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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Wie romantisch ist die Neuromantik?"
RessourcentypCall for Papers
TitelWie romantisch ist die Neuromantik?
BeschreibungWie romantisch ist die Neuromantik?
Fünfte Tagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft e.V. vom 14. bis 16.4.2016 im Deutschen Literaturarchiv, Marbach

Das aktuelle Interesse an der Neuromantik kann aus der Perspektive der Erforschung romantischer Text- und Kulturphänomene nicht überraschen. Rechnet doch die romantische Programmatik von Anfang an damit, dass ihre Gehalte nur dann realisiert werden können, wenn man ‚mitmacht‘. Romantik setzt auf Seiten der Rezipienten die Bereitschaft zur Wiederaufnahme und ständigen Fortschreibung voraus. Unter dem Aspekt der Wiederaufnahme wäre aus literatur- und kulturhistorischer Perspektive die gängige Behauptung zu überprüfen, dass es sich bei der Neuromantik um eine abgeschlossene Epoche handelt. Das wirft generelle Fragen nach dem Verhältnis der Romantik zu ihren Wiederaufnahmen auf, die möglicherweise den zeitlichen Horizont ‚um 1900‘ überschreiten. Kehrt die Romantik zyklisch wieder oder ist die Neuromantik nur eine Mode und daher kontingent? Wenn es aber eine zyklische Wiederaufnahme der Romantik gibt, um was für eine Art von Zyklik geht es genau? Welche Diskurspositionen führen dazu, dass sich Romantik unter neuen Konditionen verbreiten und attraktiv für andere, weitere Autoren und Leser werden kann, die sich ihr zuordnen? Und welche Konstellationen haben insbesondere den Impulsen Friedrich Schlegels eine neue Chance gegeben?

Fragen wie diese will die Tagung unter fünf Leitaspekten einer Antwort zuführen:
1. Orte: Benötigt die Romantik konkrete Zentren? War, was für die Romantik Jena, Dresden, Heidelberg, Berlin gewesen sind, für die Neuromantik Prag, München, Wien?
2. Sozialformen/Medien/Institutionen: Gibt es in der Neuromantik Äquivalente zur Salonkultur und/oder zur Gruppenbildung der Romantik? Ist die Romantik generell eine Bewegung mit der Tendenz zur sozialen Verdichtung?
3. Ablehnung als Form der Wiederaufnahme: Was verbindet Romantikgegner wie Hegel, Heinrich Heine und Carl Schmitt miteinander? Wieviel Romantik braucht die antiromantische Polemik – um 1800, um 1900, etc.?
4. Neuromantische Lektüren der Romantik: Was bewegt Philologen, insbesondere Editionsphilologen (Minor) und Literaturwissenschaftler (Benjamin), zur Wiederaufnahme der Romantik? Was macht die Romantik für die Literatur-, Kultur- und Philosophiegeschichte um 1900 (Huch, Heym, Dilthey etc.) interessant? Welche Texte der Romantik (welcher Romantik?) werden in der Neuromantik übersetzt?
5. Wissenschaftsgeschichte: Greifen holistische Ansätze um 1900 auf Positionen der Romantik zurück? In welchem Verhältnis stehen spiritistische Bestrebungen der Neuromantik zur spekulativen Naturphilosophie (Mesmerismus, etc.)? Und wie romantisch ist eigentlich die Psychoanalyse?

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag zu einem Tagungsbeitrag (250 Wörter) bis zum 15.10.2015 an buschch@uni-mainz.de. Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern sind ausdrücklich willkommen.


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.schlegel-gesellschaft.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMarbach a. N.
Bewerbungsschluss15.10.2015
Beginn14.04.2015
Ende16.04.2015
PersonName: Prof. Dr. Nikolaus Wegmann 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: nwegmann@princeton.edu 
Name: Prof. Dr. Ulrich Breuer 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: ulrich.breuer@uni-mainz.de 
KontaktdatenName/Institution: Friedrich Schlegel-Gesellschaft e. V. 
Strasse/Postfach: Draiser Strasse 42 
Postleitzahl: 55128 
Stadt: Mainz 
E-Mail: info@schlegel-gesellschaft.de 
Internetadresse: www.schlegel-gesellschaft.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Geschichte der Germanistik; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
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