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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "5. EAM: Avantgarde und Moderne"
RessourcentypCall for Papers
Titel5. EAM: Avantgarde und Moderne
BeschreibungCALL FOR PAPERS
ZUR ZWEIJÄHRLICHEN EAM-TAGUNG IN RENNES (1. bis 3. Juni 2016)

Avantgarde und Moderne
Die fünfte zweijährliche Konferenz des Europäischen Netzwerks für Studien zu Avantgarde und Moderne (EAM) will zu einer Reflexion anregen über die Verbindung des Begriffspaares Suche/Untersuchung in den Werken oder Bewegungen, die sich auf eine „Avantgarde“ und auf die verschiedenen Formen der Moderne berufen. Jene letzten entwickelten sich jedoch offenbar aus dem Bruch mit den spiritualistischen oder szientistischen Erbschaften, an welche beide vorgeschlagene Begriffe anknüpfen. Wenn die Suche auf die Idee eines Hintergrunds bzw. einer von Mystik unterlaufenen Hinterwelt verweist und Endlosigkeit bzw. Unabschließbarkeit voraussetzt, so geht die Untersuchung hingegen aus von der apriorischen Vorstellung einer vollständig rationalen Wirklichkeit und einer möglicherweise zu einem Ergebnis führenden Vorgehensweise. Das Begriffspaar Suche und Untersuchung fordert also zur Überwindung eines Anfangsparadoxons auf. Es ist problematisch: die Suche setzt eine endlose Dauer, die Untersuchung eine endliche Zeit voraus. Dabei könnte die Verknüpfung von Suche und Untersuchung sowohl komplexe randständige oder vernachlässigte Werke ans Licht bringen, als auch das grundlegende Problem der Dialektik von Moderne und Antimoderne, von Avant- und Arrieregarde, von behaupteten Neuerungen und verborgenen oder im Gegenteil bewussten Archaismen stellen.
Die vorgeschlagene dialektische bzw. dynamische Vorgehensweise gilt fachübergreifend für alle Forschungsgebiete in Kunst, Literatur, Ästhetik, Filmkunst, Fotografie, Bühnenkunst, Fernseh- oder digitale Medien, Architektur, Musik, Design …
Damit die Interessenten die Breite des möglichen Vortragsspektrums und die zu etablierenden Schwerpunkte deutlich erfassen können, werden vier methodologische Ansätze vorgeschlagen:
1-ein genetischer Ansatz: Hierzu werden Entstehungsprozesse nachvollzogen: Arbeitsprotokolle, Experimente, Untersuchungen, oder als Studie, Forschung, Exploration, usf. konzipierte Modelle und Entwürfe.
2-ein formaler Ansatz: Hierzu werden Motiv(ierungen), Voraussetzungen, Formen der Suche und der Untersuchung in den fiktionalen oder Dokumentarwerken hinterfragt (am Mystischen orientierte Werke, Wiedereinführung des Sakralen, Anwesenheit von Gebrauchshinweisen oder -anleitungen innerhalb des Werkes, usw.)
3-ein am Parameter der Rezeption orientierter Ansatz: Welche Stelle und Funktion werden dem Leser/Betrachter/Zuschauer/Zuhörer zugeteilt, der mit einem geschlossenen bzw. offenen Werk konfrontiert wird? Wird das Vollendetsein oder die Abschließbarkeit eines Werkes durch neue Technologien in Frage gestellt? Inwiefern ermöglichen die neuen Technologien die (Wieder)aneignung bestimmter Werke durch den heutigen Leser/Betrachter/Zuschauer/Zuhörer?
4-ein metadiskursiver oder epistemologischer Ansatz: Hierzu werden die Historiographie und die Historizität der Werke, die neuen Forschungsmodi und Technologien berücksichtigt (Bildrestaurierung, kollektive Produktionen, Datenbanken, usw.). Suche und Untersuchung sollen dabei in einem kreisförmigen Verfahren als Modalitäten der Reflexion über Suche und Untersuchung selbst erfasst werden.
Die Kongressorganisatoren möchten darauf aufmerksam machen, dass die jeweiligen Referatsvorschläge sich eindeutig in eine der vier oben beschriebenen Orientierungen einordnen sollen.
Der wissenschaftliche Beirat erwartet Vorschläge von Panels mit höchstens 3-4 Teilnehmern; jedoch dürfen Doppelpanels (mit höchstens 8 Teilnehmern) vorgeschlagen werden. Einzelvorschläge werden ebenfalls berücksichtigt. Vorschläge von DoktorandInnen sind willkommen, jedoch kann ein geschlossener Panel nicht mehr als zwei DoktorandInnen aufnehmen. Alle Vorschläge sollen einen Titel und einen Abstract, max. 300 Wörter (das gilt sowohl für die Panels als auch für die Einzelreferate) einschließen, ferner soll die Vortragssprache (ausschließlich englisch, deutsch, spanisch und französisch) angegeben werden.

Die Vorschläge sollen als Word-Datei, Times new roman 12 (bitte keine pdf-Datei) spätestens am 1. Oktober 2015 an folgende Adresse zugesandt werden:

http://www.eam2016.sciencesconf.org


Call for Papers
5th Bi-annual EAM Congress (European Network for Avant-Garde and Modernism Studies) University of Rennes, France, June 1-2-3, 2016

Avant-garde and neo-avant-garde
The fifth EAM congress invites scholars to consider the coupling of the notions of quest and investigation in works of art or movements of the avant-garde or neo-avant-garde, or of the various forms of modernism, even though modernism and the avant-garde seem often to have been constructed in opposition to the spiritual or scientific heritage suggested by these two terms. The notion of quest suggests a metaphysical beyond informed by mysticism, implying the absence of an end or of a conclusion, whereas the notion of investigation implies a totally rational conception of reality and a process likely to bring a definite result and reach a conclusion. Coupling the two notions, quest/investigation, is therefore an invitation to overcome an initial paradox: the endlessness of the quest as opposed to the fixed scope of the investigation. The co-articulation of the two notions may shed some light on marginal or neglected works. It may also question the dialectical relationship between modern and anti-modern, between avant-garde and rear-guard, between insistent innovations and archaisms, acknowledged or disguised.
Whether dialectical or dynamic, the approach we suggest applies to all the fields or domains of research in the Arts, literature, aesthetics, cinema, photography, drama, T.V. or digital media, architecture, music, design...
As a guide to researchers, we suggest four possible approaches:
1-A genetic approach: this would deal with the process of creation itself as quest or investigation (artistic protocols, the work as investigation, models or projects designed as research, studies, excavations, exploration, etc.)
2-A formal approach: to identify the motifs, terms, or forms of the quest or investigation in works of art, fiction and/or documentary (e.g: works of mystical inspiration, the reintroduction of the sacred; or the schematic models for a project, the presence of user manuals, guidelines, etc.)
3-An approach in terms of reception: the place or the role of the spectator or reader confronted by an open/closed work, the state of completion or incompletion of the work (is the finitude or completeness of the work put into question by new technologies? do these technologies enable a new appropriation of the work?)
4-An epistemological or meta-discursive approach: dealing with historiography and historicity, new modes of research, new technologies (restoration of paintings, collaborative creations, databases, etc.). This approach considers the way in which the quest/investigation of the researcher and the artistic quest or investigation itself mutually inform or act on each other.
The submissions should explicitly mention which of the four approaches is primarily involved.
The scientific committee invites proposals for panels of three or four speakers, or for double panels of up to eight speakers. Individual proposals are also accepted. Panels may not consist only of graduate students. All submissions must contain a title (for each paper and for the panel), a 300-word abstract (of the individual paper or of all the papers of the proposed panel), the name and qualifications of the author(s), the language in which the paper(s) will be read (English, French, German, Spanish).

Proposals must be submitted in a Word, Times New Roman 12 format (no PDF) before October 1st, 2015 to the following address:

http://www.eam2016.sciencesconf.org

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.eam2016.sciencesconf.org
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortRennes, Frankreich
Bewerbungsschluss01.10.2015
Beginn01.06.2016
Ende03.06.2016
PersonName: Jean-Francois Candoni [Prof. Dr.] 
Funktion: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats EAM-Kongress 
E-Mail: jean-francois.candoni@uhb.fr 
KontaktdatenName/Institution: Univ. Rennes 2 
Strasse/Postfach: Place du Recteur Le Moal 
Postleitzahl: 35000 
Stadt: Rennes 
E-Mail: www.eam2016.sciencesconf.org 
Internetadresse: www.eam2016.sciencesconf.org 
LandFrankreich
BenutzerführungDeutsch; Englisch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Motiv- u. Stoffgeschichte
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 15.00.00 19. Jahrhundert; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart
Ediert von  H-Germanistik
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