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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Der Humanismus und seine Künste im 18. Jahrhundert"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDer Humanismus und seine Künste im 18. Jahrhundert
BeschreibungDER HUMANISMUS UND SEINE KÜNSTE IM 18. JAHRHUNDERT


Termin: 3. - 5. Oktober 2008
Tagungsort: Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin
Konzeption: Hubert Cancik, Mark-Georg Dehrmann, Helmut Hühn und Martin Vöhler


Gegenüber den älteren Humanismen zeichnet sich der europäische Humanismus im 18. Jahrhundert durch eine starke Erweiterung der Materialbasis aus. Die unmittelbare, dingliche und nicht textgebundene Kenntnis der Antike wird nachhaltig befördert. Zahlreiche Ausgrabungen wie in Herkulaneum und Pompeji eröffnen neue Zugangsmöglichkeiten. Die Antike gewinnt ein hohes Maß an Anschaulichkeit in den neuen Sammlungen sowie in der zeitgenössischen Malerei, Plastik und Architektur. Ein Blick auf die damals neu erschlossenen Funde und Befunde bildet den Ausgangspunkt der Tagung und führt zu den Fragen, wozu das neue Material gebraucht, in welcher Weise es verarbeitet und wie es reflektiert wurde. Die in Plastik und Relief, auf Vasen, Gipsen und Kameen massenhaft und in großer Qualität verbreiteten Bilder verändern den Diskurs über den Menschen, seine Kreativität, Größe und Hybris (Pygmalion, Prometheus). Die auf einprägsame, idealisierende Bilder konzentrierte, erstmals breiten Schichten zugänglich gemachte Antike wird zur Ergänzung und Konkurrenz der differenzierten literarischen Überlieferung. Worauf zielen die Idealisierungen antiker Humanität in der Epoche von Aufklärung und Revolution?
Den Idealisierungen werden im Rahmen der Tagung exemplarische Entidealisierungen gegenübergestellt, die sich, ebenfalls im Rekurs auf antike Kunst und Literatur, in den zeitgenössischen Theorien und Kunstwerken abzuzeichnen beginnen. In der Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Gegenwart kommt es hier nicht nur zur Kritik verklärender Idealbilder und Projektionen. Versuche der konkreten Neukonstellation und Umfiguration der antiken Überlieferung, wie sie im Spannungsfeld von Antike und Moderne erfolgen, gehen einher mit einer Vertiefung des Bemühens um menschliche Selbsterkenntnis. Welche Erkenntnisleistung kommt den verschiedenen Künsten und Künstlern zu? Wo liegen die Grenzen des humanistischen Menschenbildes und seiner künstlerischen Formationen? Was wird ausgeschlossen und verdrängt?


Freitag, 03.10. 2008
14.00: Begrüßung, Bernd Seidensticker (Berlin)
14.15: Einführung, Martin Vöhler (Berlin)

14.30-20.30, I. MATERIALISIERUNG
Leitung: Karin Gludovatz (Berlin)

14.30–15.30: Wissensdiskurse zu den Ausgrabungen des 18. Jahrhunderts im Kontext ‚Englischer Gärten‘ (Alfred Schäfer, Köln)

16.00–17.00: Erhitzte Bilder. Zur Wiedergewinnung der Enkaustik im 18. Jahrhundert (Joachim Rees, Berlin)

17.30-18.30: Sehen versus lesen? Johann Joachim Winckelmanns Umgang mit den gegenständlichen und schriftlichen Quellen zur antiken Kunst (Élisabeth Decultot, Paris)

19.00–20.30 Vorlesungen und Mitschriften als Medien der akademischen Transformation der Archäologie im 18. und frühen 19. Jahrhundert (Henning Wrede, Berlin)


Samstag, 04.10. 2008

09.30–13.30, II. IDEALISIERUNG
Leitung: Uwe Steiner (Houston)

09.30-10.30: Von der Materialisierung zur Idealisierung der Antike im 18. Jahrhundert (Martin Vöhler, Berlin)

11.00-12.00: Die Bedeutung der Altertumswissenschaften für deutsche Schriftsteller um 1800 (Volker Riedel, Jena)

12.30-13.30: „Schule der Humanität“. Johann Gottfried Herder über Aesthetik und Ethik der griechischen Plastik (Hubert Cancik, Berlin/Tübingen)

16.00–18.30, III. RELATIVIERUNG
Leitung: Iwan-Michelangelo D'Aprile (Potsdam)

16.00-17.00: Mißverstehen, Verkennen, Verfehlen. Heinrich von Kleists Penthesilea (Helmut Hühn, Jena)

17.30-18.30: Griechentum und Gewalt bei Johann Heinrich Füssli (Mark-Georg Dehrmann, Hannover)


Sonntag, 05.10. 2008

09.30–13.30, III. RELATIVIERUNG
Leitung: Yvonne Wübben (Freie Universität Berlin)

09.30-10.30: Anthropologie und Antike: Gottfried Sempers Idealismuskritik (Susanne Leeb, Berlin)

10.45-11.45: Idyllik, Antiidyllik, Aufklärung und Selbstaufklärung. Zur philosophischen und ästhetischen Kritik des Arkadien-Topos (York-Gothart Mix, Marburg)

Leitung: Günther Lottes (Potsdam)

12.00-13.30: Klassischer Humanismus - eine historische Ortsbestimmung (Jörn Rüsen, Essen)



Kooperation des Teilprojekts C 2 Antike Konzepte ästhetischer Erfahrung und ihre moderne Rezeption (Sfb 626 Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste der Freien Universität Berlin, Sprecher: Werner Busch) und des Projekts Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Ein interkultureller Dialog über Kultur, Menschheit und Werte (Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Sprecher: Jörn Rüsen)
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn03.10.2008
Ende05.10.2008
PersonName: Vöhler, Martin [PD Dr.] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: vohmart@zedat.fu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Sfb 626 Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste der Freien Universität Berlin 
Strasse/Postfach: Altensteinstr. 2-4  
Postleitzahl: 14195  
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0) 30 838 57 414 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830
Klassifikation12.00.00 18. Jahrhundert > 12.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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