers
TitelDie Paranoia in Zeiten „postpsychologischer Neurophysiologie“: Das literarische Werk von Clemens J. Setz (Bamberg, 14-16.7.2016)
BeschreibungDie Paranoia in Zeiten „postpsychologischer Neurophysiologie“ – Das literarische Werk von Clemens J. Setz (Bamberg, 14-16.7.2016)

Universität Bamberg und internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Bamberg

Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz wird im Rahmen der 29. Bamberger Poetikprofessur im Juni und Juli 2016 in 4 Vorlesungen über sein Schreiben reflektieren. Im Anschluss daran findet vom 15. bis 16. Juli in Anwesenheit des Autors ein Kolloquium über sein literarisches und essayistisches Werk statt, das die ästhetischen, mimetischen und gesellschaftskritischen Aspekte und Potenziale seines Werkes in den Fokus nimmt, diskutiert und dabei Fragen zu Einzelaspekten stellt und auch Gesamtdeutungen nachgeht.

Setz veröffentlichte 2007 seinen Debütroman „Söhne und Planeten“. Seitdem folgten die Romane „Die Frequenzen“ und „Indigo“, zudem der Erzählband „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“, für den er 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. Weitere Veröffentlichungen umfassen den Gedichtband „Die Vogelstraußtrompete“, die als Nacherzählungen deklarierte Textsammlung „Glücklich wie Blei im Getreide“, sowie Artikel für die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und das Literaturmagazin Volltext. 2015 gewann er mit dem viel beachteten Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ den Wilhelm-Raabe-Preis. Auf dem Blog „Frau und Gitarre“ kommentierten u. a. Joachim Bessing, Sascha Lobo und Ijoma Mangold von September bis Weihnachten 2015 den Text in einem virtuellen Zitat- und Zettelkasten und gingen so den veränderten literarischen Produktions- und Rezeptionsbedingungen nach, mit denen sich auch Setz in seinem Werk beschäftigt.

Setz lotet in seinen Texten gleichermaßen ironisch-spielerisch wie tiefgründig-rätselhaft die Schattenseiten der Gegenwart aus. Sein Werk kreist um zwischenmenschliche Abgründe, um Paranoia, Krankheit und Depression, diskutiert Generationenkonflikte und nimmt »Liebe in Zeiten postpsychologischer Neurophysiologie« in den Blick (Setz im Interview mit der ZEIT). Er rückt gesellschaftliche Außenseiter und Außenseiterinnen ins erzählerische Zentrum, ohne dabei zu werten oder anzuklagen, dabei entfaltet er an ihnen und ihren Innenwelten ein Panoptikum des Unbehagens an der westlichen Welt. Den Unsicherheiten einer immer unüberschaubarer werdenden und kaum mehr zu erfassenden Informationsvielfalt der virtuellen Welt begegnet er mit postmodernen Schreibverfahren, die in seine »Ästhetik des Unheimlichen« (DER SPIEGEL) integriert werden: Bewusste Leerstellen, falsche Spuren oder unentwirrbare Verweise werden über fragmentierte und unzuverlässige Erzählverfahren präsentiert und illustrieren so die Prinzipien des vermeintlich Undarstellbaren.

Das Kolloquium wird mit der vierten und letzten Poetikvorlesung von Clemens J. Setz am Donnerstag, den 14. Juli, um 20 Uhr eröffnet, am 15. und 16. Juli diskutieren Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler sowie Literaturkritikerinnen und Literaturkritiker sein Werk im Dialog mit dem Autor. Der überaus reizvolle Tagungsort ist das internationale Künstlerhaus Villa Concordia. Die Tagungsbeiträge werden voraussichtlich in der Reihe „Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur“ (Wallstein-Verlag, Göttingen, hg. von Friedhelm Marx) erscheinen.
Der Call for Papers richtet sich auch an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler (Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden) der Literaturwissenschaften. Bei erfolgreicher Antragstellung können Fahrt- und Übernachtungskosten übernommen werden.

Bitte senden Sie bis zum 25.2. 2016 einen Titel (und möglichst schon ein Abstract) für einen 30minütigen Vortrag (ca. 300 Wörter) sowie ein kurzes wissenschaftliches CV an:
Iris Hermann oder Christian.Wilpert@uni-bamberg.de

Veranstalterin:
Prof. Dr. Iris Hermann
Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
An der Universität 5
96045 Bamberg
Telefon: 0951/863-2285
https://www.uni-bamberg.de/germanistik/neuere-deutsche-literaturwissenschaft/professur-fuer-neuere-deutsche-literaturwissenschaft-iris-hermann/
https://www.facebook.com/NdLBamberg

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBamberg
Bewerbungsschluss25.02.2016
Beginn14.07.2016
Ende16.07.0016
PersonName: Iris Hermann 
Funktion: Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 
E-Mail: iris.hermann@uni-bamberg.de christian.wilpert@uni-bamberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Bamberg, Germanistisches Institut 
Strasse/Postfach: An der Universität 5  
Postleitzahl: 95045  
Stadt: Bamberg 
Telefon: 0951/8632285 oder 2216 
E-Mail:  
Internetadresse: https://www.uni-bamberg.de/germanistik/neuere-deutsche-literaturwissenschaft/professur-fuer-neuere-deutsche-literaturwissenschaft-iris-hermann/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literarische Wertung/Literaturkritik
Zusätzliches SuchwortDas Werk von Clemens Setz
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.05.00 Germanistenverbände und –tagungen; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.08.00 Zu einzelnen Germanisten, Literaturtheoretikern und Essayisten; 03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.02 Schriftsteller; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.14.00 Zu einzelnen Autoren; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.13.00 Zu einzelnen Autoren
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