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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG Sektion 33: Klassische Moderne-Schwellen"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG Sektion 33: Klassische Moderne-Schwellen
BeschreibungCall for papers:

XII. Internationaler Germanistenkongress
Warschau, 30. Juli–7. August 2010

Sektion 33. Klassische Moderne-Schwellen

Leitung: Liebrand, Claudia (Köln, Deutschland; c.liebrand@uni-koeln.de)

Ko-Leitung: Mein, Georg (Luxemburg); Börnchen, Stefan (Luxemburg); Goebel, Eckart (New York, USA)

Zur "Klassischen Moderne" zählen Schnitzler, Hofmannsthal, Thomas Mann, Robert Walser, Döblin, Musil, Kafka, Broch und Canetti. Was verbindet diese Autoren, die von Canettis Geburt 1905 bis Kafkas Tod 1924 zwei Jahrzehnte gemeinsam erleben? Was trennt sie? Wie stehen sie zur europäischen Avantgarde von Proust, Virginia Woolf, Joyce, Gombrowicz und Beckett, zur amerikanischen von Eliot, Faulkner, Nabokov und Borges? Wie zur nicht-avantgardistischen Kultur ihrer Zeit? Gibt es bei der literaturhistorischen Konstruktion einer Epoche der "Klassischen Moderne" einen gemeinsamen Nenner in Thematik und Rhetorik, dem Spiel mit Entmetaphorisierung und Bedeutungsverdichtung, dem Interesse an der Materialität des Buchstabens? Heißt dieser Nenner "Selbstreflexivität"? Ist Selbstreflexivität ein sicherer Indikator für die Literatur der Klassischen Moderne? Oder handelt es sich um eine stereotype Höhenkamm-Zuschreibung, die wenig aussagt, weil Selbstreferentialität sich in allen Epochen findet – auch weitab der Höhenkämme in den Hanglagen der Populärkultur?

Um Antworten auf diese Fragen zu geben, ist entweder – erstens – der Facettenreichtum der "Klassischen Moderne" im Plural als "Klassische Modernen" auszudifferenzieren. Unter welchen Bedingungen ist dann eine Epoche "modern" oder sogar "klassisch modern"? Wie verhalten sich dann die Klassischen Modernen zur "ersten Moderne" um 1800? Oder aber – zweitens – die "Modernität" muss wie in der "Querelle des Anciens et des Modernes" als Abgrenzung verstanden werden. In diesem Fall tendiert die "Klassische Moderne" zum Oxymoron, weil sich ursprünglich ja gerade das Moderne gegen das Klassische abgrenzt: So gesehen wäre die Moderne die Postklassik – und die Postmoderne nur eine weitere Moderne.

Die Sektion will diese Probleme mithilfe der Vorstellung von "Moderne-Schwellen" klären. Schwellen sind keine scharf gezogenen Grenzen, sondern Zonen mählichen Übergangs: Zwischen-Bereiche, in denen Ungleichzeitiges gleichzeitig nebeneinander steht und Gegensätze sich berühren. Schwellen sind nicht Bereiche der Unordnung, sondern des – nicht notwendig teleologischen – Fortschreitens. Schwellen werden zu neuen Räumen hin überschritten – so weit sie auch in sie hineinragen. Schwellen sind Räume der Engführung und der Begegnung.

Deadline 30.11.2008. Vorschläge sind unter Verwendung des
Anmeldebogens www.ivg.uw.edu.pl/Anmeldung.doc zugleich an c.liebrand@uni-koeln.de
und das Sekretariat der IVG ivg@uw.edu.pl zu richten. Weitere
Informationen unter www.ivg.uw.edu.pl.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWarschau
Bewerbungsschluss30.11.2008
Beginn30.07.2010
Ende07.08.2010
PersonName: Börnchen, Stefan [Dr.] 
Funktion: Mitveranstalter 
E-Mail: stefan.boernchen@uni.lu 
KontaktdatenName/Institution: IVG 
E-Mail: ivg@uw.edu.pl 
Internetadresse: www.ivg.uw.edu.pl. 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945
Klassifikation16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
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