VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ereignis erzählen"
RessourcentypTagungsberichte
TitelEreignis erzählen
BeschreibungEreignis erzählen
10.-12. September 2015, Universität Hamburg


Bericht von Martin Schneider, Universität Hamburg (martin.schneider@uni-hamburg.de) und Anna Häusler, TU Dresden (anna.haeusler@tu-dresden.de)

- Bericht vom Veranstalter -


Wie gestaltet sich das Verhältnis von Ereignis und Erzählen? Ist es das Erzählen, das das Ereignis erst schafft, oder ist es das Ereignis, unter dem sich das Erzählen formt? Mit diesen Leitfragen beschäftigte sich die Tagung, die vom 10. bis 12. September 2015 an der Missionsakademie der Universität Hamburg stattfand. Sie wurde von den Instituten für Germanistik der Universität Hamburg und der Universität Erfurt organisiert und von der Universität Hamburg, der Universität Erfurt sowie der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung gefördert.

Donnerstag, 10.09.2015

MARTIN SCHNEIDER (Hamburg) eröffnete die Tagung mit der Vorstellung des konzeptuellen Rahmens und der einzelnen Sektionen.

ANNA HÄUSLER (Dresden) stellte im Anschluss grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Ereignis und Erzählen an. In ihrer Analyse der Erzählung „Das Phantom des Alexander Wolf“ von Gaito Gasdanow zeigte sie, dass dieser Text sich nicht in der narrativen Darstellung vergangener Ereignisse erschöpfe, sondern das intradiegetische Erzählen der zentralen ,unerhörten Begebenheit‘ selbst zum Ereignis werden lasse. Es bestehe also ein Wechselspiel zwischen „Ereignis erzählen“ und dem „Ereignis Erzählen“.

SANDRO ZANETTI (Zürich) schloss in seinem Keynote-Vortrag an die Formel vom Erzählen als Ereignis an und betonte dabei sowohl das Moment der Rezeption als auch die mediale Bedingtheit des Erzählens. Seine These lautete, dass Erzähltexte auf der Ebene des discours durch provokative Signale eine ereignishafte Rezeption ermöglichen – wie z.B. der berühmte Gedankenstrich in Kleists Die Marquise von O… –, die sich dann aber erst im Akt der Lektüre konkretisiert. Erzählung wird dann zum Ereignis, wenn medial präformierte Ereignispotenzen in unabsehbare Rezeptionsaffekte umschlagen. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem rhetorisch provozierten Erzählereignis: Das Ereignis sei nicht im Text selbst zu finden, dort sei es nur potenziell, als Spur angelegt, die der Leser sich in seiner Haltung zur Erzählung erschließen muss, wodurch diese erst zum Ereignis wird.

Sektion I: Wahrheit und Wahrscheinlichkeit

WOLFGANG STRUCK und KRISTINA KUHN (Erfurt) sprachen in ihrem Vortrag zu Heinrich Barths „Einzug in Timbuktu“ über die triadische Wechselwirkung von Reiseberichten, Reisebildern und geographischen Karten. Sie stellten daran anschließend die Frage, wie sich innerhalb einer solchen intermedialen Formation ein geschichtsgeographisches Ereignis zeigen könne. Anhand des Spannungsverhältnisses der Subjektlogiken des Berichts und des Bildes einerseits und der Subjektlosigkeit der Karte andererseits erörterten sie den speziellen Ereignischarakter in den Darstellungen von Barths „Einzug in Timbuktu“, d.h. in der Ankündigung seiner Ankunft.

JACQUELINE MALCHOW (Hamburg) ging dann detailliert der Rezeption der Französischen Revolution, insbesondere des Sturms auf die Bastille in zeitgenössischen Berichten und Inszenierungen nach. Als Parameter der narrativen Darstellung in den Rezeptionsquellen stellte Malchow Verstärkung des Ereignisses auf der einen und Eindämmung des Ereignisses auf der anderen Seite heraus.

HANNA SOHNS (Erfurt) referierte im Anschluss über das Ereignis der Heteronymie bei Fernando Pessoa. Pessoa schuf sich verschiedene fiktive Autorennamen, unter denen er publizierte und auf die er seine Texte verteilte. Diese Konstellation ermöglichte es Pessoa, den Schreibakt einerseits aktiv zu begründen und andererseits passiv zu erfahren. Dabei zeigte Sohns, dass Pessoas Versuch, auf den ereignishaften Ursprung des Schreibens zuzugreifen, diesen zugleich verschleiert: Das Ereignis der Heteronymie geschieht in der Lektüre, genauer gesagt in der Eigenlektüre als Fremdlektüre, die als ein Monolog erscheint, der sich auf verschiedene Personen verteilt.

Freitag, 11.09.2015

Sektion II: Zeitlichkeit

MICHAEL WALTENBERGER (Frankfurt am Main) begann die Sektion mit einem Beitrag zu den „subatomaren Gründungsparadoxien der Narratologie“. In seiner Auseinandersetzung mit den narratologischen Ereignis-Definitionen Tilman Köppes und Peter Hühns zeigte er, dass die gängige Definition des Ereignisses als kleinste „atomare“ Erzähleinheit die Annahme voraussetze, dass zwischen der Welt und ihrer sprachlichen Abbildung Kongruenz herrsche. Die Phänomenalität des Intentionalen ebenso wie die Geschichtlichkeit von Zeitstrukturen würden von der Narratologie ausgegrenzt und in einen subatomaren Bereich verwiesen. Demgegenüber plädierte Waltenberger dafür, Erzählen im Anschluss an die Phänomenologie Bernhard Waldenfels' von der paradoxalen Verfasstheit der Zeiterfahrung her zu verstehen. Im Erzählen könne diese erfahrungshafte Zeitlichkeit, in der Ursache und Wirkung nicht schon a priori voneinander geschieden sind, mimetisch bewahrt und ausgestaltet werden.

BORIS PREVIŠIĆ (Luzern) trug anschließend zum Verhältnis von Ereignis und Harmonie bei Diderot vor. Dabei ging er zum einen in rezeptionsästhetischer Hinsicht von dem Phänomen der Resonanz aus, aus der – gemäß Diderot – die Seele die Stimmung des Ereignisses heraushöre. Zum anderen zeigte er aus produktionsästhetischer Sicht, dass Diderot in der Verknüpfung von ereignishaften Konzepten (Linearität) und Erzählebenen (Vertikalität) im Spätwerk „Das ist keine Erzählung“ eine Differenzbewegung nachvollziehe, welche der musiktheoretischen Differenzierung zwischen „basse continue“ (Linearität der Melodie) und „basse fondamentale“ (Vertikalität der Harmonie) bei Rameau entspreche.

EWELINA BENBENEK (Hamburg) stellte abschließend ihre Analyse von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ vor, die auf Jean-Luc Nancys Begriff des „Theaterereignisses“ beruhte. Wesentlich für Nancy ist das Spannungsverhältnis zwischen Kult und Tragödie. Während der Kult die Götter als etwas Präsentes anruft, appellieren die Figuren der Tragödie an die Götter als etwas Abwesendes, weshalb die Tragödie immer auch auf eine sich entziehende Instanz hindeutet. Genau dies sei es, was Jelineks Schutzbefohlene durchspielten: Unentwegt erflehen die Figuren hier den Schutz einer Instanz, die ihnen unverfügbar bleiben muss.

Sektion III: Materialität und Medialität

ARNE STOLLBERG (Berlin) eröffnete die Sektion mit einem Vortrag zu Narration und Ereignis in der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts. Methodisch schloss er dabei an Reinhart Kosellecks Überlegungen zum Verhältnis von Ereignis und Struktur an. Am Beispiel unvorhergesehener Brüche in Schuberts Sinfonie in h-moll D759 („Die Unvollendete“) zeigte er, wie Ereignisse aus musikalisch-narrativen Strukturen hervortreten und diese Strukturen durchbrechen können, um dann jedoch im Fortgang der Entwicklung wiederum in diese Strukturen integriert zu werden.

BERNHARD JAHN (Hamburg) stellte bei seiner Analyse von Händels Oper „Alcina“ die Frage, was multimediale Ereignisse sind. Aus diesem Grund untersuchte er die drei an der Oper beteiligten Künste Bühnenbild, Musik und Text hinsichtlich ihres Ereignispotentials. Was die Szenographie angeht, sei die mehrmalige Verwandlung der Bühne als ereignishaft anzusehen. In der Dramaturgie stechen laut Jahn vor allem die Anagnorisis-Momente als Ereignisse hervor. Das musikalische Ereignis wiederum bildet die überraschende Gesamtdisposition der Arien. Auffällig sei dabei, dass die Künste sich zunächst nicht zusammenschließen, um ein einziges Ereignis herauszustellen, sondern ihr ereignishaftes Potential zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Oper entfalten. So entstehe eine Gesamtdramaturgie multimedialen Erzählens, die sich durch unerwartete Brüche und Mehrfacherzählungen von Ereignissen auszeichne. Erst am Schluss beteiligten sich alle Künste zur gleichen Zeit an der Formierung eines multimedialen Ereignisses.

JAN HENSCHEN (Erfurt) schloss die Sektion mit einem Beitrag zur Formation des Ereignisses im Drehbuch mit Überlegungen zu Ereignis und Erzählschemata im Hollywoodfilm. Er zeigte, dass an verschiedenen Erzählmomenten gewisse Ereigniskonfigurationen strukturell positioniert werden sollen und untersuchte das Drehbuch zu „Adaptation“ (USA 2002) auf die autoreflexiven Inszenierung solcher Vorgaben. Mit Temenuga Trifonova fragte er schließlich: „Could the narration of an event precede the event itself?“, und demonstrierte diese Vorrangigkeit sowohl als temporäre wie auch erzählerische in Bezug auf Idealschema und Erzählung über solche Ereignisanordnungen.

Sektion IV: Ordnungen des Erzählens

CAROLA GRUBER (München) stellte in ihrer Darstellung von Ereignissen in Ror Wolfs Kürzestprosa die These auf, dass Ereignisse im Erzählen und nicht nur im Erzählten geschehen könnten. Die gewählten Beispiele Wolfs zeichneten sich durch ihre Unterbestimmtheit aus, durch ihren Bruch mit der Konvention, etwas Mitteilenswertes erzählen zu müssen. In seinen Erzählungen bereite Wolf ständig ein Ereignis vor, halte den Kontext des Geschehens jedoch zurück und verhandele auf diese Weise, wie wenig sich Ereignisse in Erzählungen fassen lassen und wie diese erst in Relation zu einer gegebenen Ordnung entstehen können.

CHRISTINA HÜNSCHE (Heidelberg) rückte W.G. Sebalds zerdehnte Schachtelwörter und die Unverfügbarkeit der Vergangenheit in den Fokus ihres Beitrags. Als Beispiel diente ihr Sebalds Roman „Austerlitz“, anhand dessen sie zeigte, wie sich Ereignisse im Wechselspiel von Beschreibung und Erzählung modellieren. Sebald lasse seinen Erzähler Material anordnen, verfolge darin jedoch ein Zersetzungsprogramm von Bildern, sodass die komplexe Inszenierung einer Schachtelung und Verwischung entstehe.

THOMAS GLASER (Lüneburg) sprach am Schluss der Sektion über das Ereignis des bleichen Akoluth im anakolutischen Erzählen von Stifters „Kalkstein“. Mit seiner distanzierten Schreibweise entziehe Stifter in diesem Text das Erzählte dem Anschein des Gewöhnlichen und öffne es für Anderes, potentiell Unvorhergesehenes. In dem so geschaffenen literarischen Raum löse jedoch nicht das Markante den Erinnerungsprozess aus, sondern das Unauffällige. Der bleich gezeichnete Akoluth ist in seiner Folgsamkeit als Subjekt der Zeichenverwendung getilgt. Selbstaufopferung und Scheitern sind Teil seiner Erscheinung, und ihre Annahme wird zur Bedingung des Ereignisses.

Samstag, 12.09.2015

Sektion V: Wissens- und Diskursformationen

NICHOLAS SAUL (Durham) stellte seinen Vortrag unter die Frage: Was für ein Ereignis ist die Evolution? Emergente Phänomene, so veranschaulichte Saul am Beispiel von Fischschwärmen, entstünden spontan-unvorhersehbar, über eine sogenannte ‚Kausalität von oben‘, welche auf der Ebene des Gesamtsystems lokalisiert ist, als Antwort des Systems auf rekursive Feedback-Schleifen aus der Umgebung des Systems, welche die adaptive Stabilität des Systems bedrohen. Ihre Begründungen werden deshalb erst rückblickend erkennbar. Genau hier sei eine Parallele zum Begriff des sprunghaften, lediglich ex post facto zu beschreibenden narrativen Ereignisses zu erkennen. So gesehen könne der Prozess der emergenten Evolution, genauso wie das Erzählen, doch als Voraussetzung einer emanzipatorischen Handlung begriffen werden. Denn Erzählen und Evolution bieten Handlungsmöglichkeiten und zugleich Haltungen, die man zu ihnen einnehmen kann. Daraus erhelle sich das hinter Dietmar Daths komplexen Science Fiction-Roman „Die Abschaffung der Arten“ liegende utopische Geschichtskonzept: Ziel sei es, die in den historischen Ereignissen angelegten, aber (noch) nicht realisierten – emergenten – Handlungsmöglichkeiten durch kreative Neudeutungen der Evolutionserzählung freizulegen.

MARTIN SCHNEIDER (Hamburg) deutete im Anschluss Alfred Döblins Novelle „Die Ermordung einer Butterblume“ als Darstellung eines paradoxen Aufmerksamkeitsgeschehens. Der Text stelle das Ereignis der „Ermordung einer Butterblume“ nicht nur in eine paradoxe Zeitlichkeit des Noch-Nicht und Nicht-Mehr, sondern kontrastiere auch die externe Erzählperspektive mit der internen Fokalisierung des Protagonisten. Zum anderen verdichte sich in dieser Erzählung die ereignishafte Erfahrung der Aufmerksamkeit in der Darstellung des Körpers, der, wie Schneider im Anschluss an Bernhard Waldenfels formulierte, als sehend und sichtbar, berührend und berührbar, aber nie als beides zugleich erscheine. Diese Darstellung eines „Zwischengeschehens“ führe schließlich zu einer permanenten Spannung von Passivität und Aktivität, von Pathos und Ethos.

MARTIN JÖRG SCHÄFER (Hamburg) betrachtete die Narrativierung von Theaterereignissen in Karl Philipp Moritz’ Roman Anton Reiser. Theaterfeinde seit Platon problematisierten die Ereignishaftigkeit von Theater als epistemologisch wie letztlich ethisch problematisch. Der Roman nehme diesen Diskurs bezüglich der Selbstbezogenheit und Eitelkeit seines Protagonisten auf: Einerseits werde das Theater als Bildungsanstalt hier verworfen und führe zu einer deformierten Subjektbildung; andererseits zeige sich in der Struktur der Eitelkeit das dämonisierte Theaterereignis als Bedingung der Selbsterkenntnis und, im Anschluss an Rousseau, der Beziehung zu einem sozialen Gegenüber.

TOBIAS NANZ (Dresden) beschloss die Sektion mit seinem Vortrag zur Auslöschung des Ereignisses in den Nachrichten vom Atomkrieg. Anhand von Stanley Kubricks Film „Dr. Strangelove“ erläuterte er das Spannungsverhältnis zwischen singulärem, nicht repräsentierbaren Ereignis und fiktionalem Nicht-Ereignis als symptomatisch für die Krisenzeiten des Kalten Krieges: Auf der einen Seite wird das vorhersehbare und viel beschworene Ereignis eines Atomkriegs zu Ende erzählt, auf der anderen Seite stoppt die Erzählung und endet mit einer Ereigniserwartung, die in der Schwebe bleibt und keinen Versuch unternimmt, das singuläre Ereignis zu beschreiben. So scheint sich in Kubricks Behandlung die Krisendynamik zu verdichten: Die Bedrohungen der Abschreckungspolitik waren derart unbegreiflich, dass fiktionale Katastrophenszenarien und Schreckensvorstellungen zwar die nukleare Bedrohung ins öffentliche Bewusstsein riefen, allerdings die Einzigartigkeit des möglichen Ereignisses Atomkrieg nicht erfassen konnten.


PROGRAMM

DONNERSTAG, 10. September 2015

14:00
Martin Schneider (Hamburg): Begrüßung und Einführung

14:10
Anna Häusler (Dresden): Narration und Ereignis. „Das Phantom des Alexander Wolf“

14:30
Keynote von Sandro Zanetti (Zürich): Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten

15:15
Kaffeepause

Sektion I: Wahrheit und Wahrscheinlichkeit (Moderation: Anna Häusler)

15:45
Wolfgang Struck / Kristina Kuhn (Erfurt): Heinrich Barths Einzug in Timbuktu. Ein Ereignis in der Entdeckungsgeschichte Afrikas?

16:30
Jacqueline Malchow (Hamburg): Die Französische Revolution in zeitgenössischen Berichten und Inszenierungen

17:15
Kaffeepause

17:45
Hanna Sohns (Erfurt): Das Ereignis der Heteronymie bei Fernando Pessoa


FREITAG, 11. September 2015

Sektion II: Zeitlichkeit (Moderation: Martin Schneider)

09:45
Michael Waltenberger (Frankfurt): Ereignis oder Form – Subatomare Gründungsparadoxien der Narratologie

10:30
Kaffeepause

11:00
Boris Previšić (Luzern): Modulation und Ereignis bei Diderot

11:45
Ewelina Benbenek (Hamburg): Ereignis erflehen. Elfried Jelineks „Schutzbefohlene“

12:30
Mittagspause

Sektion III: Materialität und Medialität (Moderation: Nicholas Saul)

14:00
Arne Stollberg (Berlin): Narration und Ereignis in der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts

14:45
Bernhard Jahn (Hamburg): Gibt es multimediale Ereignisse? Zur Ereignis-Darstellung in der Barockoper

15:30
Jan Henschen (Erfurt): Zeigen, sagen, darstellen. Die Formation des Ereignisses im Drehbuch

16:15
Kaffeepause

Sektion IV: Ordnungen des Erzählens (Moderation: Jan Henschen)

16:45
Carola Gruber (München): Ereignisse in Ror Wolfs Kürzestprosa

17:30
Christina Hünsche (Heidelberg): Zerdehnte Schachtelwörter: Zur Unverfügbarkeit des Vergangenen bei W.G. Sebald

18:15
Thomas Glaser (Lüneburg): Das Ereignis des bleichen Akoluths im anakoluthischen Erzählen von Stifters „Kalkstein“


SAMSTAG, 12. September 2015

Sektion V: Wissens-⁠ und Diskursformationen (Moderation: Thomas Glaser)

09:00
Nicholas Saul (Durham): Was für ein Ereignis ist die Evolution? Ereignis und Emergenz in Dietmar Daths „Die Abschaffung der Arten“

09:45
Martin Schneider (Hamburg): Das Ereignis der Aufmerksamkeit. Alfred Döblins „Die Ermordung einer Butterblume“

10:30
Kaffeepause

11:00
Martin Jörg Schäfer (Hamburg): Theaterereignisse. Anton Reisers Eitelkeit

11:45
Tobias Nanz (Dresden): Nachrichten vom Atomkrieg. Zur Auslöschung des Ereignisses

12:30
Martin Schneider /⁠ Anna Häusler: Schlusswort und Ausblick


ORT
Missionsakademie der Universität Hamburg
Rupertistraße 67
22609 Hamburg

Der Eintrit ist frei. Keine Anmeldung notwendig.

KONTAKT

Martin Schneider
Universität Hamburg
Institut für Germanistik
martin.schneider@uni-hamburg.de




Redaktionelle Betreuung: Constanze Baum

Copyright (c) 2016 by H-Net, all rights reserved. This work may be copied and redistributed for non-commercial, educational use if proper credit is given to the author and to the list. For other permission, please contact editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHamburg
Beginn10.09.2015
Ende12.09.2015
KontaktdatenName/Institution: Martin Schneider, Institut für Germanistik der Universität Hamburg 
Strasse/Postfach: Von-Melle-Park 6 
Postleitzahl: 20146 
Stadt: Hamburg 
E-Mail: martin.schneider@uni-hamburg.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/51261

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 06.01.2016 | Impressum | Intern