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Ergebnisanzeige "Linguistik und Poetik kollektiven, kollaborativen und kooperativen Schreibens"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLinguistik und Poetik kollektiven, kollaborativen und kooperativen Schreibens
BeschreibungLinguistik und Poetik kollektiven, kollaborativen und kooperativen Schreibens

Werkstattgespräch an der TU Dortmund
29. Januar 2016, 9-19 Uhr
Institut für deutsche Sprache und Literatur

In den Sprach- und den Literaturwissenschaften beschäftigt man sich seit einiger Zeit mit der Frage, wie das gemeinsame Schreiben an einem Text theoretisch und methodisch erschlossen und beschrieben werden kann. Dabei haben sich unterschiedliche Ansätze und Zugriffe entwickelt, die disziplinär begründet sind, zugleich aber deutliche Parallelen aufweisen. Das gilt für die linguistische wie für die literaturwissenschaftliche Schreibprozessforschung, auch wenn sich die eine primär am Begriff der Textproduktion orientiert, die andere an den Bedingungen und Begleitumständen des Schreibens selbst. Interessant genug, werden mit den derzeit gängigen Attributen ‚kollektiv‘, ‚kollaborativ‘ und ‚kooperativ‘ nicht nur alte und neue Fragen und Forschungsrichtungen der Fachgeschichte aufgerufen (von der linguistischen Poetik bis zur Genealogie des Schreibens), sondern auch all die Praktiken und Kulturtechniken der heutigen Arbeits- und Bildungswelt, die den politischen und/oder sozialgeschichtlichen Hintergrund der akademischen Debatte abgeben.

Wie genau, zeigt etwa der Begriff der Kooperation (nach ko-opera), der ein ganzes Bündel an Ko-Autoren annotiert (Mitschreiber und -leser, Kritiker, Redakteure, Zensoren, Lektoren usf.) und über den Werkbegriff die allgemeinen gesellschaftlichen Umstände des Schreibens ins Feld führt (von den Erwartungen des Publikums und des Marktes bis zu den Medien und Publikationsformen). Das eine wie das andere kann sich auf den Vorgang der Textproduktion auswirken – vom Planen bis zum Überarbeiten, Fertigstellen und Wiederlesen – und zugleich die ästhetische und poetologische Praxis und Konzeption des Schreibens bestimmen, von der Einrichtung der Schreibumgebung bis zur Erzählweise. Beides ist Teil einer kollaborativen (nach ko-labor), also arbeitsteiligen Arbeitswelt, die sich je nach historischem Stand und politischem Bewusstsein als interaktive, netzwerkorientierte, fordistische oder kollektive Arbeitswelt bezeichnet.

Das Werkstattgespräch soll einer ersten Orientierung und Sondierung der theoretischen Voraussetzungen und methodologischen Ansätze dienen, aus linguistischer, literaturwissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive.

Programm:

09:00 Begrüßung und Eröffnung

Michael Beißwenger, Tobias Lachmann, Claas Morgenroth (Dortmund):
Linguistik und Poetik kollektiven, kollaborativen und kooperativen
Schreibens: Zur Einführung

09:15 Ludger Hoffmann, Martin Stingelin (Dortmund):

Schreiben, linguistisch / Sich-Mitschreiben-Lassen, literaturwissenschaftlich

10.15 Thomas Gloning (Gießen):
Historische Kontroversen und Formen des kollaborativ-kollektiven
Protokollierens. Das Beispiel der „Badener Disputation“ von 1526

11:15 Kaffeepause

11:45 Klaus Kastberger (Graz):
Vom vom zum zum.
Kollektiv Schreiben von der Wiener Gruppe bis Jandl/Mayröcker

12:45 Gemeinsames Mittagessen / Restaurant Calla

14:15 Katrin Lehnen (Gießen):
Kooperative Textproduktion –
Theoretische Konzepte, didaktische Ansätze

15:15 Claas Morgenroth, Tobias Lachmann (Dortmund):
Kollaboratives Arbeiten und kollektives Schreiben /
Kollektive Geschichte/n. Facetten von Kollektivität in literarischen Texten nach 1968

16:15 Kaffeepause

16:45 Michael Beißwenger, Lena Meyer (Dortmund):
Sprechen, um zu schreiben – schreiben, um zu schreiben:
Interaktive Formulierungsprozesse „offline“ und „online“ /
Kooperative Konzepte in der Rechtschreibförderung

17:45 Jürgen Link (Dortmund):
Über den Kreativzyklus von realem und fiktionalem kollektiven
Schreiben. Am Beispiel von "Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung"

18:45 Abschlussdiskussion

19.30 Gemeinsames Abendessen


Anmeldung zur Teilnahme:

Die Teilnahme ist frei. Um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 6. Januar 2016 wird
gebeten.

Kontakt:
Michael Beißwenger (michael.beisswenger@tu-dortmund.de)
Tobias Lachmann (tobias.lachmann@tu-dortmund.de)
Claas Morgenroth (claas.morgenroth@udo.edu)

Vernstalter und Veranstaltungsort:
TU Dortmund
Institut für deutsche Sprache und Literatur
Emil-Figge-Str. 50
44221 Dortmund
Raum 3.428
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortDortmund
Beginn29.01.2016
Ende29.01.2016
PersonName: Claas Morgenroth 
Funktion: Wiss. Mitarbeiter 
E-Mail: claas.morgenroth@udo.edu 
KontaktdatenName/Institution: TU Dortmund, Institut für deutsche Sprache und Literatur 
Strasse/Postfach: Emil-Figge-Str. 50 
Postleitzahl: 44221  
Stadt: Dortmund 
Telefon: +49 (0)231 755 2857 
Fax: +49 (0)231 755 4498 
E-Mail: deutsch@post.uni-dortmund.de 
Internetadresse: http://www.germanistik.tu-dortmund.de/cms/de/00_home/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLinguistik; Methodologie / Wissenschaftsgeschichte; Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Semiotik (Text und Bild); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte); Literaturwissenschaft; Geschichte der Germanistik; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Literaturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationstheorie; Rhetorik
Zusätzliches SuchwortSchreiben
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.10.00 Stilistik. Rhetorik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.12.00 Interpretation. Hermeneutik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
Ediert von  H-Germanistik
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