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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Humanum und Nihilismusgefahr. Funktionen des Humanismus-Konzepts 1930 – 1950"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelHumanum und Nihilismusgefahr. Funktionen des Humanismus-Konzepts 1930 – 1950
BeschreibungHumanum und Nihilismusgefahr. Funktionen des Humanismus-Konzepts 1930 – 1950

Interdisziplinäre Tagung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft) in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar

24.-26. September 2015
Rosensäle, Fürstengraben 27, 07743 Jena

Konzeption und wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Gregor Streim (gregor.streim@uni-jena.de)
Dr. Matthias Löwe (matthias.loewe@uni-jena.de)

Zwischen der späten Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik wird der Begriff ›Humanismus‹ in der Publizistik so oft gebraucht wie nie zuvor: Von zahlreichen Intellektuellen aus unterschiedlichen Milieus werden der Zusammenbruch der Weimarer Demokratie, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg keineswegs als rein politisch-soziale Krise wahrgenommen, sondern als ›Krise des Menschen‹, die sich nur mit einem neuen Humanismus lösen lasse. Die Tagung will die konkurrierenden Konzepte eines neuen Humanismus, die in den Dreißiger- und Vierzigerjahren kursieren, aber auch die zeitgenössische Humanismus-Kritik einer vergleichenden Sichtung unterziehen und sie in den Kontext der wissenschaftlich-philosophischen Krisendiagnostik dieser Zeit einordnen. Aufgezeigt werden soll zudem, wie entscheidend noch die frühe Bundesrepublik von jener Humanismus-Debatte der vorangehenden Jahrzehnte geprägt war: Vor allem bei der juristischen Diskussion um den Menschenwürde-Paragraphen im Grundgesetz hat man auf zentrale Positionen dieser Debatte zurückgegriffen.


PROGRAMM

Donnerstag, 24. September 2015

9.00 Begrüßung und thematische Einführung durch die Veranstalter

ERÖFFNUNGSVORTRAG

9.30 Hasso Hofmann (Berlin/Würzburg): Erneuerung des Rechtsbewusstseins nach 1945. Naturrechtsrenaissance und verfassungsrechtliche Menschenwürdegarantie.

10.30 Kaffeepause

LITERARISCHE TRADITION UND HUMANISMUSKRISE

11.00 Ernst Osterkamp (Berlin): Humanismus und Goethe-Feier 1932/1949. Kontinuität und Diskontinuität.

12.00 Uwe Maximilian Korn (Leipzig): Hermann August Korffs "Geist der Goethezeit" und seine Verortung in der Wissenschaftsgeschichte der Germanistik der 30er und 40er Jahre.

13.00 Mittagspause

14.30 Franziska Bomski (Weimar): »Überindividuelle Mächte«. Der berufliche Werdegang Paul Kluckhohns und sein Beitrag zur deutschen Geistesgeschichte.

15.30 Reinhard Mehring (Heidelberg): Die Goethe-Revokation des ›dritten Humanismus‹, Carl Schmitts Kanonpolitik und sein langer Weg zu Goethe.

16.30 Kaffeepause

17.00 Martin Vöhler (Thessaloniki): Hölderlin – kein Humanist? Heideggers kurze Geschichte des Humanismus.

18.00 Michael Großheim (Rostock): Heidegger und der (Neu-)Humanismus.


Freitag, 25. September 2015

HUMANISMUS UND NATIONALSOZIALISMUS

9.00 Ernst A. Schmidt (Tübingen): Humanistische und antihumanistische Kritik an Werner Jaegers neuem Humanismus.

10.00 Kay Schiller (Durham): Sport und Philhellenismus bei Carl Diem.

11.00 Kaffeepause

HUMANISMUSKONZEPT UND PHILOSOPHISCHE ANTHROPOLOGIE

11.30 Joachim Fischer (Dresden): Philosophische Anthropologie. Plessner und Gehlen in den 30er und 40er Jahren.

12.30 Mittagspause

14.00 Tim Lörke (Berlin): Mixtum compositum. Humanitätsidee und Menschenbild in Ernst Cassirers "Versuch über den Menschen" (1944).

HUMANISMUSKONZEPTE IM EXIL

15.00 Gregor Streim (Jena): Der ›sozialistische Humanismus‹ in den literarisch-politischen Debatten des Exils.

16.00 Kaffeepause

16.30 Ludwig Stockinger (Leipzig): Serenus Zeitblom und Monsignore Hinterpförtner. Zum ›Christlichen Humanismus‹ der 20er und 30er Jahre und seiner (impliziten) Kritik in Thomas Manns "Doktor Faustus" (1947).

17.30 Jens Ewen (Jena): Humanisierung durch Goethe und Religion. Thomas Manns demokratisch-pluralistisches Gesellschaftskonzept nach 1945.


Samstag, 26. September 2015

9.00 Patrick Eiden-Offe (Duisburg/Essen): »Trotzdem«. ›Humane Politik‹ wider besseres Wissen bei Hermann Broch.

LITERARISCHE HUMANISMUS-REVISIONEN NACH 1945

10.00 Dirk Werle (Leipzig/Berlin): Wolf von Niebelschütz und der Humanismus in der Nachkriegszeit.

11.00 Matthias Löwe (Jena): Dichter vor defektem Mikrofon. Humanismus und Nihilismus in Wolfgang Koeppens Roman "Tauben im Gras" (1951).


Die Tagung wird veranstaltet mit finanzieller Unterstützung der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung (Hamburg), der Friede Springer-Stiftung (Berlin), der Ernst Abbe-Stiftung (Jena) und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Beginn24.09.2015
Ende26.09.2015
PersonName: Dr. Matthias Löwe 
E-Mail: matthias.loewe@uni-jena.de 
Name: Prof. Dr. Gregor Streim 
E-Mail: gregor.streim@uni-jena.de 
KontaktdatenName/Institution: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Germanistische Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Fürstengraben 18 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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