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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Im Laboratorium – Entwurf & Experiment als ästhetische Zugriffsweisen auf 'Welt'"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelIm Laboratorium – Entwurf & Experiment als ästhetische Zugriffsweisen auf 'Welt'
BeschreibungIm Laboratorium – Entwurf & Experiment als ästhetische Zugriffsweisen auf 'Welt'


KONZEPT:
Die Tagung "Im Laboratorium – Entwurf & Experiment als ästhetische Zugriffsweise auf 'Welt'", die im Rahmen des Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums der Universität Bayreuth vom 19.-21. November 2015 abgehalten wird, widmet sich der 'Kunst des Versuchs' in Literatur, (Bewegt-)Bildern und anderen ästhetischen Ausdrucksformen ebenso wie Fragen nach experimentellen Anordnungen geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschung.
Nicht nur in den Naturwissenschaften kommt Begriffen wie "Labor", "Experiment" und "Entwurf" eine zentrale Rolle bei der Gewinnung neuen Wissens zu. Ebenfalls in den Geistes- und Kulturwissenschaften haben diese Begriffe (jüngst etwa im Kontext der Digital Humanities) Konjunktur – wenn auch häufig als fast schon inflationäre Metaphern.
Dennoch liegt in der Diskussion von "Laboratorien", "Experimenten" und "Entwürfen" ein wesentlicher Erkenntnisgewinn insbesondere auch für eine ästhetisch ausgerichtete Forschung, da mit ihnen epistemische Objekte fokussiert und Konzepte und Methoden reflektiert werden. Die Suchbewegung der ForscherInnen im Entwerfen und Experimentieren wird dabei zu einem Instrument der Wissensproduktion, das durch ihren performativen Ablauf, ihre technische Regelhaftigkeit und ihr standardisiertes Vorgehen ebenso charakterisiert ist wie zugleich durch ihre Kontingenz. Dadurch lassen sich nicht nur komplexe und unscharfe Artefakte in den Blick nehmen, sondern auch die damit einhergehenden Forschungsmethoden diskutieren. Gerade in den Geistes- und Kulturwissenschaften steht dieser Prozess jedoch (vermeintlich) immer wieder in Spannung zu den standardisierten Konzepten von Genauigkeit und Reproduzierbarkeit naturwissenschaftlicher Disziplinen. Dabei sind WissenschaftlerInnen jeder Disziplin damit konfrontiert, Wissen auf explorative Weise zu generieren und das 'Mögliche im Unbekannten' wahrnehmbar und beschreibbar zu machen. Gerade geistes- und kulturwissenschaftliche ForscherInnen bedienen sich dafür bewusst Konzepten von Ästhetik, Fiktion, Narrativik und Rhetorik.

Die Tagung findet statt im Rahmen des Bayreuther Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums (https://kolloquiumgekuwi.wordpress.com/).


PROGRAMM:

Donnerstag, 19.11.2015 | Gebäude RW, Raum 1.81
14.15 Eröffnung
Dr. Natalia Igl & Dr. Kathrin Rothemund (Bayreuth)

14.45 Keynote
Dr. Gunhild Berg (Innsbruck): Experiment als Begriff, Metapher und Methode. Eine Problemgeschichte
15.45 Kaffeepause

16.00 Vorträge
Dr. Sophie Einwächter (Mannheim): Warum (nicht) work-in-progress teilen?

16.45
Dr. J. Berenike Herrmann (Göttingen): Präzise! Probleme naturwissenschaftlich-empirisch orientierter Forschung in der Literaturwissenschaft
17.30 Diskussion
18.00 Pause/ Abendessen
19.00 Experimentelle Formen I: Lehr- und Experimentalfilme

Freitag, 20.11.2015 | Gebäude GW II, Raum S 5
9.30
recap
Dr. Natalia Igl & Dr. Kathrin Rothemund (Bayreuth)

9.45 Vorträge
Lina Maria Stahl, M.A. (Bayreuth): Mikroskopische Bildgebung: Beobachtung oder Experiment?

10.30
Dr. Marcus Burkhardt (München): Im Labor der Daten. Sehend Denken mit Informationsvisualisierungen

11.15 Kaffeepause

11.30 Vorträge
Florian Remele (Bayreuth): Wissen – Autorität – Sprache. Martin Opitz' Vesuvius als sprachlich-literarisches Experiment

12.15
Dr. Nadine Hufnagel (Bayreuth): Im Laboratorium: Das Nibelungenlied

13.00 Mittagspause

14.00 Vorträge Thomas Jordan, M.A. (München): 'Erzählerische Vivisektionen' – textuelle Selbstbeobachtung als Medium experimenteller Neuformung von Wahrnehmung bei Robert Musil

14.45 Dr. Natalia Igl (Bayreuth): (Transmediale) Erzählforschung und Kognitive Poetik – Zu narrativen 'framing'-Strategien als Auslotungen zwischen Fiktionalität und Faktualität

15.30 Kaffeepause

15.45 Diskussion mit Impulsvortrag von Dr. Sophia Wege (Halle) zur Kognitiven Literaturwissenschaft

17.00 Pause

18.00 Experimentelle Formen II (voraussichtlich im Iwalewahaus)

Samstag, 21.11.2015 | Gebäude GW I, Raum S 120
10.00 recap Dr. Natalia Igl & Dr. Kathrin Rothemund (Bayreuth)

10.15 Vorträge Dr. Kathrin Rothemund (Bayreuth): Zur Unschärfe epistemischer Bilder

11.00 Dr. Sven Stollfuß (Bayreuth): Netflix als 'Experimentalsystem' denken?
11.45 Kaffeepause
12.00 Abschlussdiskussion (Ende der Tagung um ca. 13.00 Uhr)


KONTAKT und ORGANISATION:

Dr. Natalia Igl // natalia.igl(at)uni-bayreuth.de
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth

Dr. Kathrin Rothemund // kathrin.rothemund(at)uni-bayreuth.de
Professur für Medienwissenschaft
Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Beginn19.11.2015
Ende21.11.2015
PersonName: Dr. Natalia Igl 
Funktion: Organisation und Leitung 
E-Mail: natalia.igl@uni-bayreuth.de 
Name: Dr. Kathrin Rothemund 
Funktion: Organisation und Leitung 
E-Mail: kathrin.rothemund@uni-bayreuth.de 
KontaktdatenName/Institution: Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth, Geistes- und Kulturwissenschaftliches Kolloquium 
Strasse/Postfach: Universitätsstr. 30 
Postleitzahl: 95447 
Stadt: Bayreuth 
Telefon: +49 921 55-3630 
Fax: +49 921 55-3012  
E-Mail: kolloquiumgekuwi@gmail.com 
Internetadresse: https://kolloquiumgekuwi.wordpress.com/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLinguistik; Kognitive Linguistik (Metapherntheorie, Prototypentheorie, Konzeptualisierung); Korpuslinguistik / Computerlinguistik; Methodologie / Wissenschaftsgeschichte; Semiotik (Text und Bild); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte); Literaturwissenschaft; Erzähltheorie; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft; 00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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