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Ergebnisanzeige "25. Germanistentag: Ausgrenzung, Legitimation und Konformität: Veränderungen der Adressatenfunktion vom Naturalismus bis zur Avantgarde"
RessourcentypCall for Papers
Titel25. Germanistentag: Ausgrenzung, Legitimation und Konformität: Veränderungen der Adressatenfunktion vom Naturalismus bis zur Avantgarde
BeschreibungPanel zum 25. Deutschen Germanistentag 2016 in Bayreuth in Sektion 2: „Adressatenspezifisches Erzählen“ (Heinrich Kaulen / Christian Klein)
Ausgrenzung, Legitimation und Konformität: Veränderungen der Adressatenfunktion im literarischen Kommunikationsprozess vom Naturalismus bis zur Avantgarde. (Lorella Bosco, Universität Bari/ Giulia A. Disanto, Universität Salento)


Die „revolutionären Kunstbewegungen“ (W. Fähnders), die zwischen ausgehendem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer vielfacher Ausprägung aufkamen und unter der Bezeichnung „Avantgarde(n)“ in die Literatur- und Kunstgeschichte eingegangen sind, bestanden aus Gruppen oder aus einzelnen Individuen, die sich durch ihre ästhetische Praxis ausdrücklich von den herrschenden Gesellschaftsnormen und von den gängigen Vorstellungen der Institution Kunst abgrenzen wollten. Die mit dem Gestus der Protest und der Provokation gekoppelte Suche nach einer neuen Funktionsbestimmung der Kunst zielte u.a. auf eine programmatisch radikale Veränderung des bislang bestehenden Verhältnisses zwischen Künstler und Öffentlichkeit, wie es nicht zuletzt an der Vorliebe für Manifeste abzulesen ist. Die überkommene Rolle des Adressaten im künstlerischen Schaffungsprozess wurde neu definiert und somit die traditionellen Strukturen und Strategien des literarischen Kommunikationsprozesses subvertiert. Jedoch wurden solche Entwicklungen im vorhergehenden Jahrzehnt vielfach vorgezeichnet und sind bereits im Naturalismus und im Modernismus deutlich erkennbar.
Im Mittelpunkt des hier vorgeschlagenen Panels wird deshalb – anhand vom exemplarischen Erzähltexten und Autoren – der Versuch nach einer modellhaften und diachronischen Rekonstruktion der Veränderungen stehen, denen die Adressatenfunktion und der Publikumsbegriff im Zeitraum zwischen Naturalismus und Avantgarde oblagen. Auch sollen Ausschluss-und Einschlussmechanismen und Legitimationsstrategien unter die Lupe genommen werden: Die Ausgrenzung des Künstlers von einer Öffentlichkeit, von der er sich abgestoßen fühlt oder gegen die er sich auflehnt, bringt ihn dazu, sich an eine würdigere Öffentlichkeit zu richten oder eine, womöglich künftige, zu bilden (man denke etwa an das Vorbild von Nietzsches Zarathustra, „ein Buch für alle und für keinen“). Im Hinblick darauf soll ein besonderes Augenmerk auf die Künstler-narratives – in welcher Form und in welcher Gattung auch immer – gerichtet werden.
Geplant ist ein Panel aus sechs Vorträgen mit Diskussion.

Abstracts für 20-minütige Vorträge im Umfang von einer Seite und kurze bio-bibliografische
Angaben zur Person werden bis zum 15.08. per Mail erbeten an:

Dr. Lorella Bosco: carmelalorellaausilia.bosco@uniba.it
und Dr. Giulia A. Disanto: giulia.disanto@unisalento.it



Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Bewerbungsschluss15.08.2015
Beginn25.09.2016
Ende28.09.2016
KontaktdatenName/Institution: 25. Deutscher Germanistentag 
Stadt: Bayreuth 
Internetadresse: http://www.germanistentag2016.de/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Erzähltheorie; Genderforschung; Geschichte der Germanistik; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte
Zusätzliches SuchwortAvantgarde
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