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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Mannheimer Anfänge. Eine Vortragsreihe zu den Gründungsjahren des Nationaltheaters Mannheim"
RessourcentypVortragsreihen
TitelMannheimer Anfänge. Eine Vortragsreihe zu den Gründungsjahren des Nationaltheaters Mannheim
BeschreibungMannheimer Anfänge. Eine Vortragsreihe zu den Gründungsjahren des Nationaltheaters Mannheim
9. September bis 9. Dezember 2015
Jeweils mittwochs von 17:15 bis 18:45 Uhr
Universität Mannheim, Aula
www.mannheimeranfaenge.com


Die Geschichte des Nationaltheaters beginnt mit einem Paradox: Der Anfang der institutionalisierten Theaterpraxis in Mannheim fällt mit dem Ende der kulturellen Blütezeit der Stadt zusammen. So wie sich Mannheim mit dem Aufstieg zur Residenzstadt ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum entwickelte, so verlor die Stadt im Folgenden aufgrund der Verlegung des kurfürstlichen Hofes an Strahlkraft. Das Nationaltheater Mannheim fungierte in dieser stadtgeschichtlichen Zäsur als Kompensations- und Konjunkturmaßnahme des Kurfürsten für die von ihm verlassene Residenzstadt. Karl Theodor agierte also (noch einmal) als ‚Kultur-Entrepreneur‘ – und das mit Erfolg: Unter der Leitung des Intendanten Wolfgang Heribert von Dalberg entwickelte sich das Nationaltheater ab 1779 zu einer der wichtigsten Bühnen Deutschlands und spielte mit seinen Protagonisten Schiller, Iffland, Dalberg und Kotzebue eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung des vorklassischen und klassischen deutschen Theaters. Bis heute zählt das ‚NTM‘ zu jenen kulturellen Aktiva, auf die sich die Stadt und die Metropolregion Rhein-Neckar immer wieder berufen.

Die Vortragsreihe widmet sich der Gründungszeit des Nationaltheaters. Dabei geht es nicht darum, eine chronologische Rekonstruktion der frühen Geschichte des Hauses zu erstellen, vielmehr sollen in den jeweiligen Vorträgen Schlaglichter auf zeitgenössische Diskurse, Institutionen, Personen und Texte geworfen werden, die für die erste Zeit des Mannheimer Theaterunternehmens relevant waren. Anders gesagt: Es geht nicht um eine Geschichte des Hauses, sondern um die vielfältigen Geschichten, die zu dessen Gründungs- und Anfangsjahren erzählt werden können. Dabei ist der unter dem Begriff „Anfänge“ in den Blick genommene Zeitraum weit gefasst und bezieht ein breites thematisches Spektrum ein, beginnend mit den späten 1740er Jahren und den institutionellen ‚Vorgängern‘ des Schauspielhauses wie etwa dem Musiktheater in Schwetzingen oder der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft bis zu der nationalgeschichtlich bedeutenden – und theatral angelegten – Ermordung August von Kotzebues in den Mannheimer Quadraten 1819.

Die Veranstaltung versammelt Beiträge aus der Literatur- und Theaterwissenschaft, aber auch der Musik- und Geschichtswissenschaft. Die Vorträge werden jeweils etwa sechzig Minuten dauern, anschließend besteht Gelegenheit zur Diskussion mit den Referentinnen und Referenten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich – wir freuen uns auf Sie!

PROGRAMM

09. September 2015:
Prof. Dr. Wilhelm Kreutz, Mannheim: Die „Kurfürstliche Deutsche Gesellschaft“ Mannheims und das Nationaltheater

16. September 2015:
Prof. Dr. Silke Leopold, Heidelberg: Die Geburt der deutschen Nationaloper aus dem Geiste der Opera seria

23. September 2015:
J.-Prof. Dr. Thomas Wortmann, Mannheim: Theater als Chefsache. Wolf¬gang Heribert von Dalberg als Intendant des Nationaltheaters Mannheim

30. September 2015:
Prof. Dr. Jochen Hörisch, Mannheim: Rollenspiele – Wilhelm Meisters Theaterpassion und die Bühnenbegeisterung um 1800

07. Oktober 2015:
Prof. Dr. Peter-André Alt, Berlin: Schillers Schaubühne und das Mannheimer Theater

14. Oktober 2015:
Prof. Dr. Claudia Liebrand, Köln: „Das Theater glich einem Irrenhause“. Psychologische Experimentalanordnungen in Friedrich Schillers „Räubern“

21. Oktober 2015:
Prof. Dr. Christoph Weiss, Mannheim: Kulturelle Vermittlung aus dem Geist der Aufklärung: Christian Friedrich Schwan - Buchhändler, Verleger, Publizist, Übersetzer

28. Oktober 2015:
Prof. Dr. Justus Fetscher, Mannheim: Bewundert viel und viel gescholten. August Wilhelm Ifflands Theatervorstellungen zwischen Mannheim und Berlin

4. November 2015:
Prof. Dr. Alexander Kosenina, Hannover: „Teutschland wird in diesem jungen Mann noch einen Meister finden“. Schiller zündet Ifflands gloriosen Start von Mannheims Bühnenrampe

11. November 2015:
Prof. Dr. Hermann Korte, Siegen: Das Theaterpublikum des 18. Jahrhunderts – in Mannheim und anderswo

18. November 2015:
PD Dr. Julia Bohnengel, Saarbrücken: August von Kotzebues literarisches Engagement in Mannheim

25. November 2015:
Prof. Dr. Dr. hc. Erika Fischer-Lichte, Berlin: Auf dem Wege zu einer neuen Schauspielkunst

02. Dezember 2015:
Prof. Dr. Kati Röttger, Amsterdam: Tatort Mannheim: Was hat Schiller mit dem Mord an Kotzebue zu tun?

09. Dezember 2015:
Prof. Dr. Erika Baumbach, Leipzig: „Menschendarstellung“ – eine „Insul der gesunden Vernunft“? Ifflands Mannheimer Antworten im historisch-aktuellen Kontext

Die Vorträge finden in der Aula im Ostflügel der Universität Mannheim statt. Einen Campusplan finden Sie unter http://www.uni-mannheim.de/1/service/anfahrt_lageplan/lageplan/Internet%20CP%205_02_13.pdf. Sollten Sie Fragen zur Anreise haben oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich jederzeit an uns!

ORGANISATION UND KONTAKT

J.-Prof. Dr. Thomas Wortmann
Juniorprofessur für Neuere deutsche Literatur und Medienästhetik
Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim
D-68131 Mannheim
t.wortmann@uni-mannheim.de

Organisiert im Rahmen des im Juniorprofessurenprogramm des Landes Baden-Württemberg geförderten Forschungsschwerpunktes "Drama und Theater seit 2000" an der Juniorprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienästhetik.

Förderer und Kooperatonspartner:
Nationaltheater Mannheim, Universität Mannheim, Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg, Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim, Otto-Mann-Stiftung, ABSOLVENTUM Universität Mannheim, Seminar für Deutsche Philologie, NThusiasten – Junge Freunde des Nationaltheaters Mannheim, Bücher Bender

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortUniversität Mannheim, Aula
Beginn09.09.2015
Ende09.12.2015
PersonName: Wortmann, Thomas 
Funktion: Juniorprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienästhetik 
E-Mail: t.wortmann@uni-mannheim.de 
KontaktdatenName/Institution: Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim 
Strasse/Postfach: Schloss, Ehrenhof West 
Postleitzahl: 68131 
Stadt: Mannheim 
Telefon: 0621-181-2319 
Fax: 0621-181-3137 
E-Mail: t.wortmann@uni-mannheim.de 
Internetadresse: http://germanistik.uni-mannheim.de/abteilungen/jun_prof_neuere_deutsche_literaturwissenschaft/prof_dr_thomas_wortmann/index.html 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Dramentheorie; Leserforschung; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur 1770 - 1830; Literatursoziologie; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Theater (Aufführungspraxis)
Ediert von  H-Germanistik
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