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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Orient und Okzident. Goethes „West-östlicher Divan“"
RessourcentypVortragsreihen
TitelOrient und Okzident. Goethes „West-östlicher Divan“
BeschreibungOrient und Okzident. Goethes „West-östlicher Divan“


Goethes Begegnung mit der Welt des Orients ist hochaktuell. Gleichwohl ist ihr reichster dichterischer Ertrag, der „West- östliche Divan“, bis heute zu wenig bekannt. Daher steht dieser große Gedichtzyklus, der zu den schönsten und faszinierendsten Werken Goethes zählt, im Mittelpunkt dieser Goethe Akademie.
Das überraschende Spätwerk verdankt sich vor allem zwei Inspirationsquellen: Goethes Beschäftigung mit dem persischen Dichter Hafis und der islamisch geprägten Kultur des Orients – er lernte sogar die arabische Schrift! – sowie seiner Begegnung mit der jungen Frau des Frankfurter Bankiers Willemer in den Sommern 1814 und 1815.
Bei der gemeinsamen Lektüre des vielgestaltigen Werks wird es sowohl um Goethes Verhältnis zum Islam gehen als auch um die Rolle Marianne von Willemers; erörtert wird der Zusammenhang von Religion, Liebe, Leben – und Dichtung. Dabei wechseln sich Seminare mit thematischen Spaziergängen, Gesprächen und Begegnungen ab. Besondere Höhepunkte des Programms sind die Betrachtung der originalen „Divan“-Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv sowie Blicke auf kostbare orientalische Manuskripte, die auf Goethes Empfehlung für die Herzogin Anna Amalia Bibliothek angeschafft wurden. Nicht zuletzt setzt der Besuch des Konzertes „Orient und Okzident“ im Theater Rudolstadt musikalische Akzente.
Herzlich laden wir Sie nach Weimar ein, wo Goethe den „Divan“ vollendete. Über Ihr Interesse freuen wir uns!

Dr. Wolfgang Isenberg, Bensberg
Direktor der Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Dr. habil. Jochen Golz, Weimar
Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V.


donnerStAg, 12. november 2015
Individuelle Anreise zum Dorint Hotel Am Goetheparks Weimar
14.30 Uhr
wIllkommen zUr goethe AkAdemIe!
Begegnungen und Gespräche bei Kaffee, Tee und Gebäck  Elisabeth Bremekamp, Bensberg
Referatsleiterin, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
 Dr. habil. Jochen Golz, Weimar
Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V.

15.30 Uhr | Spaziergang
In SteIn gehAUen:
orIent Und okzIdent Im geSPräch Das Hafis-Goethe-Denkmal
Unter drakonischen Sicherheitsvorkehrungen wurde das Denkmal am Rande des Ilmparks im Jahr 2000 von den höchsten politischen Repräsentanten der Republik Iran und der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht; es symbolisiert jene kulturelle Gemeinsamkeit, die Goethe in die Worte ge- fasst hat: „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“  Dr. habil. Jochen Golz, Weimar
16.30 Uhr | Vortrag und Gespräch
„Im ISlAm leben Und Sterben wIr Alle“ Goethe, Hafis und der islamische Orient
Wer ist der Dichter, der Goethe zu seinem „West-östlichen Divan“ inspiriert hat? Wie kam es zu dieser Begegnung? Und warum hat sich Goethe von dem mittelalterlichen Koran- Gelehrten aus dem alten Persien so begeistern lassen? Was wusste Goethe vom Vorderen Orient? Und wie hält er es mit der Religion? Ist es richtig, dass er sich im „Divan“ zum Islam bekennt? Nach einer Einführung in Goethes großes Gedicht- buch stehen diese zum Teil hochkontrovers diskutierten Fragen im Mittelpunkt.
 Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Frankfurt a.M. Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und des Goethehauses in Frankfurt a.M.
19.30 Uhr
Abendmenü im Hotelrestaurant mit informativen Unterbrechungen
 Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken
FreItAg, 13. november 2015
Frühstück
9.30 Uhr | Vortrag und Gespräch
„Ich wIll küSSen! küSSen! SAg‘ Ich“
Das „Buch Suleika“ und Marianne von Willemer
Wie lässt es sich erklären, dass einige der schönsten Liebes- gedichte Goethes gar nicht von ihm, sondern von der jungen Frankfurter Bankiersgattin Marianne von Willemer stammen? Besprochen werden Struktur und Geschichte des „Duodra- mas“ im „Buch Suleika“, von dem es in Goethes Vorankün- digung des „Divan“ heißt: „Das ‚Buch Suleika‘, leidenschaft- liche Gedichte enthaltend, unterscheidet sich vom ‚Buch der Liebe‘ dadurch, daß die Geliebte genannt ist, daß sie mit einem entschiedenen Charakter erscheint, ja persönlich als Dichterin auftritt und in froher Jugend mit dem Dichter, der sein Alter nicht verleugnet, an glühender Leidenschaft zu wetteifern scheint.“
 Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

11.30 Uhr | Besuch mit Präsentation „männer hängen dIe PAPIere/ gläUbIg Um, AlS ScAPUlIre“ Orientalische Buchhandschriften der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
In den „Divan“-Jahren beschäftigte sich Goethe intensiv
mit orientalistischer Fachliteratur. In seinen Blick gerieten auch die einschlägigen Buchhandschriften der Herzoglichen Bibliothek, deren Ergänzung er durch Ankäufe bei einem Leipziger Antiquar veranlasste. Einige Exemplare, die sich durch exzellente Kalligraphie auszeichnen, werden vorge- stellt und erläutert.
 Ingrid Arnhold, Weimar
Referatsleiterin Sondersammlungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Klassik Stiftung Weimar
Gelegenheit zur Mittagspause
15.00 Uhr | Besuch mit Präsentation
„AUS wIe vIelen elementen/
Soll eIn echteS lIed SIch nähren“ „Divan“-Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv
Das Goethe- und Schiller-Archiv, 1885 als Goethe-Archiv gegründet, birgt als kostbarsten Besitz die Nachlässe Goethes und Schillers. Die handschriftliche Überlieferung zum „West-östlichen Divan“ bildet darin einen besonderen Schatz, umfasst sie doch in überwältigendem Reichtum handschriftliche Vorarbeiten, z. B. Exzerpte aus der Fach- literatur oder arabische Schriftproben von Goethes Hand, jedoch auch zahlreiche Reinschriften von „Divan“-Gedichten, die einen faszinierenden Einblick in die Werkstatt des Dich- ters erlauben.
 Dr. Silke Henke, Weimar
Leiterin der Abteilung Medienbearbeitung und -nutzung, Goethe- und Schiller-Archiv, Klassik Stiftung Weimar
16.30 Uhr | Besuch und Gespräch
goethe In geSellSchAFt
Besuch der Goethe-Gesellschaft im Residenzschloss Weimar
Nach dem Tod des letzten Goethe-Enkels Walther Wolfgang von Goethe wurde auf Anregung der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach 1885 die Goethe-Gesellschaft gegründet. Sie ist heute die größte literarische Gesellschaft Deutschlands mit 2 600 Mitgliedern in 50 Ländern der Welt. Sie werden informiert über die beeindruckende Geschich-
te dieser Vereinigung und ihr heutiges Wirken im In- und Ausland.
 Dr. habil. Jochen Golz, Weimar
Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V.  Dr. Petra Oberhauser, Weimar
Geschäftsführerin der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V.
19.30 Uhr
Abendmenü im Hotelrestaurant

SAmStAg, 14. november 2015
Frühstück
9.30 Uhr | Vortrag und Gespräch
„dASS Ich eInS Und doPPelt bIn“ Geheimer Sinn im Gedicht: „Ginkgo biloba“, „Selige Sehnsucht“, „Wiederfinden“
Der „West-östliche Divan“ handelt von Religion und von Liebe und dabei immer auch von der Poesie und der Kunst des Verstehens. Ausgehend von der Maxime, „daß ein Wort nicht einfach gelte“, sollen nun drei große „Divan“-Gedich- te, die zu den Höhepunkten von Goethes reichem lyrischen Werk zählen, gemeinsam gelesen und erörtert werden.
 Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken
11.00 Uhr
Gespräche bei Kaffee und Tee
11.30 Uhr | Lesung am Vormittag
hIStorISch. eInmAlIg.
Das „Buch Suleika“ aus dem „West-östlichen Divan“, gelesen von Will Quadflieg und Maria Becker (Aufnahme von 1960)
Gelegenheit zur Mittagspause
15.00 Uhr | Vortrag und Gespräch
wAS bleIbet Aber StIFten dIe überSetzer Deutsche Poesie in arabischer Übersetzung
 Prof. em. Dr. Stefan Wild, Bonn
Institut für Orient- u. Asienwissenschaften, Abt. für Islamwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
17.15 Uhr
Abendimbiss im Hotelrestaurant
18.00 Uhr
Fahrt mit dem Reisebus nach Rudolstadt

19.30 | Konzertbesuch
„orIent Und okzIdent“
Werke von Tüzun, Say und Rimsky-Korsakow
„Tief fasziniert von der exotischen Kultur des Mittleren Os- tens, verarbeitete der russische Komponist Nikolai Rimsky- Korsakow in seiner sinfonischen Dichtung ‚Scheherazade’ die schillernden Erzählungen aus ‚Tausendundeine Nacht’. Die umgekehrte Perspektive – den Blick von Ost nach West – nimmt der in der Türkei gefeierte Komponist und Pianist Fazil Say ein. In den fünf Liedern zu Goethes ‚West-östli- chem Divan’ verbindet er deklamatorische Passagen und
dramatisch-ariose Musikteile mit arabischen Rhythmen und Melodien.“ (Ankündigung des Theaters Rudolstadt)
Programm und Ausführende
 Ferit Tüzun: „Cayda Cira“ (Deutsche Erstaufführung)
 Fazil Say: „Goethe-Lieder“ für Sopran und Streich-
orchester mit Schlagzeug op. 44 (2012)
 Nikolai Rimsky-Korsakow: Scheherazade op. 35 (1885)
 Melody Louledjian, Sopran


SonntAg, 15. november 2015
Frühstück
9.00 Uhr | Podiumsgespräch
„Im Atemholen SInd zweIerleI gnAden“ Goethe und die Weltreligionen
 Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Frankfurt a.M.
Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und des Goethehauses in
Frankfurt a.M.
 Hellmut Seemann, Weimar
Präsident der Klassik Stiftung Weimar
 Prof. em. Dr. Stefan Wild, Bonn
Institut für Orient- u. Asienwissenschaften, Abt. für Islamwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
12.00 Uhr
Mittagsimbiss
13.00 Uhr
bIS zUr nächSten goethe AkAdemIe! Verabschiedung
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
moderation
 Elisabeth Bremekamp, Bensberg Referatsleiterin, Thomas-Morus-Akademie Bensberg




http://www.goethe-gesellschaft.de/download/pdf-goethe-akademie-2015-3.pdf

HINWEISE

Leistungen
Der Preis für die Goethe Akademie Orient und Okzident beträgt 755,00 €/Person im Doppelzimmer und umfasst:
- 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Badewanne/WC im Dorint Hotel Am Goetheparks Weimar;
- Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
- Nachmittagskaffee am 12. November 2015;
- Abendmenü am 12. und 13. November 2015 im Hotelrestaurant;
- Abendimbiss am 14. November 2015;
- Vorträge, Gespräche, Führungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
- Karte für das Konzert am 14. November 2015 laut Programm;
- Kulturförderabgabe an die Stadt Weimar.

Hotel
Das Dorint Hotel Am Goethepark Weimar befindet sich unmittelbar am Goethepark und verdankt seine Ausstrahlung der architektonischen Verbindung zweier klassizistischer Villen mit einem Neubau. Von hier sind es nur wenige Gehminuten zum historischen Stadtkern, zum Residenzschloss oder zur Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Die 143 Zimmer sind komfortabel eingerichtet, alle Bäder sind mit einer Badewanne mit integrierter Dusche ausgestattet.
Das Hotel verfügt über Plätze in einer öffentlichen Tiefgarage, die per Aufzug mit dem Hotel verbunden ist (Tagespreis: 17,50 €).

Einzelzimmer
Doppelzimmer zur Einzelnutzung stehen in begrenzter Anzahl gegen einen Aufpreis von 100,00 € zur Verfügung. Sie können auch ein halbes Doppelzimmer buchen. Für den Fall, dass sich kein(e) Zimmerpartner(in) findet, müssen wir uns vorbehalten, Sie im Einzelzimmer unterzubringen und den Einzelzimmerzuschlag zu berechnen.

An- und Abreise mit der Deutschen Bahn
Zur Reise mit der Deutschen Bahn können Sie ein Veranstaltungsticket nutzen: 99,00 €/Person (2. Kl. mit Zugbindung) oder 139,00 €/Person (2. Kl. ohne Zugbindung); 159,00 €/ Person (1. Kl. mit Zugbindung) oder 199,00 €/Person (1. Kl. ohne Zugbindung).
Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie hierzu weitere Hinweise.

Teilnehmerzahl
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Höchstteilnehmerzahl: 25 Personen

Planung und Information
Elisabeth Bremekamp,
Referatsleiterin, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Anmeldung
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Anmeldung nur an die
Thomas-Modus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon: 0 22 04 – 40 84 72
Telefax: 0 22 04 – 40 84 66
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de

Zahlungsbedingungen
Mit der Zusendung der Anmeldebestätigung bitten wir um eine Anzahlung von 75,00 €. Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir Anzahlung und Restzahlung im SEPA-Lastschriftverfahren vornehmen. Daher bitten wir Sie, mit Ihrer Anmeldung die für das SEPA-Lastschriftverfahren notwendigen Angaben (BIC und IBAN) mitzuteilen und ein SEPA-Lastschriftmandat zu erteilen. Der Anzahlungsbetrag wird innerhalb von 10 Tagen nach Bestätigung, der Betrag der Restzahlung ab 12. Oktober 2015 von Ihrem Konto abgebucht.

Rücktrittsbedingungen
Bei Rücktritt behalten wir uns vor, pauschalierte Ansprüche auf Rücktrittskosten geltend zu machen: bis zum 30. Tag vor Beginn 15 % des Preises, vom 29. bis 22. Tag vor Beginn 25 % des Preises, vom 21. bis 15. Tag vor Beginn 35 % des Preises, vom 14. bis 8. Tag vor Beginn 50 % des Preises, vom 7. bis 1. Tag vor Beginn 80 % des Preises, ab 12. November 2015 90 % des Preises.

Die Goethe Akademie ist ein gemeinsames Projekt von:
Goethe-Gesellschaft in Weimar e. V.: 1885 gegründet, älteste einem deutschen Dichter gewidmete literarische Gesellschaft mit ca. 2600 Mitgliedern in 50 Ländern (www.goethe-gesellschaft.de)
Thomas-Morus-Akademie Bensberg: 1953 gegründet, konzipiert und realisiert u. a. (Fach-)Tagungen, Forschungsprojekte, Studienreisen, Kunstausstellungen (www.tma-bensberg.de)
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWeimar
Beginn12.11.2015
Ende15.11.2015
PersonName: Elisabeth Bremekamp 
Funktion: Referatsleiterin, Thomas-Morus-Akademie Bensberg 
E-Mail: akademie@tma-bensberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Thomas-Morus-Akademie Bensberg 
Strasse/Postfach: Overather Straße 51-53 
Postleitzahl: 51429 
Stadt: Bergisch Gladbach 
Telefon: 02204-408472 
Fax: 02204-408466 
E-Mail: akademie@tma-bensberg.de 
Internetadresse: www.tma-bensberg.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830
Zusätzliches SuchwortGoethe; West-östlicher Divan
Klassifikation13.00.00 Goethezeit > 13.14.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  H-Germanistik
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