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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Anfang (Fremdsprachendidaktik)"
RessourcentypCall for Papers
TitelAnfang (Fremdsprachendidaktik)
BeschreibungIm 20. Jubiläumsjahr lädt der Lehrstuhl für Germanistik an der Warmia und Mazury-Universität in Olsztyn zur wissenschaftlichen Konferenz ein, die alle Fachbereiche der polnischen Germanistik umfasst: Literatur- und Sprachwissenschaft, Kultur und Geschichte sowie Fremdsprachendidaktik. Das Treffen in Olsztyn dient dem wissenschaftlichen Austausch zwischen den polnischen Germanisten. Die Mitarbeiter des Lehrstuhls für Germanistik, die hier während der letzten 20 Jahre beschäftigt waren und noch sind, werden ihre Forschungsergebnisse und neue Ansätze vorstellen. Herzlich willkommen sind auch Germanisten-KollegInnen aus dem In- und Ausland.

Fremdsprachendidaktik
Aller Anfang ist schwer. Dies bezieht sich sowohl auf DaF-Lernende, die mit dem DaF-Unterricht erst beginnen, als auch auf DaF-Lehrkräfte, die ihre Lehrtätigkeit antreten. Im Rahmen der universitären Methodik und Didaktik des fremdsprachlichen Deutschunterrichts werden künftige DaF-LehrerInnen von Anfang an auf ihre Unterrichtspraxis vorbereitet. Ein Einblick in diese Entwicklungen und Erfahrungen, den Prozess des schulischen bzw. des universitären DaF-Lernens und -Lehrens sowie die ihn begleitenden Erfolgs- und Problemsituationen werden zum Gegenstand der fremdsprachendidaktischen Reflexion.
Eine solche Reflexion kann auch einen ‚Anfang‘ bedeuten bzw. Anfang neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sein. Die die Fremdsprachendidaktik konstituierenden Bezugswissenschaften erleben in den letzten Jahren eine rasche Entwicklung und können ihr somit viel ‚Input‘ zur Verfügung stellen, so dass sich damit auch neue Perspektiven und neue Anfänge für fremdsprachendidaktische Sprachlehr- und Sprachlernkonzepte ergeben. Aber nicht nur Linguistik, auch die anderen Bezugswissenschaften der Fremdsprachendidaktik wie Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Philosophie, Soziologie, Kognitionswissenschaften, Gender Studies etc. haben neue Blickwinkel, Perspektiven, Konzepte und Modelle anzubieten, die eine gewinnbringende Innovation für den DaF-Unterricht darstellen können. Fremdsprachendidaktik als Forschungsdisziplin, die in hohem Maße interdisziplinäre und integrative Forschungstradition pflegt, will vor allem ihrer Aufgabe als praxisorientierte Wissenschaft nachgehen, die darin besteht, die Erkenntnisse von ihren Bezugsdisziplinen unter Zuhilfenahme eigener Forschung so aufzubereiten, dass dabei Konzepte und Material für den Fremdsprachenunterricht in verschiedenen Zielgruppen entstehen. Im diesem Sinne möchte das Treffen in Olsztyn eine Nutzbar- und Fruchtbarmachung der neueren und neusten Erkenntnisse und Ansätze diverser Disziplinen im Kontext des Fremdsprachenunterrichts anstreben – mit dem Ziel der Formulierung von begründeten Handlungsempfehlungen, die zur Verbesserung der Unterrichtspraxis beitragen können.

Mögliche Fragestellungen / Themenfelder:

- Der neue Anfang in der fremdsprachendidaktischen Reflexion? Die neusten Erkenntnisse aus den Bezugsdisziplinen der Fremdsprachendidaktik in ihrer fremdsprachendidaktischen Anwendung
- Sprachlehr- und Lernprozesse: Entwicklungen und Diskurse in Forschung und Unterricht
- Spezifik der philologischen bzw. germanistischen Sprachausbildung
- Aus- und Fortbildung von Deutschlehrern und Deutschlehrerinnen
- aktuelle Herausforderungen und Chancen der deutschen Sprache und des Deutschunterrichts in Polen

Sprachwissenschaft
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ So fängt im Neuen Testament das Evangelium nach Johannes an. Ohne Worte wäre nie die Fülle von Ideen entstanden, geschweige denn aus dem Kopf in die Welt gelangt. Die Sprachwissenschaft als eigenständige wissenschaftliche Disziplin ist eine relativ junge Wissenschaft, denn erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts kann man von Sprachwissenschaft in dem eingangs erläuterten Sinne sprechen. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache und Sprachen ist dagegen wesentlich älter. Seit Jahrtausenden faszinieren sich die Wissenschaftler für das Phänomen Sprache, die dem Menschen seit Anfang seiner Existenz als Mittel zum Informationsaustausch dient. Die Sprache basiert auf kognitiven Prozessen und ist durch gesellschaftliche Bedingungen gekennzeichnet, weswegen sie nicht statisch ist und einem kontinuierlichen Wandlungsprozess unterliegt, der aus der Notwendigkeit der Anpassung sprachlicher Ausdrucksmittel an eine sich ständig verändernde Lebenswirklichkeit resultiert. Der Linguist steht nicht völlig paralysiert vor dem Phänomen Sprache und vor ihren Veränderungen, sondern nimmt sich ihrer an und versucht das Wesen der Sprache zu ergründen. Dabei interessieren ihn vor allem die formalen und inhaltlichen Strukturen eines Satzes oder Wortes, die Prozesse bei ihrer Kombinierung sowie die beim Empfänger erreichten Wirkungen. Im Zentrum der linguistischen Forschung stehen aber auch die Fragen, die sowohl die Produktion als auch die Rezeption von Texten thematisieren. Es wird dabei danach gefragt, wann der Text anfängt und was ihm zugrunde liegt. Die Textlinguistik bemerkte die Zunahme des Bildlichen und stellt immer wieder die Fragen nach den möglichen sprachlich-bildlichen Verflechtungen, zu denen es sowohl in Print- als auch in Onlinemedien kommt. Die aus diesen Verflechtungen resultierenden Gesamttexte werden zum Forschungsgegenstand der sich gerade etablierenden Medienkulturlinguistik. Die Linguisten, die Fragen nach möglichen Zusammenwirkungen und Funktionen von Sprache und Bild in der kulturgeprägten und kulturprägenden Kommunikation stellen, stehen somit vor einem neuen Anfang. Die interdisziplinäre Ausrichtung ihrer Textforschung ist dabei als etwas Natürliches anzusehen. Dank der sprachwissenschaftlichen Forschung wissen wir zwar sehr viel über die menschliche Sprache, aber immer noch nicht alles. Sogar bereits bestehende Sprachtheorien bedürfen, um als Erkenntnisse anerkannt zu werden, ständiger Verifikation durch empirische Forschung. Aus dem Grunde ist die Aufgabe der Linguisten immer wieder aufs Neue zu zeigen, wie faszinierend, komplex und vor allem unentbehrlich unsere Sprache ist.

Mögliche Fragestellungen / Themenfelder:
- Vom Indogermanischen bis zum Deutschen (Deutsche Sprache von Anfängen bis zur Gegenwart)
- Sprachwandel und Entwicklungstendenzen der deutschen Sprache
- Deutsch heute
- Einflüsse auf die deutsche Sprache (Anglizismen, andere Sprachen, Medien, Chatsprache usw.)
- Der neue Anfang? Veränderung des Deutschen infolge der Migration: Vereinfachung, Verarmung, Modernisierung, Bereicherung?

Tagungssprache ist Deutsch. Die Veröffentlichung des Bandes ist geplant. Die Konferenzgebühr in Höhe von 80 Euro wird erhoben: darin sind Verpflegungs- und Publikationskosten enthalten.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.uwm.edu.pl/germanistyka
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortOlsztyn
Bewerbungsschluss30.11.2015
Anmeldeschluss30.11.2015
Beginn14.04.2016
Ende16.04.2016
PersonName: Dr. Alina Kuzborska 
Funktion: Koordinatorin und Veranstalterin  
E-Mail: anfang@uwm.edu.pl 
Name: Prof. Anna Dargiewicz 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: anfang@uwm.edu.pl 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Germanistik an der UWM Olsztyn 
Strasse/Postfach: Kurta Obitza 1, p. 215 
Postleitzahl: 10-725 
Stadt: Olsztyn 
Telefon: 0048 507 275 817 
E-Mail: anfang@uwm.edu.pl 
Internetadresse: www. uwm.edu.pl/germanistyka 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Angewandte Linguistik/ Sprache im Beruf (Technische Kommunikation, Sprachberatung, Schreibtraining, Gesprächstraining, Sprecherziehung, Texttechnologie, sprachbezogene Computeranwendungen, forensische Linguistik); Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Dialektologie; Fachkommunikation (Fachsprache, institutionelle Kommunikation, Wirtschaftskommunikation, Sprache im Beruf, Terminologiewissenschaft, Technische Kommunikation/ Technischer Redakteur); Generative Grammatik; Gesprächsanalyse / gesprochene Sprache; Grammatik (Wortarten, Flexion, Syntax, Grammatiktheorien, Grammatikographie); Kognitive Linguistik (Metapherntheorie, Prototypentheorie, Konzeptualisierung); Kontaktlinguistik (Sprachkontakt, Interferenzforschung, Interkulturelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit); Kontrastive Linguistik (Sprachvergleich); Korpuslinguistik / Computerlinguistik; Lexikologie / Lexikographie (Wortschatz/ Lexikon, Semantik); Methodologie / Wissenschaftsgeschichte; Morphologie / Wortbildung; Neurolinguistik/ Patholinguistik; Onomastik (Personennamen, Ortsnamen, Hydronymie); Phonematik/ Graphematik (Phonologie, Phonetik, Schrift, Schriftsysteme, Orthographie); Phraseologie / Parömiologie; Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Semiotik (Text und Bild); Soziolinguistik (Varietätenlinguistik, div. Lekte, Register, Code); Sprachdidaktik (Schuldidaktik, Erwachsenenbildung, Konzepte sprachlicher Bildung); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen); Sprachgeschichte (Sprachwandel, Idg., Germ., Ahd., Mhd., Frühnhd.); Sprachphilosophie / Kommunikationstheorie (Sprachtheorie, Sprachbegriffe); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte); Übersetzungswissenschaft; Verständlichkeitsforschung (Popularisierung und Wissenstransfer, Schreibforschung, Textoptimierung)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl)
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/50253

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