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Ergebnisanzeige "Michael Stavarič – Ästhetische Grenzüberschreitungen. Eine literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Erschließung des bisherigen Gesamtwerks von Michael Stavarič"
RessourcentypCall for Papers
TitelMichael Stavarič – Ästhetische Grenzüberschreitungen. Eine literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Erschließung des bisherigen Gesamtwerks von Michael Stavarič
BeschreibungCfP: Sammelband „Michael Stavarič – Ästhetische Grenzüberschreitungen. Eine literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Erschließung des bisherigen Gesamtwerks von Michael Stavarič“ – Herausgeberinnen: Prof. Dr. Andrea Bartl und Dr. Ina Brendel-Perpina, Bamberg

Das bisherige Gesamtwerk des Autors Michael Stavarič gehört sicherlich zu den interessantesten und facettenreichsten Textkonvoluten der Gegenwartsliteratur. Es überschreitet in mehrfacher Weise Grenzen: zwischen Prosa und Lyrik, zwischen Literatur für Erwachsene und Literatur für Kinder, zwischen den Kulturen, zwischen ‚Original‘ und Übersetzung. Stavaričs eigener Lebensweg führte aus der Tschechoslowakei nach Österreich, sein Schreiben thematisiert immer wieder Fragen der Heimatslosigkeit und der Suche nach einer Alternativheimat in der Fiktion. Stavarič arbeitet zudem als Autor und zugleich als Übersetzer, der dezidiert tschechischer Literatur die Rezeption auf dem deutschsprachigen Buchmarkt zu ermöglichen sucht. Auch ästhetisch überschreitet sein Schreiben immer wieder Grenzen, ja etabliert eine ebenso irritierende wie inspirierende Grauzone: Seine Romane („stillborn“, „Terminifera“, „Magma“, „Böse Spiele“, „Brenntage“, „Königreich der Schatten“) verweigern sich zum Teil chronologischer Handlungsführung und setzen auf rätselhafte Ambivalenz und lyrische Verdichtung, wohingegen sich manche Gedichte, etwa der Zyklus „Flügellos“, der Prosa öffnen. Neben dem avantgardistischen Prosa- und Lyrikwerk Stavaričs, das durch phantastische Prosaminiaturen („Nkaah“) und weitere Texte („Europa. Eine Litanei“, „Déjà-vu mit Pocahontas. Raritan River“ etc.) ergänzt wird, steht ein beeindruckendes Konvolut von Kinderbüchern („Gaggalagu“, „BieBu“, „Die kleine Sensenfrau“, „Hier gibt es Löwen“, „Nadelstreif & Tintenzisch“, „Gloria nach Adam Riese“). Als Bilderbücher, in denen das Sprachspiel dominant zum narrativen Prinzip erhoben wird, repräsentieren sie in ihren unterschiedlichen Text-Bild-Symbiosen eine weitere Facette der ästhetischen Grenzüberschreitung. All diese Texte – für Erwachsene und Kinder – sind bislang zu wenig literaturwissenschaftlich erschlossen und auch literaturdidaktisch kaum aufbereitet. Beides möchte dieser Sammelband erstmals in größerem Umfang leisten und lädt alle Interessierten herzlich zur Beteiligung ein. Das Werk dieses Autors ermöglicht vielfältige, wissenschaftlich ertragreiche Betrachtungen: narratologische und gattungsästhetische Analysen, Reflexionen zu zentralen anthropologischen Themen wie Heimat, Geschlecht, Tod, Identität etc., neuere kulturwissenschaftliche Fragen wie Tierethik, Material Culture, Hybridität usw., kinderliteraturwissenschaftliche Aspekte unter besonderer Berücksichtigung des Bilderbuchs sowie nicht zuletzt didaktisch-methodische Überlegungen zu Stavaričs Werken im Deutschunterricht.
Aufsatz-Vorschläge im Umfang von max. einer Seite mit kurzen Angaben zur Person werden bis zum 30.11.2015 erbeten an: Prof. Dr. Andrea Bartl (andrea.bartl@uni-bamberg.de) und Dr. Ina Brendel-Perpina (ina.brendel-perpina@uni-bamberg.de). Im Dezember werden die Beiträge für den Sammelband ausgewählt. Der Abgabetermin für die Beiträge ist für Mai 2016 geplant. Der Sammelband wird Anfang 2017 in einem renommierten Wissenschaftsverlag erscheinen. – Wir freuen uns auf Ihre Exposés!
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss30.11.2015
PersonName: Bartl, Andrea [Prof. Dr.] 
Funktion: Herausgeberin 
E-Mail: andrea.bartl@uni-bamberg.de 
Name: Brendel-Perpina, Ina [Dr.] 
Funktion: Herausgeberin 
E-Mail: ina.brendel-perpina@uni-bamberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: An der Universität 5 
Postleitzahl: 96047 
Stadt: Bamberg 
E-Mail: andrea.bartl@uni-bamberg.de 
Internetadresse: https://www.uni-bamberg.de/germ-lit2/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Erzähltheorie; Literatur nach 1945; Literaturdidaktik
Zusätzliches SuchwortMichael Stavarič
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.03.00 Studien; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.02 Schriftsteller; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.01.00 Forschung; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.04.00 Studien; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich > 19.11.01 Forschung; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich > 19.11.04 Studien; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.13.00 Zu einzelnen Autoren
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