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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Fristverlängerung: Lernen mit stehenden und laufenden Bildern. Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film als interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik"
RessourcentypCall for Papers
TitelFristverlängerung: Lernen mit stehenden und laufenden Bildern. Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film als interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik
BeschreibungCall for papers [Verlängerung]

„Lernen mit stehenden und laufenden Bildern.“ Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film als interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik (30.11.2015)
Tagung an der PH Schwäbisch Gmünd vom 18.3.- 19.3.2016

Inwiefern Medien den Alltag von Kindern und Jugendlichen prägen, wird alljährlich beispielsweise von der KIM- und der JIM-Studie differenziert aufgeschlüsselt. Bilder spielen dabei eine dominierende Rolle. Obgleich im schulischen Alltag häufig nach wie vor der Text im Mittelpunkt steht, hat sich zumindest in der fachdidaktischen Diskussion das Thema Medien inzwischen etabliert und ausdifferenziert. Dies zeigt sich unter anderem an zahlreichen Veröffentlichungen der jüngsten Zeit oder an der Konstituierung der AG Medien des Symposions Deutschdidaktik. Letztlich wird damit auch auf die Richtlinien in den KMK-Standards reagiert; in den neuen Bildungsplänen Baden-Württembergs wird Medienbildung schließlich als eine der Leitperspektiven formuliert.

Medienbildung unter Einschluss der Förderung von Bildliteralität kann anhand sehr verschiedener Gegenstände und mit unterschiedlichen Zielen erfolgen. Frederking, Krommer und Maiwald (2012) zeichnen den medialen Wandel durch die Kulturgeschichte vom oralen über das literale und auditiv-visuelle bis hin zum multimedialen Paradigma eindrücklich nach. Wir begegnen Medien heute in akustisch-auditiver (z.B. Radio, Hörtexte), visueller (z.B. Bilder, Fotos, Bilderbuch, Comic), audiovisueller (z.B. Film, TV) und symmedialer Form (z.B. Computer, Internet). Für jede dieser Ausprägungen braucht ein Rezipient spezifische Zugriffsweisen und Kompetenzen, die Heranwachsenden in einer Mediengesellschaft vermittelt werden müssen. Der Schule kommt hier als Sozialisationsinstanz eine tragende Bedeutung zu.

Ein besonderer Bedarf im Umgang mit Medien ergibt sich durch die permanente Veränderung bzw. Neukonstituierung von Gegenständen, wie zum Beispiel am modernen Bilderbuch mit seinen neuartigen Bild-Text-Korrespondenzen oder an der Vermarktung des Buches durch Buchtrailer deutlich wird. Es gilt, die Potenziale der neuen Medien mit ihren vielfältigen Bild-Text-Bezügen offenzulegen und praktikable Ansätze für den Fachunterricht und damit zur Ausprägung und Erweiterung von Visual Literacy zu entwickeln. Die Gegenstände bergen ein enormes Potenzial, insofern sie die Schülerinnen und Schüler motivieren und beim Aufbau von Kompetenzen helfen können. Welche Aufgaben und Chancen die Thematisierung neuer „Medienformate“ und die Arbeit mit diesen Medien bieten, wird im Mittelpunkt der Tagung an der PH Schwäbisch Gmünd stehen, wobei insbesondere Phänomene des Übergangs (u.a. zwischen schulischen und außerschulischen Lernprozessen, zwischen stehenden und laufenden Bildern) in Bezug auf das Fach Deutsch fokussiert werden sollen.
Dieses Vorhaben soll durch die Verknüpfung der skizzierten Tagung mit dem größten süddeutschen Kinderkinofestival konkretisiert werden: Denn die Fachtagung wird zeitgleich und im Kontext des internationalen Kinderkinofestivals KiKiFe (vom 17.3. bis 20.3.2016; vgl. www.kikife.de) veranstaltet, welches seit über zwei Jahrzehnten gemeinsam von der PH Schwäbisch Gmünd, der Stadt und einem ortsansässigen Kino organisiert wird und von den Schulen der Region als eine verlässliche Anlaufstelle für ihren filmdidaktischen und medienpädagogischen Bildungsauftrag wahrgenommen wird. Ein Alleinstellungsmerkmal des KiKiFe ist das von Studierenden erstellte Begleitprogramm für ausgewählte Filme, welches neben der emotionalen Verarbeitung auf eine Erweiterung des Filmverständnisses abzielt. Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ist ferner bei der Programmgestaltung des Festivals sowie bei der Produktion eines Kurzfilms, eines Trickfilms und mit Schulprojekten beteiligt. Darüber hinaus bieten Lehrende der PH Projekt- und Filmseminare an, sie betreuen und begleiten die Arbeit der Kinderjury, die parallel zur Fachjury agiert. Durch diese Beispiele für außerschulische Filmbildung vor Ort, die in enger Kooperation mit der PH stattfindet, ergeben sich verschiedene Anknüpfungspunkte für die Tagung.

Die Teilnahme an ausgewählten Programmpunkten des Festivals (Internationale Wettbewerbsfilme, Werkstattgespräche) wird nach Absprache möglichst flexibel geregelt.

Es werden Beiträge zu folgenden Fragenkomplexen erbeten:
• Welche neuen Formen des Umgangs ergeben sich aus dem Wechselspiel zwischen Text und Bild bei komplexen Bild-Text-Gefügen in aktuellen Bilderbüchern?
• Welche inhaltlichen und strukturellen Adaptionsvarianten zeichnen sich im Übergang von Buch und Film (bzw. Text und Bild) ab?
• Welche unterrichtsmethodischen Adaptionen der Filmarbeit können im Übergang von Kino und Schule Gewinn bringen? (Vgl. Figuren-Casting, Arbeit mit Filmstandbildern)
• Welche Beziehungen bestehen zwischen der Ausprägung von Visual Literacy und dem Genuss bei der Filmrezeption? (Vgl. die Rolle der Lesemotivation für die Ausprägung von Lesekompetenz)
• Welche Anknüpfungsmöglichkeiten ergeben sich für den Deutschunterricht durch die außerschulische Medienarbeit im Kino oder in außerschulischen Lernorten?
• Wie entwickelt sich Medienkompetenz im Übergang zwischen handlungsorientierten und analytischen Rezeptionsmodi?

Eine Veröffentlichung der Beiträge ist geplant.

Exposés im Umfang von ca. 250 Wörtern werden bis zum 30.11.2015 an untenstehende Adressen erbeten; Rückmeldung über die Annahme des Vorschlags erfolgt bis zum 16.12.2015. Fahrtkosten für die Referenten können voraussichtlich zumindest anteilig erstattet werden.

Kontakt:
Dr. Henriette Hoppe (henriette.hoppe@ph-gmuend.de)
Prof. Dr. Claudia Vorst (claudia.vorst@ph-gmuend.de)
Dr. Christian Weißenburger (christian.weissenburger@ph-gmuend.de)

Fakultät II
Institut für Sprache und Literatur
PH Schwäbisch Gmünd
Oberbettringer Straße 200
73525 Schwäbisch Gmünd
web: www.ph-gmuend.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortSchwäbisch Gmünd
Bewerbungsschluss30.11.2015
Beginn18.03.2015
Ende19.03.2015
PersonName: Hoppe, Henriette 
Funktion: Akademische Mitarbeiterin  
E-Mail: henriette.hoppe@ph-gmuend.de 
KontaktdatenName/Institution: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd 
Strasse/Postfach: Oberbettringer Str. 200 
Postleitzahl: 73525  
Stadt: Schwäbisch Gmünd 
Telefon: 07171/983435 
E-Mail: henriette.hoppe@ph-gmuend.de, claudia.vorst@ph-gmuend.de, christian.weissenburger@ph-gmuend.de 
Internetadresse: www.ph-gmuend.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.17.00 Deutschunterricht. Literaturdidaktik
Ediert von  H-Germanistik
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