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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Jahrbuch der ungarischen Germanistik Band 2015"
RessourcentypCall for Papers
TitelJahrbuch der ungarischen Germanistik Band 2015
BeschreibungCFP − Literaturwissenschaft

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche spiegelt sich auf vielfältige Weise in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wider. Die Veränderung von sozialen Strukturen auf gesellschaftlicher oder individueller Ebene (Dietmar Dath) wie auch die Veränderung des Schreibens (Arno Schmidt: Zettels Traum vs. Rainald Goetz: Abfall für alle, Elfriede Jelinek: Neid) selbst sind Thema der Literatur. Digitalisierte Schreibprozesse bringen wiederum neue Formen der Interaktion mit Leserinnen und Lesern hervor, die die Idee der Rezeption als stiller und einsamer Lektüre in Frage stellen (Tilmann Rammstedt: Morgen mehr). Gattungsgrenzen werden aufgelöst (Poetry Clips etc.); die virale Verbreitung macht plötzliche Netzpopularität (Julia Engelmann) genauso möglich wie das Aufdecken von Plagiatsfällen (Helene Hegemann). Damit steht auch die Autorin/der Autor als gesellschaftliche Instanz auf dem Prüfstand. Auf der einen Seite wird die vielfältige Vermarktung, die Präsenz in unterschiedlichsten Formen und Foren erwartet, andererseits verliert sich im beschleunigten Wechsel von Themen und Moden womöglich die herausgehobene Meinungsäußerung von Autorinnen und Autoren (Günter Grass vs. Juli Zeh, Sibylle Berg etc). Die Veränderung des Systems Literatur als Teil eines vielfältigen Mediensystems führt zu neuen Zeichen, Encodierungen und Decodierungen und somit zu neuen Sprachbildern und -stilen in literarischen Texten.

Das Jahrbuch der ungarischen Germanistik 2015 erbittet Beiträge,

die analysieren, in welcher Weise die Digitalisierung – thematisch, formal, stilistisch – Eingang in die Gegenwartsliteratur gefunden hat,
die kontrastieren, ob und wie sich Literatur in der digitalisierten Welt von literarischen Werken des analogen Zeitalters unterscheidet,
die die Veränderungen des Systems Literatur reflektieren und nach deren Auswirkungen auf die Rolle des Autors, der Gattung, Gattungsgrenzen, Gattungsmischungen und des Verlagswesens diskutiert,
die an der Schnittstelle von Literatur- und Sprachwissenschaft untersuchen, welche semantischen oder stilistischen Veränderungen mit der Digitalisierung einhergehen und sich in Literatur niederschlagen.

Weiterhin sind Essays erwünscht,

die einen Ausblick auf die Veränderungen des wissenschaftlichen Arbeitens im Bereich der Literaturwissenschaft geben.
Schließlich erwarten wir nachdrücklich auch literaturwissenschaftliche Beiträge außerhalb des Themenschwerpunktes, die die aktuelle Forschung der ungarischen Germanistinnen und Germanisten veranschaulichen.





CFP − Deutsch als Fremdsprache

Wir erleben heutzutage, dass Medien wie Computer, Smartphones und Tablets immer mehr zu Gebrauchsgegenständen in unserem Alltag werden. Mit Hilfe mobiler Endgeräte sind wir in der Lage, auf Informationen jederzeit und überall zurückzugreifen. In unseren Smartphones gibt es u.a. elektronische Wörterbücher und Apps zum Vokabellernen. Welche Änderungen sind im DaF-Unterricht notwendig, um mit dieser technischen Entwicklung im Schulunterricht Schritt zu halten? Inwiefern ändern sich Lern- und Lehrprozesse, wenn wir ein Whiteboard oder eine Lernplattform in den Unterricht integrieren?

Diese Eingangsfragen weisen darauf hin, dass der Einsatz digitaler Medien im Unterricht Lehrende vor neue Herausforderungen stellt. Sie stehen vor der Aufgabe, Medien auszuwählen und Materialien didaktisch aufzubereiten, damit der jeweilige Lehr- und Lernprozess möglichst effektiv verläuft. Mithilfe digitaler Medien lässt sich der Klassenraum erweitern, wir erhalten direkten Zugang zu authentischen Materialien und können auf tagesaktuelle Themen zugreifen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich Gruppen oder einzelne Lernende auf (Lern-)Plattformen miteinander vernetzten und auch außerhalb des Präsenzunterrichts intensiv austauschen können. Die Vielfalt des Medienangebots darf uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin Ziele und Lerninhalte im Vordergrund der Unterrichtsaktivitäten stehen sollten, zu denen dann die Medien passend ausgesucht werden.

Das vorliegende Thema lässt sich u.a. durch folgende Fragen betrachten:

Was hat sich durch den Einsatz digitaler Medien im Bereich Deutsch als Fremdsprache nachhaltig verändert? Wie erfolgreich ist der Medieneinsatz in der Praxis?
Inwieweit unterstützen aktuelle Lehrwerke den Einsatz neuer Medien?
Wie lassen sich digitale und analoge Lernwelten miteinander verbinden? Wie effektiv ist der Einsatz von Blended Learning-Einheiten im DaF-Unterricht?
Welche Modelle und gute Beispiele gibt es zum kreativen Umgang mit digitalen Medien im DaF-Unterricht?
Welche Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Medien in der Unterrichtspraxis gibt es bereits?

Die DaF-Redaktion freut sich auf theoretische Ansätze, Berichte über Forschungsergebnisse oder Beschreibungen von Fallbeispielen.



CFP − Linguistik

Germanistik in der digitalen Welt: Ressourcen für die Sprachwissenschaft

Die Digitalisierung ist in letzter Zeit auch in die Geisteswissenschaften eingedrungen. Auch Geisteswissenschaftler benutzen immer mehr digitalisierte Datenbanken, insbesondere Online-Datenbanken zu ihrer täglichen Arbeit. Darüber hinaus gibt es in der Linguistik spezifische Forschungsinteressen, die unmittelbar die Digitalisierung/Digitalisierbarkeit sprachlicher Informationen betreffen.

Dementsprechend werden sowohl Beiträge erwartet, die die Digitalisierung sprachlichen Materials selbst problematisieren (insbesondere korpuslinguistische Beiträge, Aufsätze aus dem Bereich der digitalen Lexikographie, der Online-Grammatiken sowie der Digitalisierung sprachgeographischer Atlanten) als auch anwendungsbezogene Abhandlungen über die Nutzen der digitalisierten Datenbanken für die linguistische Forschung (z. B. korpusunterstützte Untersuchungen). Natürlich könnte man neben dem Ressourcen-Aspekt auch berücksichtigen, dass Sprache im Netz selbst Gegenstand linguistischer Forschung sein kann.

Als Ergänzung zu Beiträgen, die die obigen Aspekte thematisieren, sind weiterhin auch Beiträge willkommen, in denen mit „traditionellen“ Methoden der Linguistik gearbeitet wird. Sie können insbesondere zeigen, dass die älteren, bewährten Methoden der Linguistik auch in unserer digitalisierten Welt nach wie vor fruchtbringend angewendet werden können.



Die Redaktion des JuG freut sich selbstverständlich auch auf Beiträge zu Ihren eigenen Forschungs- oder Interessenschwerpunkten in den Bereichen Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und DaF.

Wir erwarten sämtliche Beiträge bis zum 1. März 2016.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://jug.hu/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&i...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss01.03.2016
Anmeldeschluss01.03.2016
PersonName: Dr. Lehel Sata 
Funktion: leitender Redakteur 
E-Mail: jug.redaktion@gmail.com 
KontaktdatenName/Institution: Jahrbuch der ungarischen Germanistik 
Strasse/Postfach: Ifjúság u. 6.  
Postleitzahl: 7624 
Stadt: Pécs 
Telefon: +36-72-501500 (24666) 
Fax: +36-72-314008 
E-Mail: jug.redaktion@gmail.com 
Internetadresse: www.jug.hu 
LandUngarn
BenutzerführungDeutsch
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 03.00.00 Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/51737

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